Beiträge von Kathie

    Pfui. Nee, sowas gibt bei uns dann eben richtig Ärger, weil wir ja schon eine sehr kulante Regelung mit den Jokertagen haben. Das System ist aber grundsätzlich ein recht gut funktionierender Kompromiss. So ist's wenigstens für alle Beteiligten vorhersehbar.

    Das finde ich einen interessanten Ansatz.
    Wie viele Jokertage hat dann jedes Kind? Wer führt darüber Buch? Und wie funktioniert das, sagt man einfach "Paul kommt am letzten Tag vor den Osterferien nicht" und gut ist es? Oder muss eine Begründung her? Und was passiert, wenn ein Kind alle Jokertage aufgebraucht hat und dann trotzdem noch einen will?

    Prinzipiell finde ich es untragbar, Lehrmittelkosten auf die Lehrer umzulegen, es sei denn, man arbeitet an einer sehr kleinen Schule mit schlechter Finanzierung durch den Staat; ich denke mal, dass es an solchen Schulen generell familiärer abläuft.

    Also ich fände es auch bei ganz kleinen Schulen mit schlechter Finanzierung untragbar, Lehrmittelkosten einfach so auf die Lehrer umzulegen.

    Was Lehrer investieren (in Fachliteratur, Ausstattung etc pp) sollte meiner Meinung nach freiwillig sein. Wie ungerecht wäre das denn bitte: die eine Schule ist super ausgestattet, die andere nicht, und da werden dann halt die Lehrer verpflichtet, die Lehrmittel zu bezahlen?

    @ Morse: Oder weil sie das gut kompensieren können und keiner merkt, woran es eigentlich fehlt?
    Gedankenspiel (alles rein theoretisch): Ich habe nur 500 Kopien im Monat frei. Diese teile ich gut ein, arbeite viel aus dem Buch oder im Arbeitsheft. Kein Mensch merkt doch, dass es nur 500 Kopien im Monat gibt.
    Oder: Es gibt an der Schule keine Körperformen für den Geometrieunterricht, ich benutze also Teeschachteln als Quader und einen Ball als Kugel. Merkt wahrscheinlich wieder kein Mensch.
    Und Geld habe ich bis jetzt auch noch keins investiert - ich habe weder Kopien selbst bezahlt, noch einen Satz geometrische Körper gekauft...

    Wohingegen man ein marodes Schulhaus oder kaputte Toiletten deutlich sieht und als sich Eltern da bestimmt auch schneller beschwert. Lehrer beschweren sich sowieso selten, meiner Erfahrung nach versucht man eher, aus den Umständen das Beste zu machen.

    definitiv (aber wir sind auch ungefähr nur 10 :P )


    Welche Zeit ist für dich anstrengender, der Stress zu Beginn eines neuen Schuljahres, oder diese "Leerlaufzeit" im Sommer?

    Es ist schon ein Unterschied, ob man den Klassenraum verschönert und Dinge anschafft, die es nicht zwingend braucht und die also der Schulträger auch nicht kaufen muss, die einem aber den Vormittag angenehmer machen.
    Oder ob man Materialien kaufen "muss", die eigentlich vorhanden sein sollten. Das mache ich zum Beispiel nicht. Angenommen, im Lehrplan steht "Arbeit am Geobrett", und an der Schule wären keine Geobretter vorhanden, dann müssten welche besorgt werden. Da würde bei uns niemand erwarten, dass man sie aus eigener Tasche kauft - wäre ja noch schöner! Genauso mit Kopien. Wenn ich ein Kontingent hätte, würde ich nur so viel kopieren, wie es mein Kontingent erlaubt.

    Was ich aus Bequemlichkeit schon manchmal mache, ist, einen Klassensatz Arbeitsblätter daheim auszudrucken, weil ich den Stress / Stau am Kopierer, Zeitdruck etc vermeiden will. Ich weiß, dass ich da quasi draufzahle, weil ich es an er Schule kostenlos machen könnte, aber die paar Cent investiere ich manchmal in Stressreduktion.

