absolut OT aber auch ein weiterer "Beweis", wie wenig Ahnung die Außenwelt von unserem Job hat. Immerhin konnte mein Freund (Nicht-Lehrer aus einer Nicht-Lehrer-Familie und Nicht-Lehrer-Umfeld) lachen, als ich das mit dem Tee und Sofa erzählte
Einspruch. Erstens unterscheidet sich das Korrigieren von den Schulklausuren in der Sek II nicht wesentlich von Korrekturarbeiten, wie man sie auch an der Uni durchführt, der TE hat da also durchaus eine "Ahnung".
Zweitens finde ich es ausgesprochen gemütlich, nachmittags bei Tee und Keksen meine Mathearbeiten zu korrigieren, womöglich noch draußen auf der Terrasse. Natürlich ist das Arbeitszeit und zum Teil auch etwas zäh. Aber dass das jetzt eine Schwerstarbeit und schrecklich wäre und dass niemand von außerhalb beurteilen kann, wie furchtbar es ist - nö, da kann ich mich nicht wiederfinden. Ich habe an der Uni schon Klausuren von 300 Teilnehmern korrigiert. Das war zweifelsohne öder.
Unterrichtsvorbereitungen finde ich manchmal übrigens so packend, dass es mir nichts ausmacht, auch abends um 10 noch am Rechner zu sitzen.
Ich komme auch aus der Wissenschaft und bereue den Schritt nicht. Es gibt nur zwei Dinge, die mich an der Schule belasten. Punkt 1 ist der Lärm (nicht nur Schüler. Auch Türeknallen, Stühlerücken etc). Punkt 2 sind unverschämte Schüler. Diese Belastungen schwanken sehr. Es kann sein, ich habe lauter liebe, ruhige Klassen und manchmal kann man eine Stecknadel fallen hören.
Und dann wieder kann es furchtbar laut sein und ich gucke dauernd auf die Uhr.