Beiträge von fossi74

    Ein AG sollte froh sein, wenn seine Angestellten sich rechtzeitig um ihre Gesundheit kümmern.

    "Sollte". Dass der Staat als AG in vielen Belangen eigene Ansichten darüber hat, worüber er froh ist, ist allerdings bekannt.

    Die Therapeutin erzählte mir mehr als einmal, dass ein Großteil ihrer Patienten auch Lehrer sind.

    Same here. Wenn ich auf der Anmeldung unserer Patienten lese "PKV", schau ich als erstes, ob auch "Beihilfe" angekreuzt ist. Es ist. Fast immer.

    Vielleicht magst Du den Hintergrund Deiner Anfrage mal erläutern. Dann ist die Chance auf brauchbare Antworten auch höher. Momentan läuft das für mich eher unter der Rubrik "Neuling stellt komische Frage und hat schon genaue Vorstellungen, wie die Antworten aussehen sollten". Ich wundere mich auch, dass ein Lehrer sich vorstellt, man könnte mal eben "externe Experten" anheuern, um Ausfälle aufzufangen.

    *Sarkasmus* Und ich dachte immer, man wird Beamter, damit man keine Angst mehr haben muss...

    *Ernst* Was befürchtest Du denn? Die Beihilfestelle unterliegt der Schweigepflicht hinsichtlich medizinischer Informationen. Und selbst wenn es herauskäme... so what?

    Dass keine potentiellen Lehramtsstudenten naiverweise "Hurra!" schreien...

    Und was wäre daran naiv, wenn Lehramtsstudenten reihenweise "Hurra!" schreien würden? Solange die Bedingungen von Anfang an bekannt sind, finde ich das im Artikel skizzierte Modell - ungeachtet der Grundnaivität der von der Realität der Lehrerausbildung offensichtlich unbeleckten Autoren - nicht einmal so schlecht. Die Frage ist doch: Warum sind Polizisten und Steuerbeamte von Beginn ihrer Ausbildung an verbeamtet? Weil sie so nett sind? Weil der Staat so nett ist? Weil man nur Beamten Pistolen und (im Falle der Steuerbeamten) gespitzte Bleistifte anvertrauen kann? Nein - sie sind von Anfang an Beamte, weil sich niemand darauf einlassen würde, sich für einen einzigen potentiellen Arbeitgeber ausbilden zu lassen, wenn es hinterher nicht eine faktische Jobgarantie gäbe. Wobei die Auswahl an Arbeitgebern für Polizisten und Steuer-Sesselpupser noch eingeschränkter ist als für Lehrer.

    Insofern frage ich mich schon, ob es nicht wir und alle Lehramtsstudenten vor uns sind, die reichlich naiv an die Sache herangegangen sind...

    (Den interessanten Aspekt Oberkörperfrei als "male privilege" lasse ich mal weg (ein Fass nach dem andern))

    inwiefern ist ein freier Oberkörper denn ein männliches Privileg? Also darüber sollten wir im 21. Jahrhundert doch hinweg sein...

    edit: Ich stelle zum wiederholten Mal fest, dass die Smileys verschluckt werden, wenn ich am Handy tippe. Also zur Klarstellung: Oben stand beim Schreiben noch ein Ironieanzeiger.

    Die bessere Note zählt.

    Sinn? Die Frage stellt sich nicht. Meine Güte, da sind die Bayern EIN MAL liberaler als der Rest, und schon kommt wieder einer daher, der nach dem Sinn fragt :) . Vielleicht ist er hier zu finden, June:
    Wenn Du die Möglichkeit hast, Dich realistisch zu verbessern, mach es. In Bayern zählen StEx 1 und 2 gleich viel, und wenn Du irgendwann - und sei es zehn Jahre vor der Pensionierung - eine Funktionsstelle anstrebst, wird Deine Examensnote wieder hervorgekramt. Die Note verfolgt Dich quasi bis zur Bahre.

    Im übrigen bin ich bei keckks. Wenn Du es machen willst, dann nicht während des Referendariats. Auch nicht im ersten Abschnitt. Such Dir lieber einen anderen Job für die Zeit. Aus zwei Gründen: zum einen der Stress. Zum anderen würde ich es tunlichst vermeiden, dass es im Seminar bekannt wird, dass Du gerade in der Examenswiederholung steckst. Den Seminarlehrer möchte ich sehen, der diese Steilvorlage nicht verwandelt und Dir eine Extralektion im Fach Belastbarkeit erteilt. Lieber mit abgelegten Examen ins Ref und dann volle Konzentration darauf.

    Gar keine. Backen ist Sache meiner Frau, ich bin eher der Koch.
    Aber: Wenn Vanillekipferln "saftig" sind, liebe CDL, dann stimmt was nicht damit. Hart dürfen sie nicht, aber trocken-mürbe müssen sie sein.

    Lebkuchen mit oder ohne Mehl?

    Du glaubst doch nicht wirklich, dass die SuS zu dir kommen und mir dir darüber reden wenn sie Pilz oder Warzen o.ä. an den Füßen haben oder auch einfach zwei Tage nicht geduscht haben (ja, solche SuS gibt es). Wie gesagt, ich finde es absolut unhygienisch und das hat mit Mysophobie absolut nichts u tun.

    Dann würde ich die Sache ganz diplomatisch angehen: "So, ihr Lieben, ich habe mir gedacht, es täte dem Stück gut, wenn ihr barfuß auftreten würdet. Diejenigen von euch, die unter Fußpilz oder ekligen Warzen leiden oder schon drei Tage nicht geduscht haben, lassen einfach die Socken an."

    Das, was du hier zu demonstrieren scheinst, ist in meinen Augen ein sehr bequemer und wenig fundierter (um nicht zu sagen naiver) Atheismus, der von theologischer Seite zurecht kritisiert wird.

    "Ein sehr bequemer und wenig fundierter Atheismus"? Der von irgendwelchen Geistersehern "zurecht kritisiert" wird?!

    Nee, nee, mein Lieber - "Ich glaube nicht an den Humbug" ist allemal fundiert genug. Und vor irgendwelchen "Theologen" (gibt ja Leute, die das für eine richtige Wissenschaft halten) muss ich mich schon gar nicht rechtfertigen.


    an mich gerichtet war "Klär mich auf" ... Aufklärung ... Bienen, Blümchen und so

    Dass Du "Aufklärung" nur mit verklemmten Umschreibungen von Sexualität in Verbindung bringst, lässt tief blicken.

    Ich würde mir nicht so viele Gedanken machen. Einheitliche Kleidung vorzuschreiben wagt selbst die Leiterin der Tanzgruppe meiner Tochter, und deren Auftritte bewegen sich schon in sehr bescheidenem Rahmen. Ich würde wahrscheinlich sogar so weit gehen, die Kleidung wirklich einheitlich anzuschaffen - "dunkle Hose, dunkles Oberteil" kann am Ende doch ganz schön bunt sein. Schwarzes T-Shirt, dazu irgendwas Leggings-artiges, fertig. Dafür ließe sich vielleicht sogar ein Förderverein o.ä. gewinnen.

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