Beiträge von Kathie

    Ja, da hast du recht.
    Wenn das Kind allerdings lernzieldifferent unterrichtet wird und in bestimmten Fächern keine Noten bekommt, dann kann man durchaus die Leichte Sprache nutzen, auch in Lernzielkontrollen. Dann profitiert das Kind. Vergleichbar ist es sowieso nicht mehr.

    Die Leichte Sprache ist vorwiegend für Menschen mit Behinderungen gedacht, steht in dem Artikel.
    Was ist jetzt daran schlimm? Ist doch gut, wenn man Erkenntnisse darüber hat, wie ihnen das Lesen und Verstehen leichter fällt, und darauf zurückgreifen kann, wenn man Inklusionskinder in der Klasse hat. Förderschullehrer schreiben Arbeitsanweisungen vermutlich sowieso seit jeher in Leichter Sprache - nun hat das ganze eben einen Namen bekommen.
    Gebärdensprache gibt es ja auch für Hörgeschädigte, das ist selbstverständlich.

    Dass die Leichte Sprache unsere normale Schriftsprache nicht verdrängen, sondern nur im Notfall ergänzen soll, ist doch eigentlich logisch.

    Also bitte. Du hast doch geschrieben, dass in den 70er Jahren das Singen im Westen verpönt war. Und ich sage, lies mal hier den Thread, nachdem jeder Gesangserfahrung in der Schule hat, muss wohl gesungen worden sein.


    Und ja, ich erinnere mich gut an meine eigene Grundschulzeit und auch an den Musikunterricht da (eben weil ich ihn nicht mochte), ich kann noch die Lieder und so weiter. Das war in den 80er Jahren. Echt, du erinnerst dich an kaum was aus deiner Grundschulzeit? Ich weiß noch ganz viel von damals.

    "Bei uns wird bei Feiern kaum noch zusammen gesungen, während Menschen anderer Herkunft das gern und leidenschaftlich tun" schriebst du. Okay, nicht ständig. Das habe ich falsch wiedergegeben. Aber trotzdem: wer singt bei Feiern leidenschaftlich? Sag doch mal!

    Jedenfalls ist nun klar geworden (siehe Zitate aus den und über die 1970er Jahre), warum die Deutschen bei Feiern u.a. Gelegenheiten (kommt mir jetzt bitte nicht mit dem Massengegröle bei Fußballspielen) nicht mehr / kaum noch singen, während Menschen anderer Herkunft das so gerne und leidenschaftlich tun – und wir sitzen daneben und schauen verblüfft zu und ich, ehrlich gesagt, auch immer etwas neidisch. :(

    Ist mir persönlich noch nie passiert. Hä? Welche Herkunft haben denn diese Menschen, die ständig zusammen singen?

    Dass in den 70er Jahren nicht gesungen wurde, stimmt aber so nicht (wie man hier deutlich lesen kann - jeder von uns hat Gesangserfahrungen). der Musikunterricht war ein anderer und hat viele demotiviert oder gar traumatisiert, das mag sein. Aber gesungen wurde bei uns viel!!!

    Ob und wie jemand hier einen Komplex an die Schüler weitergibt, weißt du doch überhaupt nicht.

    Ich sehe einen großen Unterschied zwischen Gedichte aufsagen und singen.
    Ein Gedicht kann man auswendig lernen und dann sagen. Ob es nun super betont ist oder nicht, ich kann mich drauf vorbereiten.
    Ein Lied kann ich zwar auswendig lernen, aber wenn ich Pech habe und die Töne nicht treffe und nicht halten kann, dass wird das Vorsingen, trotz Vorbereitung und Textsicherheit, zur Qual.

    Das sagt jemand, der in der 9. Klasse vor der ganzen Klasse "Memories" aus Cats singen musste und darauf auch eine 6 bekommen hat.
    Ferner hat mir ein Musiklehrer mal gesagt, ich solle bei der Aufführung nur meine Lippen bewegen, aber tonlos singen, weil ich es nicht könne.
    Ich bin also auch traumatisiert und hasse es, vor anderen zu singen. HASSE ES!!!!

    Zum Glück bin ich bislang drum herum gekommen, Musikunterricht geben zu müssen, ansonsten würde ich viel mit CDs machen.

    Mir ist schon öfter aufgefallen, dass gewisse Eltern echt davon ausgehen, ihre Kinder seien deswegen so toll, weil sie alles richtig gemacht haben.

    Ich warte dann immer ab. Irgendwann gibt es eigentlich bei allen Probleme. Und oft erweisen sich die schwierigeren Klein- und Schulkinder als erfolgreiche junge Erwachsene, während die funktionierenden, Erwartungen-erfüllenden Kinder später rebellieren.

    Aber egal. Schön, dass es bei euch (derzeit) so gut läuft. Ich wäre an deiner Stelle nur vorsichtig mit solchen Aussagen, die andere Kinder und andere Erziehungsstile schlecht machen.

    @Kathie
    Nein. Das Geld gilt explizit für das Auslandsschuljahr. Und junge Menschen wollen das grundsätzlich; es ist ein Abenteuer und es ist auch schön von den Eltern mal getrennt zu sein.

    Irgendwelche Stubenhocker oder Mami-Kinder die ständig Heimweh haben :angst: ...geht gar nicht.


    Seh ich anders. Junge Menschen wollen das nicht grundsätzlich, es kommt auf den Charakter an.
    Scheinbar hast du Kinder, die deinen Ansprüchen genügen. Glück für die Kinder! Ich stell mir gerade vor, was du tun würdest, hättest du ein ängstliches Heimweh-Kind... Wahrscheinlich würdest du deine Ansichten irgendwann ändern, man kann es für das Kind nur hoffen.

