Ok, das klingt schon sehr grundsätzlich.
Du sagst, in Latein springe der Funke eher über - welche Rückmeldungen bekommst du da? Ich erlebe übrigens, dass es leichter ist, eine persönliche Beziehung zu den Schülern herzustellen in einem Fach, das auf Deutsch unterrichtet wird, als in Englisch. Das heißt, in Latein kannst du deine Persönlichkeit in der Sprache etc. eher aufblitzen lassen als in Spanisch. Aber man muss trainieren, auch im Fremdsprachenunterricht Interesse an den Schülern und Zugewandtheit erkennen zu lassen.
Ich sehe zwei Möglichkeiten: Erstens folge Modal Nodes guten Ratschlag zur Suche nach Alternativen, nach Mut zum Ausstieg.
Oder, falls deine Erfahrungen in Latein dir zeigen, dass du wirklich LehrerIn sein möchtest: Fange an, sofort an konkreten kleinen Dingen zu arbeiten. Du brauchst jemand, der deinen Unterricht anschaut und dir ganz kleine greifbare Beobachtungen meldet zu deinem Verhalten. Du brauchst wegen deiner Panik einen Plan in Trippelschritten, an den du dich auch in panischen Momenten halten kannst: Heute laufe ich während der Stillarbeit durch den Raum. Heute lächle ich mindestens einmal/spreche einen S persönlich an und lobe/....
Bereite Unterricht vor, wo du als Lehrer nur an wenigen Schaltstellen im Mittelpunkt stehst - viel Partner-, Gruppenarbeit etc. Das muss aber akribisch! geplant sein, damit gute Ergebnisse herauskommen, inklusive vieler deiner Äußerungen an Nahtstellen, wenn die sprachlich kritisiert werden. In Spanisch geht das ja auch recht kleinschrittig mit vielen kommunikativen, schüleraktivierenden Methoden: kurze Dialoge, zur Not mit sprachlichen Hilfen (Fächer oder Karten mit Redemitteln), Tandembögen beim Üben von Strukturen, Folien mit Arbeitsanweisungen etc. - viel Material, an das du dich auch "klammern" kannst, wenn du panisch wirst. Wenn z.B. die Folie mit den Arbeitsanweisungen für eine Gruppenarbeit auf deinem Tisch liegt, ist das etwas, was du evtl. auch im Blackout noch schaffst, in die Hand zu nehmen und aufzulegen. Dann hast du den Faden wieder und kannst dich entspannen.
Nachtrag:
Du klingst nicht wie jemand, der in einer Parallelwelt lebt und glaubt, an ihm/ihr sei "alles in Ordnung, nur die Betreuer, Fachleiter etc. sind gegen mich und wollen meine Begabung nicht sehen/hassen mich..." (gibt es öfter, als man denkt). Das ist gut 
Die zweite Möglichkeit oben gilt dann, wenn du wirklich ehrlich vor dir selbst sagen kannst, dass du LehrerIn werden willst und es bisher einfach nicht geschafft hast, das zu zeigen, was du kannst/lernen kannst, um gut zu sein. Wenn dir doch ein kleines Stimmchen dir sagt, dass deine Kritiker grundsätzliche Recht haben könnten, ziehe lieber jetzt die Reißleine. Wenn du den Abschluss nicht schaffst, hast du nämlich auch nichts davon.
Nachtrag 2: Wenn du wirklich Lehrer/in sein möchtest: Ja, man kann an Souveränität gewinnen - wenn man merkt, dass man zwar nicht perfekt ist und Feuerwerke abziehen kann wie Mitreferendare, die Schüler aber trotzdem etwas
lernen und Vertrauen fassen. Dann hat man wieder Mut, weiter an sich zu arbeiten.