Beiträge von Eugenia

    https://www.kmk.org/aktuelles/arti…nd-o-bunde.html

    Ergebnis des "Expertengesprächs Lüften". Grundtenor: Lüften reicht, alle 20 Minuten für 3-5 Minuten und in den Pausen, dabei wird es auch nur 2-3 Grad kälter im Raum. Sagen die Experten. Jetzt werden Handreichungen entwickelt "Wie lüfte ich richtig?" Wahrscheinlich ein 20 seitiges Papier mit intensiven Anleitungen, wie man den Fenstergriff betätigt.

    Dazu passend: https://www.geb-info.de/nachrichten/co…ueftungstechnik. Der Bund gibt 500 Millionen für Corona-gerechte Umrüstung von Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden aus.

    Aber die Handreichungen für uns werden bestimmt auch ganz toll. Und so billig ....

    die Kitas und GS fahren das Modell schon länger so und da hat sich das bis jetzt nicht unbedingt als Problem herausgestellt.

    Kitas und Grundschulen haben auch nicht locker über 1000 Schüler, die sich nicht mehr in klaren Gruppen auseinanderhalten lassen. Bei uns (großes Gymnasium in Hessen) gab es von Anfang an keinen Mundschutz in den Klassen. Ich kenne kaum einen Kollegen, der nicht mit massiv mulmigem Gefühl vor der Klasse steht.

    Also hier im Kreis sind alle Fälle von Schulschließungen oder Teilquarantänen nicht auf infizierte Lehrer zurückzuführen, sondern auf Schüler, die die Eltern z.T. nach der Rückkehr aus Risikogebieten einfach mal in die Schule geschickt haben, ohne das Testergebnis abzuwarten.

    Aber trotzdem denke ich, dass man das mangelnde Engagement der Kommunen aus den letzten xx Jahren und die Konsequenzen daraus nicht dem Ministerium vorwerfen kann.

    Man kann den Ministerien aber vorwerfen, dass sie in der Öffentlichkeit den Anschein erwecken, ihre Vorgaben ließen sich problemlos umsetzen, und die Probleme auf kommunaler Ebene, die auch an den Kultusministern in den letzten Jahren nicht vorbei gegangen sein können, einfach wegschweigen oder im Zweifelsfall "Wenden Sie sich an X, da sind wir nicht zuständig" sagen. Jeder schiebt dem anderen gerade die Verantwortung zu - und am Schluss landet der Mist bei den Lehrern und Schulleitungen, die sehen können, wo sie bleiben.

    Also mein Mann arbeitet auch von zu Hause aus. Die Schule hat schon vor den Ferien Tandems mit Kollegen gebildet, für die er den Unterricht vorbereitet. D.h. im Grunde ist er dafür federführend verantwortlich, sie halten ihn dann in der Schule. Er wird auch alles korrigieren, was anfällt. Wie das klappt, werden wir sehen. Ich habe jetzt schon von anderen Schulen gehört, wo das auch so gehandhabt wird.

    Eine Frage zum Schuljahresbeginn: Macht ihr eigentlich die üblichen Jahresanfangskonferenzen oder Vorbereitungswochen wie üblich in der Schule? Hier im Kreis wird das offenbar ganz unterschiedlich gehandhabt. Bei uns findet keine Einstiegs-Dienstbesprechung statt, alles wird online weitergegeben, die Gesamtschule am Ort trifft sich, als wäre kein Corona, mit über 100 Kollegen zur Konferenz.

    Ich habe den Eindruck, diese Tests, die es auch hier in Hessen gibt, haben mehrere Funktionen.

    1. Natürlich vordergründig die Information, ob man selbst sich infiziert hat, für den einzelnen Lehrer. Dass dem Staat unsere Gesundheit dadurch besonders wichtig ist, sehe ich auch nicht. Sonst würde man sinnigere Konzepte zur Ansteckungsprävention bieten, nicht testen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Klar werden dadurch eventuell Kollegen herausgefischt, die sonst andere weiter anstecken könnten, und Infektionsketten werden vll. verkürzt, der Beigeschmack bleibt: Sie arbeiten jetzt mal ohne Mundschutz, Abstand etc. (so hier in Hessen bei uns) und dann können Sie ja regelmäßig prüfen lassen, ob es Sie erwischt hat.