    Ich finde es gerade für einen Lehrer krass, so zu denken. Als wäre nur ein einziger Weg der richtige, als wäre nur eine einzige Charaktereigenschaft akzeptabel.

    Hinsichtlich der Grundschule habe ich Angst, dass das Niveau inhaltlich für mich selbst schnell öde und langweilig werden könnte, da ich doch einen gewissen Anspruch an mich habe (was nicht heißen soll, dass GS-LehrerInnen in irgendeiner Form anspruchslos seien, ich habe den größten Respekt vor dieser Arbeit, ich meine nur den Lehrstoff an sich)


    Der Lernstoff in der Grundschule ist keine Herausforderung und wenn du einen Turnus mehrmals machst, kann es teilweise schon etwas langweilig werden. Die Herausforderungen im Unterrichten an einer Grundschule liegen ganz woanders, der Lernstoff ist halt Grundschulniveau ;-).

    @Sissymaus
    Kinder zwingt man nicht. Man beeinflusst sie durch seine Vorbildfunktion. Man zeigt die Vorteile die man durch diese Erfahrung gewinnt. Bei uns funktioniert es.

    @lamaison2
    Junge Menschen müssen lernen, dass selbst wenn die Eltern gut verdienen, sie für sich Verantwortung übernehmen müssen.

    Ich habe in den Semesterferien gearbeitet und von meinem Ersparten aus dem Arbeitsleben gelebt. Es geht und ist prägend. Besser als ständig Uni-Parties und weit über Regelstudienzeit an der Uni sein.

    Für mich wäre es ein Graus Kinder zu haben, die eine Anspruchshaltung zeigen, in der Mama und Papa alles zahlen und jegliche Widerstände beseitigen.

    Du kannst Kinder zwar durch deine Vorbildfunktion beeinflussen, dennoch sind sie eigenständige Menschen mit vielleicht ganz anderen Vorstellungen von einem gelungenen Leben als du.
    Wie alt sind deine Kinder denn? Ich würde mal vermuten: noch recht jung. Oder "leicht zu haben", bislang jedenfalls. Bin gespannt, ob das alles so aufgeht, wie du es planst.

    Das hört sich alles sehr emotionslos an, was du da schreibst. Es gibt ein Depot für die Erfahrung "Auslandsjahr", und wer drauf verzichtet, bekommt das Geld nicht.
    Bei uns ähnlich, nur hätte ich das nie so gedacht oder geschrieben, vielmehr verhält sich bei uns die Lage so: Wenn meine Kinder ein Auslandsjahr machen wollen, dann werde ich ihnen das finanzieren.

    Wer schrieb das mit dem Wohnmobil-Aufkleber "Wir verprassen das Erbe unserer Kinder"? Find ich auch total daneben. Klar kann man Urlaube machen und sich was gönnen, aber der Aufkleber... Hm. Wahrscheinlich entweder eine ganz merkwürdige Art von Humor oder ein total gestörtes Eltern-Kind Verhältnis. Ich spare jetzt nicht ständig drauf hin, aber bin doch beruhigt, meinen Kindern später Wohneigentum hinterlassen zu können, damit sie abgesichert sind, komme was wolle.

    Würde von ihnen auch keine Miete verlangen, wenn sie später nochmal hier bei uns wohnen wollen / müssen. Hab ich auch schon erlebt, Student zieht aus WG aus, zieht kurz daheim ein (während er was anderes sucht) und muss für sein altes Zimmer Miete zahlen. Das fand ich damals erschütternd und sehe ich immer noch so. Es ist sein Elternhaus und kein Hotel.

    Einfache Gerichte kochen können meine Kinder mit 12 / 13 schon. Nudeln mit Soße, Rührei, Salate, Fischstäbchen... Ich schätze, wenn jemand im Studentenalter zu doof ist, die Folie von der Pizza zu entfernen, liegt das vielleicht eher am Alkoholpegel :sterne: Kleiner Scherz. Oder auch nicht.


    Ich würde ihr ein Kochbuch schenken zum Auszug, irgendeinen Klassiker mit Rezepten für alle Lebenslagen.
    Und vielleicht erstes Putzzeug, einen kleinen Staubsauger und Wischzeug. Das geht ins Geld und macht nicht soo Spaß, es sich selbst zu kaufen.
    Besprechen würde ich vielleicht, wie man ein Haushaltsbuch führt, oder wie man clever haushaltet.


    Alles andere ist doch auch leaning by doing und in Notfällen kann ja telefoniert werden.

    P.S.: Gebügelt hab ich seit meinem Auszug daheim vor gefühlt 2000 Jahren noch nie...

    Das ist in der Grundschule halt schon anders, da fotografiert kein Schüler den anderen. Das Album zum Schuljahresende war immer eine sehr nette Erinnerung und die Kinder und Eltern haben sich darüber sehr gefreut. Wenn man nochmal sieht, was man in seinem ersten Schuljahr so erlebt hat:
    - erster Ausflug zum Zebrastreifen
    - Besuch beim Puppentheater
    - Weihnachtsbasar
    - die Klasse verkleidet sich zu Fasching
    ...

    Aber ich persönlich kann auch gut ohne Fotos leben, ist weniger Arbeit und wenn ich mich dazu auch noch rechtlich auf dünnes Eis begeben würde, dann ist es das nicht wert.

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