Beiträge von blabla92

    Hallo!
    Zu deinem Punkteschlüssel: Den fände ich für Englisch für eine KA in US und MS eher strenger (bei einem Vokabeltest dagegen recht nett), sofern ich einen ordentlichen Teil freies Schreiben dabeihätte. Gut kommt man klar mit Vielfachen von 6, z.B. 24 Punkte in der KA, dann geht es mit den Viertelnoten gut auf. Wenn es nicht gut aufgeht, achte ich darauf, dass eine breitere Punktespanne bei den ganzen Noten da ist und evtl. auch die 1 noch besser zu erreichen ist. Bei Tests etc. mit wenig Punkten gebe ich z.B. bei ,5 die Viertelnoten. Hier für 50% = Note 4 ein simples Beispiel (du musst dir dann noch überlegen, ob du bei ,5 aufrundest oder nicht):
    24 = 1
    23 = 1,25
    22 = 1,5
    21 = 1,75
    20 = 2
    19 = 2,25
    18 = 2,5
    17 = 2,75
    16 = 3
    15 = 3,25
    14 = 3,5
    13 = 3,75
    12 = 4...

    In der Kursstufe kannst du natürlich den Abimaßstab als Grundlage nehmen. Bei Notenberechnen am Schuljahresende bitte beachten: Kappen nach der ersten Stelle nach dem Komma, nicht runden.
    Im Grunde muss man alle Schülerleistungen den Bereichen Mündliches oder Schriftliches zuordnen. In deinen Fächern sind keine "praktischen Leistungen" vorgesehen. Du hast dabei aber auch gewisse Freiheiten. Ausnahme: GFS = gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen. Jede/r S in Kl. 7-10 muss eine pro Schuljahr in EINEM Fach erbringen (jede Schule regelt selbst, wie viele GFS die Fachlehrer annehmen müssen). Die soll gleichwertig wie eine KA sein und zählt deshalb genau so viel wie eine KA, d.h. ein/e S kann also 5 KA-Noten in deinem Fach haben und alle anderen nur 4.
    Du als Fachlehrerin kannst darüber hinaus eine "GFS" für die gesamte Klasse ansetzen, die dann auch wie eine weitere KA gezählt wird (zu GFS siehe NVO §9 Absatz 5)
    Zur Aufteilung in schriftlich/mündlich:
    Ich zähle Tests (offiziell "Schriftliche Wiederholungsarbeiten", NVO §8) auch als 5. KA (Fachschaftsbeschluss in einem meiner Fächer) -- heißen "schriftlich", müssen also Teil der schriftlichen Note sein. Zu "mündlich" zählen z.B. bei mir die klassische Unterrichtsbeitragsnote (bei mir ca. 2 pro Halbjahr), mündliche Abfragen (wo sollen die auch sonst zählen, sind ja mündlich) u.a. mündl. Einzelnoten wie Lesenoten, Vorträge (ist doch beides "mündlich"), auch Referate und Gruppenarbeiten, auch wenn da teils Handouts oder Poster schriftlich angefertigt werden.
    Unangekündigte Tests sind rechtlich völlig in Ordnung, so lange die Vorgaben (max. 20min, vorangegangene Stunden bzw. Hausaufgaben, auch Vokabeln) eingehalten werden. Mir erschließt sich übrigens der Sinn nicht, aber egal. Das handhabt bei uns jede/r anders.
    Für Unterrichtsbeitragsnoten nehme ich inzwischen ein Raster, das ich im Lauf der Zeit auch noch optimiere. Wurde in einem anderen Thread schon mal diskutiert. Aber frag doch erstmal in deinen Fachschaften nach deren Material und Beschlusslage.

