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Meine Kolleginnen können es absolut nicht begreifen, dass ich integrativen Deutschunterricht mache. Bisher hatte ich noch wenig Kontakt zu den Eltern, aber auch die haben es nie anders erlebt als diese stundenweise Aufteilung. Ich stehe da also allein auf weiter Flur zusammen mit dem Rahmenlehrplan.
Hm - diese stundenweise Einteilung gibt es bei uns eigentlich garnicht mehr.
Aber ich seh dein Problem schon, da musst du jetzt auch noch Überzeugungsarbeit leisten.
Ich finde deine Idee, die Teilbereiche im Wochenplan auszuweisen übrigens gut, damit hast du deine "stundenweise Einteilung" und musst dich nicht ständig rechtfertigen.
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Hast du eine Klassenbibliothek? Wir haben sowas nicht, Geld gibts auch nicht.
Ich habe mir meine Klassenbücherei so aufgebaut:
- Bücher meiner eigenen Kinder
- "Bettelbriefe" an Verlage
- ein paar Euros jedes Jahr vom Etat und vom Elternbeirat - dafür kauf ich auf Flohmärkten, Kinderbasaren und bei ebay gebrauchte Bücher ein
- Spenden (Buch- und Geld) der Eltern
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Und wenn du diese Phasen beendest, wie machst du das?
Wenn ich z.B. solche Phasen beende, müssen auch Kinder ihre Arbeit unterbrechen, nicht jeder wird "fertig", mit dem was er oder sie sich vorgenommen hat. Das führt zu großem Gemaule, einige Kinder machen einfach weiter und hören gar nicht mehr auf mich und es dauert ca. 5 Minuten, bis es weitergehen kann. Passiert bei dir sowas auch?
Asche auf mein Haupt
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Ich beschreib so Sachen immer locker flockig dahin, aber du hast natürlich recht, es dauert, bis man die Schüler soweit hat, dass das problemlos klappt.
Rechtschreiben üben habe ich so eingeführt:
Jeder hat einen Karteikasten mit seinen Fehlerwörtern (am Anfang reicht sicher auch eine Liste mit Wörtern) , eine Zusammenstellung, wie man die Wörter üben kann (zuerst nur Einzelarbeit-wegen Lärmpegel-später auch Partnersachen) und einen Übersichtsplan zum Eintragen erledigter Arbeiten. Dann braucht jeder Schüler noch seinen Schreibblock und sein Federmäppchen.
Bevor es losgeht müssen alle Sachen am Tisch bereitliegen.
Dann sage ich den Schülern bis wann sie Zeit zum Üben haben. (Uhr hängt für alle sichtbar)
Auf ein Zeichen hin (z.B. Gong- oder 3-2-1-los) fangen alle zu arbeiten an. Kurz vor Ende der 10 Minuten spiele ich leise Musik ein. - das Zeichen, dass die Arbeitszeit bald rum ist und die letzte Übung fertig gemacht wird.
Wenn die Musik aus ist hören alle zum Üben auf und tragen die geübten Sachen in ihrer Übersicht ein (Datum bei der Übungsnummer). Ich gehe rum, unterschreibe auf dem Übungszettel und auf dem Übungsplan.
(Da die Schüler nach der Unterschrift "geiern", hören sie im Normalfall sofort zu Üben auf und tragen das Geübte im Plan ein, sonst unterschreib ich nicht.)
Wenn jemand mit der Übung nicht fertig wird, macht er sie einfach am nächsten Tag fertig. Dann unterschreibe ich und alles ist okay.
Hm-alles klar??? 

Und das läuft jeden Tag gleich ab. Die Schüler wissen, was auf sie zu kommt, sie kennen die Übungen und müssen sich nicht mehr ständig austauschen.