    2. Die Tests wirken wie eine Art Seismograph. Man merkt quasi, ob das Virus an einer Schule zugeschlagen hat und evtl. schon symptomlos unter den Schülern grassiert oder im Kollegium.

    3. Ich glaube auch, dass man durch die Testreihen Einblick in die Verbreitung des Virus in Schulen bekommen will. Quasi als Teil der Erforschung des Virus.

    4. Politische Profilierung. :)

    Bin übrigens auch gerade auf der Suche nach einem testenden Arzt, bisher erklären sich alle für überlastet.

    Zum Thema Lehrerzimmer: Bei uns gibt es da keine besondere Regelung, mehr "Augen zu und durch". Hessen sagt ja auch, es soll Abstand gehalten werden, wo es möglich ist. Und die Schulleitung stellt sich auf den Standpunkt: Ist im Lehrerzimmer eigentlich nicht möglich, also muss auch kein Abstand gehalten werden. Sprich: wer auf Abstand Wert legt, muss irgendwie das Lehrerzimmer umschiffen.

    Mal eine allgemeine Frage, Fokus auf Hessen: kann eine Schule alleine entscheiden, die ursprüngliche Regelungen vor den Sommerferien, also beispielsweise nur zwei Präsenztage oder Einteilung in A und B und wöchentlichen Unterricht in Präsenz, beizuhalten? Oder ist man als Schule vorerst "gezwungen" in den "normalen" Unterricht zu wechseln?

    Also ich dachte, dass alle Schulen in den "normalen" Unterrichtsbetrieb gehen. Der Schulleitung bleibt es nur überlassen, zu entscheiden, ob auf dem Schulgelände Masken getragen werden.

    Natürlich kann sie das, mir war nur nicht ganz klar, was mit "noch keine Bestätigung vom Arzt" gemeint ist. Schwanger laut Selbsttest und noch nicht beim Arzt gewesen oder nur keine schriftliche Bestätigung des Arztes.

    Und warum sollte sie dies tun? Sie kann es sofort mitteilen, dazu braucht es keinen Arzt.

    Natürlich kann sie das, mir war nur nicht ganz klar, was mit "noch keine Bestätigung vom Arzt" gemeint ist. Schwanger laut Selbsttest und noch nicht beim Arzt gewesen oder nur keine schriftliche Bestätigung des Arztes.

    Du hast eine Risikovorerkrankung und bist schwanger? Dann mach dir keine Gedanken, ob die anderen Kollegen schlecht über dich denken. Was hilft dir, was die Kollegen denken, wenn die Sache schief geht? "Ausbaden" musst du das dann allein für dich, da hilft dir auch kein Kollege und keine Schulleitung, nur weil du dich "tapfer" hingeschleppt hast. Und für das Baby ist eine permanent dauergestresste Mutter, die die Situation noch gesundheitlich belastet, auch nicht gut. Ich würde zum Arzt gehen, die Schwangerschaft bestätigen lassen, mich mit ihm beraten und dann die Schulleitung informieren.

    https://www.news4teachers.de/2020/07/kurz-v…f-YPKQePox0loWY Zur Maskenpflicht in Berlin. Kurios finde ich dabei den Einwand der CDU:

    «Ich halte eine Maskenpflicht zum jetzigen Zeitpunkt für nicht sinnvoll. Das ist Panik statt Planung», sagte CDU-Bildungsfachmann Dirk Stettner. Unklar sei zum Beispiel, was mit Schülern passiere, die keine Maske trügen, oder solchen, bei denen die Eltern das ablehnten. Die Schulen würden alleingelassen. "

    Die Schulen werden nicht dadurch alleingelassen, dass Regelverstöße sanktioniert werden müssen, sondern durch die allgemeine Konzeptlosigkeit in der Planung. Die Haltung ist offenbar "Oh, es könnte sich ja jemand nicht dran halten oder es nicht gut finden - dann lassen wir es doch lieber ganz."

    Ich wundere mich immer noch, wie Kollegien oder Schulleitungen Kompetenz in medizinischen Fragen eingeräumt wird.

    Ja, das wundert mich auch. Demnächst können Lehrer und Erzieher dann sogar entscheiden, ob ein Kind, das hustend in die Schule kommt, nur eine Erkältung hat, oder vielleicht doch Corona-Symptome, mit denen es heimgeschickt wird. Alles nur auf Augenschein - da klage mir noch mal einer über fehlende Kompetenz im Lehrerberuf ;)

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