    Im Lauf des 2. Halbjahres werden Wünsche der KollegInnen abgefragt und außerdem erarbeitet jede Fachschaft einen Vorschlag für dieVerteilung der Lehraufträge. In den letzten drei Wochen des Schuljahres erhalten wir einen Entwurf der Verteilung der Lehraufträge und können dann ggf. noch Rücksprache mit der Schulleitung nehmen, falls etwas nicht stimmt. Dann kurz vor den Ferien spätestens gibt es die endgültige Verteilung; Stundenpläne in der letzten Ferienwoche Wenn sich im Lauf der Ferien noch Überraschungen ergeben, versucht man, die Änderungen auf einen möglichst kleinen Kreis von KollegInnen zu begrenzen. Zur Not (kam in den letzten Jahren durch gravierende Erkrankungen doch mehrfach vor) gelten die neuen Pläne dann halt 1-2 Wochen und in der Zeit wird eine Lösung erarbeitet. Bisher aber immer elegant und mit minimalstmöglichen Auswirkungen.

    Bin auch der Meinung, dass Laminieren meistens zeit- und geldökonomisch und ökologisch unnötig ist. Was Plakate angeht: Da kann man auch erstmal fragen, ob jemand der Schüler alte Poster etc. zuhause hat, von denen man die Rückseiten verwenden kann. Oft gibt es auch jemand unter den Eltern, der so etwas aus der Firma mitbringen kann oder so. Meistens hängt es ein paar Monate und wandert dann eh in den Müll.

    Naja, bei uns gibt es zwischen Dorf und Kleinstadt morgens und nachmittags Stau und die Kollegen und vor allem die Schüler wohnen verteilt über die Dörfer und Städtchen, fahren bis zu einer Stunde zur Schule und und haben es eilig, heim ins Dorf/Kleinstadt zu kommen. Das hat nichts mit fehlgeleiteter Liebe zur Großstadt, sondern mit Entfernungen, (fehlenden) ÖPNV-Verbindungen und Verkehrsdichte zu tun.

    Direkt zur Frage: Wie definierst du "Stadt" bzw. "Land"? Hier im Raum sind die Übergänge fließend und genau deshalb lebe ich hier so gerne.
    Da ich keine Großstadtschule erlebt habe, halte ich mich mit Urteilen über die Schülerschaft im Vergleich zurück.

    Will man als Akademiker wirklich öffentliche Verkehrsmittel (meist überfüllt und verdreckt) verwenden? Besonders mit Familie?

    Sollte man nicht gerade als Akademiker ÖPNV benutzen, weil man zumindest einen Bildungsgrad hat, der es ermöglichen sollte, die negativen Folgen des Autofahrens zu erfassen? Sollte man nicht gerade als Akademiker intellektuell erfassen können, dass Bildung keine besseren Menschen macht?

    Ich finde es sehr wichtig, dass Du das schreibst. Meine Beobachtung ist eher, dass viele Kollegen recht leichtfertig zu sehr guten Noten tendieren.

    Bei uns an der Schule scheinen sich die Überkritteligen, die an ihre S Erwachsenenmassstäbe anlegen, und die Supergroßzügigen die Waage zu halten. Manchmal verwirrend für die Schüler...
    Anktenklammer, wenn du einen Entwurf für ein Raster entwickelt hast, teste ihn, in dem du eine Lerngruppe damit einschätzt: Zuerst für jeden S eine "intuitive" Note, dann für jeden S ein Raster, mit Textmarker die zutreffenden Punkte markieren, Note ermitteln und mit der intuitiven Note vergleichen. Dann den S eines austeilen zur Selbsteinschätzung (müssen sich aber keine Note geben, nur markieren), einsammeln und mit deinem Exemplar vergleichen. Danach ggf. beides zurück an die S mit der Note. Wenn da Raster sinnvoll ist, gibt es wenig Diskussionsbedarf. Den S fallen Ungereimtheiten auch schnell auf. So mache ich das wenigstens einmal im Schulhalbjahr.

    Allerdings sind die Beispielraster teils, v.a. im Bezug auf Inhalt, zu schwierig/abstrakt formuliert für Unter- und Mittelstufe. Bin selbst noch am Entwickeln und Herunterbrechen für die Jüngeren.
    Das zweite finde ich übrigens nicht geeignet für eine Fremdsprache oder für Schüler.

