Solosunny,
ich würde diesen (Straf)Regelkatalog nochmals etwas überarbeiten.
Ich arbeite an einer Förderschule -L mit vielen schwierigen Schülern im Oberstufenbereich. Und dieser Seiltanz zwischen "zu locker" und "penetrant streng" ist sicher nicht leicht.
Ich finde es gut, dass du dir Gedanken um die Disziplin in der Klasse machst und über die Konsequenzen, die bei Regelverstoß erfolgen.
Aber,
der beste Katalog hilft nicht, wenn du nicht konsequent jede (auch nur so kleinste) Regelüberschreitung ahndest.
Und da sehe ich das Problem.
Mia hat es ja schon sehr ausdrucksvoll beschrieben.
Ich würde die Regeln positiv formulieren.
Also, was erwartest du von den Schülern.
Die Vorschläge von Mia gefallen mir sehr gut.
Oft wissen nämlich die Schüler wirklich nicht, was man eigentlich von ihnen erwartet.
Und vorallem das Ganze so formulieren, dass es auch leseschwache (Ausländer?) Schüler kapieren.
Und dann überleg dir, welche Konsequenz das hat, wenn eine Regel nicht eingehalten wird.
Und zwar in eine Art Abstufung.
Also,
Schüler kommt das 1. Mal zu spät, z.B. Ermahnung, auf Konsequenz hinweisen (auch humorvoll "Herr ... bei uns ist es üblich pünktlich zu sein" oder ähnlich)
Schüler kommt das 2.Mal zu spät, Verwarnung, Konsequenz androhen.
beim 3. Mal Konsequenz durchziehen.
Das war jetzt nur ein Beispiel.
Ich will nur sagen:
Droh nur Konsequenzen an, die du auch durchziehen kannst. Und die du noch überblickst.
Sonst spielen dich die Schüler gnadenlos aus.
Und das ganze muss auch durchführbar sein.
(Nicht dass zum Schluss 20 von 25 Schüler vom Unterricht ausgeschlossen sind und irgendwo im Schulhaus Randale machen, weil sie zu spät gekommen sind, das Handy benutzt haben oder ähnliches.)
Ich wünsch dir viel Glück,
und vergiss trotz allem nicht den Schülern mit einem offenen Ohr und viel Humor zu begegnen.