@ Stille Mitleserin:
Also gegen die von dir geschilderte Überaktivität gibt es probate Gegenmittel, z.B.:
1. Fahrdienst zum Schwimmen und Klassenraumstreichen: Deutlich machen, dass das Zuständigkeiten des Schulträgers sind. Eltern und Lehrer sind weder Renovierungsdienst noch Chauffeure, zumal etwa in Hessen solche privaten Transporte zu Schulveranstaltungen inzwischen untersagt sind. Wie wäre es denn mal mit einer Elterninitiative: Unterschriften sammeln und beim Schulträger vorlegen für Transportmittel und professionelle Renovierung?
2. Basteln, Klassenfest, Kuchenverkauf, Winterfahrt, Theaterfahrt: alles Dinge, die kein Mensch machen muss. Man könnte auch einfach mal nur ganz einfach Unterricht machen. Allerdings werden gerade solche Aktivitäten nach meiner Erfahrung z.T. vehement von Eltern eingefordert, und Kollegen ziehen mit oder meinen, es tun zu müssen wegen der schon viel zitierten leuchtenden Kinderaugen - oder weil es sonst massiv Stress mit den Eltern gibt nach dem Motto "Ihre Kollegen machen das aber auch." Da hilft manchmal auch ein mutiges "Nein" beim Elternabend. Schon probiert? Vielleicht sind die begleitenden Lehrer um etwas Freizeit auch ganz dankbar. Es sei denn, es sind Exemplare "überengagiert mit zu viel Zeit, lebt nur für die Klasse". Dann hilft erneut das besagte "Nein".
3. Hefte, Stifte, Arbeitsmaterial besorgen kann und wird dir keiner abnehmen, genauso wie individuelle Probleme stemmen und üben. Das gehört beim Kind als Nebenwirkung dazu. Wenn es hier überhand nimmt mit den häuslichen Arbeitsaufträgen: ansprechen. Vielleicht kann die unterrichtende Lehrkraft ja kompetent Hilfestellung geben oder beraten?! Beim Mitbringen von Blättern, Wolle etc. kann es auch meiner Erfahrung nach manchmal sein, dass Lehrer etwas übers Ziel hinaussschießen, aber darüber kann man reden.
4. Sich auf die eigene Rolle besinnen - Eltern. Und Lehrer auch mal Lehrer sein lassen und Grenzen und Kompetenzen akzeptieren.