Beiträge von Kathie

    Schöner Thread!


    Ich bin (unter anderem) eine gute Lehrerin, weil

    ... ich täglich versuche, jedem Kind mindestens einmal ein Erfolgserlebnis zu verschaffen oder ein nettes Wort zu sagen, sodass möglichst jeder meiner Schüler mittags mit einem guten Gefühl nach Hause geht.

    Hallo liebe Alle,

    Ich arbeite als Honorarkraft in der Nachmittagsbetreuung einer Grundschule. Ich habe bei einer Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung angefragt, ob wir eine gemeinsame AG einführen.


    wie wird das Thema Inklusion und Behinderung thematisiert.

    Hat jemand eine Idee bezüglich Vorstellungsspiele, Aktivitäten in der AG oder sogar Materialien für die gemeinsame AG oder die AG nur für die Grundschüler?

    Das kommt mir ein bisschen vor wie im Zoo. Entschuldige die harten Worte. Was ist denn das Ziel der AG? Unbefangener Umgang miteinander? Berührungsängste (seitens der "normalen" Kinder) abbauen?

    Wenn du eine AG mit geistig beeinträchtigten Kindern machen willst, kannst du doch während der AG das Thema Behinderung nicht thematisieren. Das fühlt sich für die Betroffenen sicher nicht besonders toll an. dazu sind sie auf jeden Fall noch zu klein, um quasi als Anschauungsobjekt vorgeführt zu werden.

    Ich war seit meinem 16. Lebensjahr nicht mehr Single, würde aber hoffen, dass ich im Fall der Fälle genug Mut hätte, auch alleine Urlaub zu machen! Dazu müsste ich mich allerdings irgendwie zwingen, vermute ich.


    Warst du in letzter Zeit mal alleine im Kino oder hast sonst eine "Partneraktivität" ganz alleine gemacht (also auch nicht mit Freunden, sondern wirklich nur du)?

    Ja okay, die ist auch echt.
    dann gibt es für mich keine fiktive Lehrerin, die auch nur annähernd realistisch ist.


    Blöde Frage, wer hat die denn gestellt? :P
    Ich mag das fliegende Klassenzimmer, von früher noch. Derzeit meide ich Filme mit dem Thema Schule, das ist für mich nicht entspannend genug.


    Magst du Nebelwetter?

    Das bezweifle ich. Jedenfalls, dass eine Ansage der Eltern bei Grundschülern wirklich langfristig und nachhaltig wirkt. Mag sein, dass sie sich am nächsten tag kurz zusammenreißen, aber wenn da nicht sonst noch anderes passiert, dann sind die Kinder schnell wieder drin in ihrem Störverhalten.

    Die drei Referendare aus dem Film "Zwischen den Stühlen" ? Ok, die sind nicht fiktiv... .
    Keine Ahnung, ich fand auch Frau Freitag erschreckenderweise sehr realistisch, bei uns läufts ganz ähnlich.


    Dein liebster Film, der das Thema Schule in irgendeiner Art beinhaltet?

    Du musst ihnen den Spaß nehmen. Meine Großen bekommen ihre Aufmerksamkeit, die sie oftmals noch brauchen, dann eben humorvoll. Ich frage dann schon mal nach "Brauchen Sie gerade viel Aufmerksamkeit von mir? Fühlen Sie sich vernachlässigt?" Übrigens antworten recht viele Schüler ganz ehrlich mit einem Ja.


    Ich würde das Pädagogische voll ausschöpfen, bevor ich die harten Sachen angehe. Die Eltern sollten informiert sein, klar, aber ich möchte meinen Schulkram erstmal alleine lösen. Das ist mein Job. Die Autorität der Eltern nutze ich nur im Sonderfall, wenn es wirklich hart auf hart kommt (gar kein Schulbesuch mehr, Alkoholmissbrauch etc.).


