Beiträge von wossen

    Elternschreck schreibt:

    Zitat

    Ich finde es gut, wenn die jungen Leute künftig einen großen Bogen um den Lehrerberuf machen werden.

    Ich behaupte mal einfach, dass dem nicht so ist, sondern dass im Gegenteil die Zahl der Lehramtsstudenten auf einem Höchststand (insgesamt - allerdings mit Unterschieden zwischen den Fächern) in der näheren Vergangenheit ist (wegen der BA/MA- Umstellung gibt es ja keine zuverlässige Statistik mehr). Einfach mal Praktikanten/Reffis fragen und mit Lehrbeauftragten an der Uni und Seminarleuten sprechen

    Der Beamtenjob mit wirklich ordentlichem Nettoeinkommen und super Altersversorgung und die familienfreundlichen Arbeitszeiten, Ferien usw. werden halt auch angesichts der sonstigen Lage immer attraktiver (das die Vorstellungen hinsichtlich gerade der Arbeitsbealstung, wenn man es ordentlich machen will, etwas naiv sind - okay)

    Der Ersatzbedarf lässt nach, zum nächsten Hallbjahr haben erstmalig seit langen Jahren auch ordentliche Refabsolventen in NRW Probleme gehabt eine Planstelle zu bekommen....(in Bayern ist das ja schon länger so).

    Wieso geht das über eine Beamten oder Beschäftigtenpflicht hinaus??

    Bei uns ist Bereitschaftsdienst (bei einem großem Kollegium 1X die Woche) auch eine Selbstverständlichkeit. Schließlich sollte bei plötzlichen Erkrankungen v.a. in der 1. Stunde ja jemand Aufsicht machen können. Bei Bereitschaft kann man i.d.R. davon ausgehen, dass man eine Vertretung übernehmen muss - ist ja besser, wenn man darauf vorbereitet ist, als wenn es plötzlich kommt. So kann man sich drauf einstellen: ich hab z.B. Montag in der 3. Bereitschaft (1+2 und 5+6. Stunde regulären Unterricht) - und da mache ich dann in der Regel Vertretung.

    Ist doch alles kein Problem - oder?

    Naja, bei mir an der Schule gibts auch KollegInnen, die nicht in der Lage sind, ein Mailprogramm zu bedienen (bzw. nicht bereit sind, sich 'einzuarbeiten' bzw. Mails überhaupt abzurufen) - die wären bei VW schon längst rausgeschmissen worden.

    Das würde ich (bezugnehmend auf das Ausgangsposting) als "gutes Beispiel" ansehen".

    Na, klar - der finanzielle Unterschied zwischen Tarifangestellter mit 2. Stex. und Beamter mit 2. Stex. ist natürlich riesig (v.a., wenn man noch Pension usw. einrechnet).

    Aber: man muss halt die beamtenrechrlichen Voraussetzungen (Alter + Gesundheitszustand) erfüllen. Leistung und Noten spielen in NRW keine Rolle bei der Frage, ob man verbeamtet wird oder nicht.

    Dann (und nur dann) lohnt sich natürlich das Ref. auch finanziell (was besseres kann man dann nicht machen).

    Aus dem Link:

    Zitat

    Einführung einer „Obergrenze“ von 100%. Die Erstattung durch Krankenversicherung
    und Beihilfe darf nicht über Rechnungsbetrag liegen.
    Bei erstmaliger Antragstellung
    und bei Änderung des Krankenversicherungsvertrages ist eine Bescheinigung der Krankenversicherung
    vorzulegen.

    Was, das ging in Hessen noch??

    In NRW ist das vor Ewigkeiten angeschafft worden - ist ja nun wahrlich auch eine Einladung zum Missbrauch

    chili: In der Tat, mit einem abgeschlossenen Referendariat würdest Du als Tarifangestellte nur 25-35 € netto mehr (TVL 13 SR) bekommen. In der Realität bekommt man meist sogar weniger Geld, da eine Tätigkeit als Aushilfslehrerin voll auf die Erfahrungsstufen angerechnet wird - das Ref. hingegen nur mit einem 1/2 Jahr - vom Verdienst und Alterversorgungsausfall im Ref. ganz zu schweigen

    Es ist ein Grundprinzip des TVLs Qualifikation und Ausbildungszeiten zu bestrafen.

    Sonnenkönigin schreibt:

    Zitat

    sondern durch ein perfides Zusammenspiel aus Angstmacherei und Verunsicherung an der Schule selbst - erst hieß es noch "toll, dass Sie endlich da sind, wir brauchen Sie dringend", dann ging es mehr in die Richtung "mal sehen, ob Sie sich auch würdig erweisen".

    Tja, das ist ganz typisch Schule - und ganz typisch Lehrer...

    Alle Seiteneinsteiger sollten sich nicht von der (fast) allgegenwärtigen professionellen Freundlichkeit von Lehrer blenden lassen......alles Fassade (übertrieben gesagt - und natürlcih nicht immer und überall usw.)

    Doch man muss natürlich auch eigene Werke zitieren. Deshalb sollte man im 2. Stex auch keinen vorangehenden UB verwenden.

    Was hier manche Leute so leichtfertig schreiben....naja, geht ja nicht um ihre eigene Verbeamtung.

    Es gelten (bestimmt auch in Deinem Bundesland) die Regeln der wissenschaftlichen Zitierweise.