    Übrigens, ich weiß jetzt nicht mehr, wer damit anfing... Aber WENN Sek 2 Lehrer an die Grundschule versetzt würden, würde es meiner Meinung nach nicht allzu lange dauern, bis sie ihr Klassenzimmer ein bisschen netter gestalten wollen würden. Da bin ich überzeugt. Und zwar nicht aufgrund von Druck von außen (Eltern, Schulleitung), sondern weil man sich mit den Kindern stundenlang darin aufhält und es dadurch angenehmer wird.

    Ich behaupte mal ganz dreist, dass kein Lehrer das wirklich will. Es fehlt nur der Arsch in der Hose, gegen diese Zustände zu protestieren. Und die mögliche Beförderung möchte man auch nicht gefährden...


    Naja. Um Beförderungen geht es da jetzt wirklich nicht.
    Aber wenn ich für meine Klasse eine kleine Couch haben möchte und ein paar Brettspiele für die Regenpause, dann sehe ich das als Luxusgüter an und nicht als zwingend notwendig. Daher versuche ich dann, diese Dinge möglichst kostenlos oder sehr preisgünstig aufzutreiben (was oft klappt). Ich glaube kaum, dass ein Protest diesbezüglich Erfolg hätte.


    Mal eine Frage an alle, die sich so vehement gegen all das aussprechen:
    Korrigiert ihr mit Rotstiften? Kauft ihr die selber?

    Pflaster und Belohnungen sind wohl Grundausstattung in jeder Grundschulklasse ;) . Daher würde ich mal fragen, ob du diese von deinem eigenen Geld bezahlen musstest (hört sich so an) oder ob du dir die Kosten von der Schule erstatten lassen konntest. Das mit dem "für mich/für ein schöneres "Drumherum"" kann ich nachvollziehen, solange es in einem gewissen Rahmen bleibt. Es gibt ja noch einmal die Elternkasse. Was bezahlen also konkret Eltern, was die Schule und was man selbst? Beispiel: Lektüren für den Deutschunterricht. Da scheint das sehr unterschiedlich geregelt zu sein.

    Bei uns ist es so geregelt: Alles, was die Schüler behalten, also was in deren Besitz übergeht, zahlen die Eltern. Lektüren, Tonpapier, Wachsmalkreiden etc.

    Die Schule stellt Schwämme, Kreiden, teilweise Laminierfolien.

    Klassenzimmerverschönerung oder Kleinigkeiten, von denen ICH denke, dass sie schön wären, zahlen weder Eltern noch Schule.

    Also meine Ausgaben waren hauptsächlich dafür gedacht, das "Drumherum" schöner zu machen. Ich bin jeden tag stundenlang mit kleinen Kindern in einem Zimmer. Da finde ich es schon wichtig, dass sie folgende Dinge haben:
    - Leseecke (Couch habe ich umsonst von Nachbarn bekommen, Bücher sind vom Flohmarkt / Bücherei / eigene Kinderbücher)
    - Malecke (Papierrolle kaufe ich regelmäßig, Stifte etc auch, aber das kann ich verschmerzen)
    - Spielecke (Brettspiele, Schleich-Tiere etc vom Flohmarkt)
    - Pausenspiele (lasse ich derzeit von Eltern spendieren)

    All das ist natürlich nicht nötig, macht uns allen aber den Vormittag schöner. Ich glaube, ein Sek 2 Lehrer kann sich das gar nicht vorstellen - ich war leicht überrascht, als ich den Klassenraum in der 5. Klasse meines Sohnes gesehen habe. Sehr leer. Sehr ungemütlich. Aber klar, irgendwann reichen eigentlich Tische und Stühle...

    Was man in der Grundschule auch noch brauchen kann:
    - Pflaster
    - Tüten (falls einer sich übergeben muss)
    - Decke (krankes Kind will sich hinlegen, bis die Mama kommt. Mir sind teilweise schon kranke Kinder im Klassenzimmer eingeschlafen).
    - kleine Belohnungen

    Naja, so Zeugs halt. Das läppert sich. Aber alles oben genannte kann man sehr oft sehr günstig bekommen - ich würd jetzt keine neue Couch kaufen!!!

    Geld für Druckerpatronen, Rotstifte, Laminierfolien usw. kommt noch dazu.

    hältst.

    Ich finde es ein nettes Fach, aber nicht für ein ganzes Jahr.


    Was wäre deine Traum-AG, wenn du Zeit, Finanzen und auch Aufwand und alle anderen widrigen Umstände einfach mal ausblenden würdest?

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