Alles anzeigen
Wenn man Stundenpläne vergleicht, gibt es ja oft bestimmte Kollegen, die generell:
- immer nur sehr kleine Klassen haben
- die immer nur die angenehmeren Klassen bzw. Bildungsgänge haben
- die nie in bekannten "Problemklassen" unterrichten
- die nur den leichter vorzubereitenden Unterricht haben, z.B. Labor/Computer
- die immer viele Abschlußklassen haben, welche vorzeitig ausscheiden, z.B. Duales System
- die, die bekannten Ausfallstunden immer als Randstunden haben
- die nie Freistunden im Plan habe
- nicht in Klassen unterrichten, wo Prüfungsvorschläge eingereicht werden müssen
?
Ob solche "Anschuldigungen" einer näheren Überprüfung standhalten? Schon die Formulierung mit "immer nur" finde ich bedenklich.
"Immer viele Abschlussklassen" heißt in der Regel, dass man die Klasse schon zwei Jahre vorher unterrichtet (also am Berufskolleg), d. h., man hatte die Klasse auch schon, als sie (meist) größer und (meist) schwieriger zu unterrichten war. Und wenn man ein Prüfungsfach unterrichtet, heißt das eben auch für viele Klassen: Prüfungsvorschlag.
Was sind "bekannte Ausfallstunden"? Freitags 7.+8.? Das ist ja wohl, auch wenn es hin und wieder ausfällt, die undankbarste Zeit zum Unterrichten. Auf solche Privilegien verzichte ich dankend.
Was genau sind "Problemklassen"? Das wird sehr unterschiedlich gesehen. Einigen ist die Förderung schwieriger Schüler geradezu auf den Leib geschneidert. Und wie groß eine Klasse wird, weiß man oft gar nicht so genau.
Wieso bitte ist Unterricht im Computerraum leichter vorzubereiten? Ich hocke oft sehr lang an brauchbaren Projekten für den Informatikunterricht, von den technischen Problemen mal ganz zu schweigen. Und wie kann man beliebigen Lehrern Labor/Computerunterricht zuteilen? Meine Fächer habe ich mir selbst ausgesucht. Das ist nunmal so, dass da in Sport weniger Korrekturen anfallen als in Deutsch. Bei uns machen die Sportlehrer dafür hundert andere Sachen. Vielleicht ist das ungerecht, ja.
Apropos schweigen: Über die Flachpfeifen wird natürlich schon geredet, nur eben nicht offiziell. Natürlich ist das ein Problem.
Aber eine formale Gleichbehandlung aufgrund von solchen "immer nur"-Klagen einzufordern, wird wohl eher schwierig.