Beiträge von fossi74

    Ich bin in vielen Sportarten gut, leider immer Sportarten, die im Schulsport nicht dran sind.

    Ich glaube allerdings, dass es nicht unbedingt am Völkerball liegt, sondern an der Lehrerin. Die hat das Mobbing nämlich nicht unterbunden und mich auch nicht ermutigt, wie manche es in vorausgegangenen Beiträgen beschreiben. In meiner Erinnerung hat sie sich sogar mit Lustig gemacht. Das Problem ist also nicht Völkerball, sondern die Unfähigkeit der Lehrkraft. Zumal wir andauernd Völkerball gespielt haben und andere Chancen, bei denen ich besser sein könnte einfach nicht vorkamen.

    Also eine ganz normale Sportlehrkraft, die du da hattest.

    A13 Stufe 7 sind in NRW knapp 3515€ netto im Monat (Steuerklasse I, keine Kirchensteuer). Nach Abzug der PKV bleiben etwa 3250€ netto.
    Ein Angestellter muss für ein solches Netto ca. 70.000€ im Jahr verdienen.

    Ich hatte ja auf dieser Bühne schon mal kund getan, mich nicht mehr über mein Angestelltengehalt beschweren zu wollen und fühle mich darin gerade bestärkt: E13/5, derzeit 69.100 p.a., macht netto (Steuerklasse III) 3726,93€ im Monat. KV für mich und die zwei Kinder ist da schon weg. Irgendwelche anachronistischen Zuschläge fürs Verheiratetsein und Kinderhaben bekomme ich allerdings nicht.

    1. Die unfassbar ungerechten Unterschiede zwischen Schulformen und vor allem auch Beamten und Angestellten.

    s.o. Wo ich WIRKLICH gekniffen sein werde, ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit die Pension, die bei mir dann Rente heißt und maximal knapp halb so hoch sein wird wie sie wäre, hätte ich meine Tage als Beamter beendet.

    Realistischerweise ist man als Lehrer, abhängig vom Wohnort, nur noch untere Mittelschicht...

    Naja. Verglichen mit Friedrich Merz, der sich ja auch als Mittelschichtler betrachtet, sicher.

    Es wird früher oder später darauf hinauslaufen, dass für Pflege mehr bezahlt wird.

    Fängt schon an: Der hiesige kommunale Träger von Altenheimen und Krankenhäusern wirbt neuerdings mit einem Einstiegsgehalt von ca. 3.500 brutto für Altenpflegekräfte. Das ist kein ganz schlechtes Geld.

    Den Kredit fürs Haus zu bekommen war auch deutlich einfacher.

    Ähm - hast Du dafür irgendeinen Beleg? Den direkten Vergleich wirst Du ja kaum anstellen können. Wir haben vor sechs Jahren eine Immobilienfinanzierung benötigt und diese bei einer deutschen Großbank auch ohne jede Diskussion bekommen - und das trotz zweier befristeter Verträge (Zitat: "Wir gehen davon aus, dass Sie mit Ihrer Ausbildung immer einen adäquaten Job finden werden"). Viel einfacher kann es bei Beamten auch nicht sein. Außer natürlich man geht zu Sparkasse oder Volksbank, die hätten uns wahrscheinlich die Tür gewiesen.

    Bei einem 12-jährigen Kind, das vom Thema Sexualit bisher weitgehend abgeschirmt wurde

    Lies: Bei einem 12-jährigen Kind, das bisher gut "christlich" verdruckst unter Tabuisierung und Verpeinlichung alles Sexuellen erzogen wurde.
    edit: Und wie lange sollte man ein Kind denn vom Thema "Sexualität" denn Deiner Meinung nach abschirmen?

    Was ist denn, wenn so ein Kind nach dem Aufklärungsunterricht auf die Idee kommt diese Dinge aus dem Aufklärungsunterricht mit einem Mitschüler mal auszuprobieren.

    Dann probieren die beiden diese Dinge mal aus.

    Wer übernimmt dann dafür die Verantwortung?

    "Verantwortung" impliziert ja irgendwie immer, dass etwas schlimmes passiert ist. Wo siehst Du das hier?

    Die Zahl der Ferientage ist bundesweit einheitlich, soviel ich weiß.

    Warum sind zwischen Kassel und Hannover auf 150 km gerade gefühlt zwanzig Baustellen? Und warum war zwischen Flensburg und Ålborg auf über 300 km keine einzige und die Autobahn war trotzdem super?

    Das erzähle ich mal meinem Vermieter:"Weil ich nur einen Teil meiner Gesamtarbeitszeit in diesem Raum verbringe und mir das Finanzamt aus diesen Gründen nur Teile der Mietkosten anrechnet, bezahle ich dieses Zimmer nur zu x%. Da dies auch von meinem Stundenplan abhängt, halte ich Sie fortan zu Änderungen an meinem Stundenplan auf dem Laufenden."
    Die Regelung ist eh eine Frechheit. Sei bloß kein Lehrer in Frankfurt, München, Hamburg, Köln etc.

    Wenn Du Deinem Vermieter dann gestattest, Dein Arbeitszimmer zu nutzen, wenn Du es gerade nicht brauchst, und Dein Vermieter damit einverstanden ist, sehe ich in einer solchen zusatzvereinbarung zum Mietvertrag kein Problem.

    Im übrigen wird das jetzt langsam albern. Die Gesetze sind, wie sie sind. Die Möglichkeiten, auf eine Änderung derselben hinzuwirken, muss ich hoffentlich keinem Akademiker erläutern. Dein Vermieter kann jedenfalls nichts dafür.


    ich bin nicht hier, um Gerüchte zu verbreiten. Es ist definitiv in BW möglich, da jemand, den ich kenne, das gemacht hat (als Erzieher arbeiten). Dass man automatisch Erzieher wäre, habe ich nicht behauptet. Plattenspieler hat das inzwischen untermauert. Also nochmals: Definitiv kein Gerücht!