    Zu Punkt 1:

    Spaß nehmen ja, bin ich der gleichen Meinung. Jedoch würde ich auf humorvolle Aufmerksamkeit und diese Fragen "Fühlt ihr euch vernachlässigt" noch verzichten, da die Drittklässler (zumindest unsere) da noch nicht reif genug dafür sind.
    Ich würde ihnen den Spaß nehmen, indem ich einfach sehr ruhig bleibe, sie geschickt hinsetze, sie mit strengen Blicken bedenke und mich generell nicht auf ihre Spielchen einlasse.
    Sie verweigern die Arbeit? Okay. Notiz ins Arbeitsheft, nachzuholen daheim bis dann, wenn es dreimal vergessen wurde, Hinweis an Eltern rausschicken.
    Sie stören die Klasse? Okay. Weiterarbeit in Nachbarklasse bis ans Ende der Stunde.
    Sie verhalten sich respektlos? Okay. Nachdenkaufgabe bzw. Entschuldigung bis zur nächsten Stunde schreiben, mit Unterschrift der Eltern. Wird das vergessen, gleiches Vorgehen wie bei vergessenen Hausaufgaben.

    Zusätzlich dazu: Die Jungs ganz normal behandeln, normal aufrufen, normal loben (nicht allzu überschwänglich, aber schon so, dass sie möglichst oft ein kleines Lob bekommen).


    Zu Punkt 2: Ich versuche auch, möglichst viel ohne Eltern zu lösen. Die Eltern können auch oft nicht viel machen, da sie ja schlicht und ergreifend am Vormittag nicht anwesend sind und nur bedingt beeinflussen können, wie der Nachwuchs sich verhält.


    Viel Kraft wünsche ich dir!

    Die Lehrerin meines Sohnes sagte: "Elternstammtisch ist für Sie Eltern gedacht, da komme ich als Lehrerin nicht dazu." Wurde akzeptiert. Seither bin ich da auch mutiger geworden, wenn es mir nicht passt ;-).

    Ähnlich halte ich es mit WhatsApp Gruppen. Können die Eltern sehr gerne machen, ich als Lehrerin gehe nicht in die Elterngruppe. Auch das wurde immer akzeptiert.

    Bei von den Eltern organisierten Festen, Abschied einer Klasse z.B., nehme ich schon teil, verabschiede mich aber nach einer Stunde. Ohne große Begründung, einfach "Ich muss jetzt los, Danke für alles, feiern Sie noch schön."

    An dieser Schule sind vielleicht 600 Kinder, teilweise sind die Eltern getrennt, man müsste also rund 700 Eltern den Onlinezugang mitteilen, was aus Datenschutzgründen (?) nicht passieren soll. Warum sollte einer Person ein Sonderrecht gewährt werden?

    Naja, Sonderrecht... Man könnte einfach nicht so ein Tamtam drum machen, und der Mutter den Zugang sagen, wenn sie danach fragt.
    Ich denke nicht, dass das vom Datenschutz her problematisch ist, denn sie hat ja als Mutter einer Minderjährigen ein Anrecht darauf (nach meinem Verständnis - aber korrigiert mich, wenn ich falsch liege; ich kenne mit mit den Kindern bis Klasse 4 aus und die dürfen wir unangekündigt keine Sekunde vor dem offiziellen Unterrichtsende rauslassen).

    Wäre ich die Mutter, würd ich mir den Zugang wohl von befreundeten Familien holen, deren Kinder ihn daheim mitgeteilt haben. Von Schulen unserer Freunde kenne ich es so, dass der Zugang daheim einfach allen bekannt ist, also Kindern und Eltern. Dass den Zugang NUR das Kind haben darf und er vor den Eltern quasi geheimgehalten wird, das empfinde ich als merkwürdig. Weil, wie gesagt: minderjährig.

    Verstehe ich das richtig, es gibt eine online einsehbare Version des Vertretungsplans, zu dem die Schüler Zugang haben? Und sie sollen dann diese Information mit den Eltern teilen?

    Mir ist wirklich nicht klar, warum man der Mutter, die ja anscheinend begründete Sorgen hat, den Zugang nicht einfach mitteilt, wenn die Tochter das nicht tut.

    Ja, oder das.

    Dennoch ist die Schülerin minderjährig und es wäre sicherlich kein großes Problem, den Eltern Zugang zum Vertretungsplan zu gewähren, und vielleicht ist es sogar ihr gutes Recht, ganz egal ob einige das als Helikoptermutterverhalten einstufen oder nicht.

    Für mich ist es einfach eine Anfrage einer besorgten Mutter. Da wir die Gründe nicht kennen, ist eine zynische Antwort vielleicht fehl am Platz.

Werbung