Beiträge von fossi74

    Mein Rat wäre zunächst ganz klar: Lass Dich professionell beraten. Sei bereit, für diese Beratung etwas Geld auszugeben - du wirst es in Form von gesparter Studienzeit, zielgerichteterem Studium und adäquaten Jobchancen reichlich zurückbekommen.

    Warum dieser Rat? Nun, die Auskunft, die du bei diesem Zentrum für Lehrerbildung (wo genau?) bekommen hast, zeigt es: An den Unis gibt es einfach zu wenig Expertise auf dem Gebiet der Lehrerausbildung und -einstellung. Da wird bei kniffligen Fragen gern schnell etwas dahergeschwätzt, was sich bei näherer Betrachtung als großer Blödsinn entpuppt. Wie chilipaprika ganz richtig festgestellt hat: Wie soll es bei einem reinen Listenverfahren denn eine Liste für eine nicht zugelassene Kombi geben?!

    Humblebee: "Groß" ist relativ. Immerhin konnte der Gartenbauer diesen Sommer problemlos den Gegenwert eines mittelgroßen Autos mit Stern darin verbauen. Allerdings war vorher sehr lange nichts gemacht worden, und der Garten ist dank Hanglage nur über Treppen zu erreichen - beziehungsweise über eine vom Gartenbauer äußerst kreativ konstruierte Rampe, die die Berufsgenossenschaft wahrscheinlich nicht hätte sehen dürfen...

    marienkaefer: Wir haben zwei Terrassen, eine für vormittags, eine für nachmittags. Als unsere Vorbesitzer bei der Besichtigung die Ostterrasse als "Frühstücksterrasse" bezeichnet haben, war das Haus so gut wie gekauft.

    DUum findet Angeberei auch schrecklich unangenehm.

    Interessant finde ich auch immer Fossis Argument, dass die Nachqualifikanten die geringere Arbeitsbelastung schätzen würden. Bei den zahlreichen Leuten, die ich kenne, ist das Gegenteil der Fall. Am Anfang meinen das die meisten tatsächlich, bis zum Ende der Maßnahme, also nach dem 1. Jahr Klassleitung, sind sie schockiert, wie fordernd die Arbeit an der MS ist.

    Ich hatte ja auch geschrieben, dass es eine Typfrage ist. Wem die pädagogische Arbeit leichtfällt, der ist an der MS gut aufgehoben (und der braucht auch die faktisch ja nicht stattfindende Nachqualifikation nicht wirklich).

    Das typische Deutsch-Reli-Gym-Mäuschen wird an der MS untergehen, das habe ich gar nicht in Frage gestellt.

    Abgesehen davon machen viele diese Zusatzausbildung nur, um die Wartezeit zu überbrücken, bis sie an ihrer ursprünglichen Schulart eine Planstelle bekommen. Entsprechend gering ist die Zahl derer, die dauerhaft an der MS bleiben.

    Hast du da zufällig Zahlen?

    Zusätzlich sind leider viele der Meinung, dass sie nach Studium und Ref ausreichend ausgebildet sind, lassen sich zu wenig auf die besondere Arbeitsweise dieser Schulart ein und zeigen sich nicht selten als recht beratungsresistent (besonders die Gy-Leute).

    Ja gut, da braucht es dann halt einen Schulrat, der die cojones hat, dann eben auch mal ein "nicht geeignet" auszusprechen.

    Weil sie keine Stelle bekommen, vmtl. 28 sind und endlich eigenverantwortlich leben wollen

    Ich kenne eine junge Frau, die diesen Weg gegangen ist, weil sie mit 43 endlich eine feste Stelle wollte und die auch mit A12 hochzufrieden ist, weil sie ganz klar sagt, dass Mittelschule deutlich weniger Arbeit ist als Gymnasium. Das mag aber auch Typsache sein - das Zwischenmenschliche und Pädagogische kommt an der MS natürlich viel stärker zum Tragen. Wem das nicht liegt, der wird die MS wahrscheinlich anstrengender finden.

    Sonst argumentiert ihr doch immer mit dem längeren und intensiveren Studium

    Ja, aber dabei geht es doch um die Bewertung der Stelle und nicht um die individuelle Ausbildung.

    Ich kenne einen Dr. phil habil. (mittlerweile Uni-Prof), der jahrelang - mit Habilitation! - an Schulen Vertretung gemacht hat. Eingruppierung: E11 wegen kein 2. Staatsexamen.

    Edit zur Klarstellung: A13 als Eingangsbesoldung für alle Lehrämter findet dennoch meine volle Zustimmung. Beide von mir angeführten Fälle haben selbstverständlich nur anekdotische Evidenz.

    Volle Zustimmung zu diesen Aussagen, Kris24 - auch wenn Du ein paar Jahre älter zu sein scheinst als ich. Wer sich übrigens soziale Realität von "damals" ungeschminkt anschauen will, dem empfehle ich das Ansehen von alten Folgen "Aktenzeichen XY" und "Vorsicht Falle".

    Allerdings fällt mir seit ca. 10 Jahren auf, dass ich meine Windschutzscheibe nicht alle 50 km von Insekten reinigen muss. Es reicht beim Tanken (ca. 800 km).

    Das wiederum kann ich bestätigen - ich habe aber oft den Eindruck, es liegt zu einem Gutteil daran, dass die Autos heute viel windschnittiger sind als früher. An den rollenden Schrankwänden von damals ist einfach mehr hängengeblieben. Züge mit ihren steilen Fronten sehen heute im Sommer immer noch so aus wie früher die Autos.

    Nun, liebe CDL, "Prinzessin" ist nun mal die Vorstufe zur von Dir selbst reklamierten "Königin". Jetzt halt mir mal kein Stöckchen hin, das ich mir nicht anziehen werde!

    Ich weiß übrigens mittlerweile, wo das Bild aufgenommen wurde, es steht nämlich im Dateinamen, den ich vor dem Hochladen selbstverständlich geändert habe. Tipp: Freiburg war "milieumäßig" schon ganz gut - jetzt denke mal an eine viel größere Stadt, wo man in bestimmten Vierteln ebenfalls mit zahlreichen Rädern aus der (teuren) "Fahrradmanufaktur" rechnen würde.

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