    Das heisst, Du musst alle Quellen angeben - und damit auch Deinen alten Entwurf (ich glaube, sone Literaturangabe käme nicht so gut an)

    Also zulässig ohne Angabe der Quelle: nein.

    Man muss natürlich so die Frage mit dem Kläger und dem Richter stellen (in NRW hat die Entwürfe aus dem Ref. nur der Fachleiter)

    32 ist wirklich absolut null problemo.

    So ab Ende 30 kann man aber schon auf Vorbehalte stoßen (vor allem an der Ausbildungsschule) - vor allem, wenn man keinen klaren Lebenslauf hast.

    Mathe/Physik/kath.Religion, von den Fächern her: besser gehts nicht mehr - und das wird auch 2013 noch gelten.

    A schreibt:

    Zitat

    werden dann Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge nachbezahlt???


    Ja.

    Ps. Ref. und Obas sind aber natürlich nicht finanziell gleichgestellt - der OBASler ist (bei der oben geschilderten Vorgehensweise) oberhalb des vollausbildeten Tarifbeschäftigten, aber unterhalb des vollausgebildeten Beamten (von seinem Nettoeinkommen her) angesiedelt.

    Hm, hat vermutlich damit zu tun, dass Ausbildungszeiten bei Tarifbeschäftigten nicht anrechenbar auf die Stufen sind.

    Das Ref. wurde bislang auch nicht auf die Erfahrungsstufen angerechnet (erst seit dem letzten Tarifvertrag mit einem 1/2 Jahr auf 1 - aber auch nur auf 1)

    Wenn Du verbeamtet wirst, dann ist das aber nicht so tragisch, OBAS wird dann selbstverständlich ebenso wie das Ref. als volle Dienstzeit angesehen ( sehr wichtig für die Pensionsberechnung, insbesondere bei Frühpensionierung)

    Das erinnert stark an das Vorgehen beim Bayerischen Supervertrag.

    Allerdings haben diese Vertragler schon das 2. Stex.

    Ist schon interessant, dass durch ein solchen Vorgehen der Landesregierung Beschäftigte mit OBAS ein weitaus höheres Nettogehalt haben als vollausgebildete tarifbeschäftigte Lehrer.

    Edit: Das ist ein Supervertrag in Bayern:

    Zitat

    Was ist ein Supervertrag?

    Ein sogenannter "Supervertrag" ist ein auf bis zu zwei Jahre befristeter Arbeitsvertrag mit der Zusicherung, dass der Bewerber spätestens nach Ablauf des Zeitvertrages in das Beamtenverhältnis auf Probe berufen wird.

    Der Bewerber muss aber bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses des Arbeitsvertrages die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen.

    Es besteht Sozialversicherungspflicht mit Ausnahme der gesetzlichen Rentenversicherung.

    Beim Wechsel von einem Arbeitsvertrag in das Beamtenverhältnis verbleibt der Bewerber im bisherigen Regierungsbezirk, es sei denn die/der Bewerber/in wird auf eigenen Wunsch im Rahmen der Möglichkeiten (Bedarf am Wunschort, soziale Dringlichkeit) versetzt.


    Quelle

    indiv: Da täusch Dich mal nicht.....

    Das alles ist rein freiwillig von Seiten des Landes...

    Der Standarderlass ist selbstverständlich Deiner einstufenden Stelle bekannt - und sie hat trotzdem Dich auf 1 eingestuft.

    Deine 'Dummheit' war, das 1. Stex. + Ref zu machen, das rächt sich auch im nachhinein finanziell (als Seiteneinsteiger wärst Du wahrscheinlich nicht umstandslos mit 1 abgespeist worden - jene sind im Erlass ja auch besonders hervorgehoben worden. Das geschieht schon deshalb, weil man als z.B. OBASler keine Stelle bekommt ohne förderliche Zeiten - zudem sind jene ja größtenteils zukünftige Beamte: die behandelt man halt zuvorkommender).

    Aber als Ausgleich werden die 2 Jahre Ref. ja als 1/2 Jahr Erfahrung auf Stufe 1 angerechnet, so dass Du schon nach einem halben weiteren Jahr Tarifbeschäftigtendasein auf Stufe 2 kommst.

    Malibu schreibt:

    Zitat

    Also: Vertretungslehrer für SOWI an einem Gymnasium. Kein 2tes Fach aus dem Studium zu machen

    Also: Das she ich aber fast keine Möglichkeiten, sich mit einer Vollzeitstelle an einem Gymnasium dauerhaft festzusetzen. Bei einer Vierzügigkeit gibt es an einem Gymnasium in NRW 24 Stunden in der Sek I - und vll. ebensoviele in der Sek II (eher weniger, da Du ja von einem Nawi-Gymnasium schriebst)

    Das heißt, dass Du Sowi-Haupttlehrer bist (mit Abiverpflichtungen) usw. So groß ist der Mangel an Sowilehrern aber nunmal auf dem Stellenmarkt nicht - und Deutsch und Geschichte in der Sek I zusätzlich (fachfremd) machen: nuja, da gibt der Lehrermarkt aber genug her!

    Auf der Basis, dann irgendwelche Naturwissenchaften (fachfremd) in der 5 und 6 zu machen - nee, daraus resultiert nie im Leben die Option auf eine Dauerstelle an einem Gym.

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