    Nebenbei bemerkt: Mit mehrjähriger akademischer Ausbildung (inklusive längeren Praktikumsphasen im pädagogischen Bereich) zumindest gleichwertig als Erzieher oder zumindest pädagog. Assistent (mit Fortbildungsoptionen) arbeiten zu können, ist nicht weltfremd. Die wenigsten Leute mit 1. Staatsexamen dürften das überhaupt in Erwägung ziehen. Wer es dennoch macht: Hut ab!

    Ja, hast Recht. Ich habe ungenau gelesen. Wäre aber glatt interessant, was der TV-L unter "Fachkraft" versteht, vor allem im Hinblick auf die Eingruppierung.

    Ich gebe zu, das war eindimensionaler formuliert, als die Realität es ist und wird vielen grundanständigen Ausbildungsbetrieben nicht gerecht, die tatsächlich ihren künftigen Bedarf an Fachkräften ausbilden, nicht nur die günstigere Arbeitskraft eines Azubis ausbeuten wollen.

    Um ehrlich zu sein: Das ist mir immer noch zu krass formuliert. Die Zeiten, als der Azubi noch Lehrling hieß und erstmal nicht viel mehr machen dürfte als den Hof zu kehren und dem Meister das Auto zu waschen, dürften definitiv vorbei sein, zumindest wenn der Azubi halbwegs ausbildbar ist. Wer heute meint, sich nicht an die Ausbildungsordnung halten zu müssen, ist seinen Azubi schneller los, als "holmirmalneflaschebier" sagen kann.
    Nervende Eltern gibt's nicht nur in der Schule, by the way.


    soweit mir bekannt ist, kannst du mit bestandenem 1. Staatsexamen auch ohne Ausbildung als Erzieher tätig sein.

    Bei meinen Kommilitonen hielt sich damals hartnäckig das ebenso schwachsinnige Gerücht, man sei mit bestandenem EWS (erziehungswissenschaftlicher Teil des 1. StEx, eher ein Witz und das pädagogische Feigenblättchen für uns Gym-Leute) Diplom-pädagoge.
    In meinen Augen nur ein Beleg für die Weltfremdheit vieler Lehrämtler.

    Ich kenne einen ehemaligen Juristen (ohne 2. Staatsexamen), der ist inzwischen Krankenpfleger und ein glücklicher Mensch. Der hing aber auch eine Weile in der Luft und wusste weder ein noch aus. Das Leben geht weiter und ein eigenverantwortlicher Mensch wird sich neu orientieren und nicht die Flinte ins Korn werfen.

    Mit bestandenem 1. Staatsexamen ist man Diplomjurist und kann damit auf dem Arbeitsmarkt durchaus einiges anfangen, wenn auch die Karriere als Staatsanwalt versagt bleibt. Ich will Deinem Bekannten nicht in abrede stellen, dass er jetzt glücklich ist, vermute aber, als Jurist wäre er es ohnehin nicht geworden.

    Und das ist m. E. die Hauptcrux bei der Sache: Ein Studium dauert nun mal so lange, dass sich die Interessen und Neigungen währenddessen auch mal fundamental ändern können.

    Och, der aktuelle Fachkräftemangel würde das durchaus hergeben. Azubis sind schließlich für viele Betriebe dringend benötigte günstige Arbeitskräfte, um auf auf dem Markt bestehen zu können.

    Das klingt jetzt aber arg negativ. Tatsächlich ist es in den meisten Bereichen so, dass Azubis dringendst benötigte Gesellen von morgen sind - oft nicht, um den derzeitigen Boom mitnehmen zu können, sondern schlicht um den Laden nicht schließen zu müssen.

    Die Frage oben kann man auch umdrehen. Wo steht geschrieben, dass wir bei Unterrichtsausfall nach Hause gehen dürfen? Unsere Arbeitszeiten ergeben sich aus unserem Arbeitsvertrag. Sie umfassen mehr als die Unterrichtsstunden. Steht irgendwo, dass wir nach Hause gehen dürfen, wenn wir keinen Unterricht haben, ich meine, wenn unsere Stunden ausfallen?

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Steht irgendwo, dass die Lehrer in der Schule anwesend sein müssen, wenn sie keinen Unterricht haben? Wenn ja, wie lange? Und mit welcher Aufgabe?

    In diesem Zusammenhang auch immer wieder wichtig: Der Beamte arbeitet nicht, sondern übt ein Amt aus. Bezahlt wird der Beamte übrigens dafür, dass er nicht arbeitet, aber das steht auf einem anderen Blatt.

    Nix, nada, nüscht. An meiner Schulform gibt's keine Korrekturen.

    Wer von Euch hätte gern die Sommerferientermine eines anderen Bundeslandes?

    Schöne Grüße von der Fähre zwischen Læsø und Frederikshavn sendet
    Fossi

    Mann, Fossi! Endlich mal merken: Witze und Späßchen, aber auch pointierte Zuspitzungen NUR in der dafür vorgesehenen Rubrik.

    Reumütige Grüße
    Fossi

    PS. Das mit den Hausmeisterautos stimmt aber trotzdem. Kommt aber nicht vom E5, sondern von den Leberkäsbrötchen, die in der Pause verkauft werden.


    edit: Hätte ich jetzt WIRKLICH dazuschreiben müssen, dass mein Tipp bezüglich der weiteren Berufslaufbahndes TE nicht völlig ernst gemeint war?! Wird im Zweifelsfall wahrscheinlich schon daran scheitern, dass Hausmeister üblicherweise eine richtige Ausbildung brauchen (Holz, Elektro oder GWS).

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