Arbeitsblatt: Ich vergleiche das mal mit der Uni. Dort wird ja erwartet, dass die Hausarbeiten auch nach bestimmten Formalitäten verfasst werden. Wenn also die Formalitäten bei Arbeitsblättern wichtig sein sollten, kann man das ja einmal als Musterbeispiel bei Word o.ä. vorbereiten und bei jedem weiteren Arbeitsblatt übernimmt man einfach Schriftgröße, -art, Kopfzeile etc. So viel Arbeit macht das letztendlich auch nicht.
Ich könnt ja lachen. So viel Arbeit macht das natürlich nicht, aber da man nicht jedes Arbeitsblatt daheim am Computer erstellt, sondern sich manches auch von Kollegen oder aus dem Lehrerhandbuch kopiert, macht es eben doch arbeit. Da muss gescannt oder geschnipselt und geklebt werden.
Bei uns wird ein immer gleicher Rahmen um ein Arbeitsblatt zwar gern gesehen, ist aber nicht verpflichtend. Ist halt wieder einer der vielen Zeitfresser, die an sich nicht viel Arbeit machen, sich aber schnell summieren...
Bei uns im Ref wurde jede UV, also vom Seminarleiter besuchte und bewertete Unterrichtsstunde, genauestens besprochen, und es wurden IMMER positive wie negative Aspekte genannt. Man wusste dann schon selbst, wenn auf der negativen Seite nichts anderes stand als "hätte den stummen Impuls deutlicher setzen können / hätte die Wortkarte auf hellgrün drucken können...), dann war die Stunde eigentlich gut.
Die Seminarnote am Ende des Refs orientierte sich trotzdem meistens an der Lehrprobennote, und hatte mit der Bewertung der UVs nicht unbedingt viel zu tun. Bei Abweichungen müssen die Seminarleiter das wohl begründen, und da ging unsere dann doch lieber den Weg des geringsten Widerstandes.
Aber alles in allem, es nützt ja nichts, sich über das System aufzuregen, wenn man nicht vorhat, es zu ändern (siehe Beitrag oben). Buntflieger, steck deine Energie lieber in deine Stunden, und versuche die Kritik anzunehmen, anstatt dich so stark dagegen zu sträuben. Manchmal sieht man es in dem Moment nicht, aber hinterher wird einem klar, dass die Kritik vielleicht doch nicht komplett unberechtigt war.