    Ich finde in der ersten Tabelle bei der Häufigkeit den Sprung zwischen befriedigend und ausreichend seltsam: "häufig" ist bfr;"nur selten freiwillig" ist 4 ?? Manchmal ist die Differenzierung zwischen zwei Noten nicht ganz gut gelungen; die Kriterien für mangelhaft klingen m. E. eher nach ungenügenden Leistungen; ansonsten finde ich sie schwammig/vage, aber nachvollziehbar. Für eine sehr gute Note darf man meiner Meinung nach aber auch mal einen schlechten Tag haben, sofern der die deutliche Ausnahme bleibt - das "immer" oder "stets" würde ich also nicht sklavisch auslegen. Außerdem ist alles natürlich abhängig vom Lernstand bzw. dem Alter.
    Tatsächlich gibt es Jahre/Klassen ohne Leute mit einer sehr guten Note.

    Nur zur Ergänzung: In BW gilt:
    "Daher ist von der Nutzung von sozialen Netzwerken zu dienstlichen Kommunikationszwecken abzusehen, da diese den geltenden Standards des Landesdatenschutzgesetzes (LDSG) nicht genügen.
    Dies bedeutet konkret für Lehrkräfte und Schulen, dass jegliche dienstliche Kommunikation auf oder mittels Sozialen Netzwerken sowohl zwischen Lehrkräften und Schülern als auch der Lehrkräfte untereinander unzulässig ist. Darunter fällt die Mailkommunikation innerhalb von Sozialen Netzwerken ebenso wie Chats, aber auch der dienstliche Austausch personenbezogener Daten wie das Mitteilen von Noten, ferner das Einrichten von Arbeits- und Lerngruppen zum Austausch von verschiedensten Materialien, die Vereinbarung schulischer Termine und Informationen zu Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen."
    Unverschlüsselte Emails dürfen im Kontakt mit Eltern nur zur Terminvereinbarung genutzt werden, nicht zur Übermittlung personenbezogener Daten (=so wie ich es verstehe, fast alles).


    Wenn ich Sprache normativ betrachte, dann ist "etwas (für) vonnöten halten" nicht korrekt. Wenn ich sie deskriptiv betrachte, schaue ich doch in einem möglichst großen Korpus nach, ob eine Wendung von den Sprechern der Sprache benutzt wird. Google stellt für mich diesen Korpus dar, ich muss ihn nur richtig benutzen. Gängige Methode in den Fremdsprachen.

    Noch einmal. Ich kann etwas für vonnöten halten, genau so, wie ich etwas für grün halten kann.

    Deine Meinung. Nicht einmal Google findet einen Beleg (hmm, seltsamerweise nicht einmal diesen Thread...). Aber da du ja den Eindruck vermittelst, anders als wir und fast alle anderen SprecherInnen dieser Sprache als Einziger um die wahren Möglichkeiten unserer Muttersprache zu wissen, beuge ich mich natürlich deiner Autorität.

    Bin bei Fred; vonnöten halten klingt auch meiner Meinung nach unidiomatisch wegen der Etymologie, wegen des Bestandteils "von", denn es heißt ja "für etwas halten". Auch die von Pausenbrot genannten Kombinationen mit einem zusätzlichen "für" halte ich für holprig. Im Duden finde ich auch nur die Wendung "vonnöten sein" - auch wenn das nicht der Weisheit letzter Schluss sein muss.

    Ich dachte, die Analyse von Cartoons ist deinen Schülern schon bekannt und du willst üben, nicht einführen? Dass du das neu einführst, geht aus deinem ersten Beitrag nicht hervor. Du solltest dir das auf jeden Fall zuerst klarmachen.

    Zitat

    [Dann würde ich zu der Vorgehensweise einer Cartoonanalyse übergehen und die SuS fragen, was sie bereits wissen. Die Schritte würde ich an der Tafel auflisten und im Anschluss einen Cartoon auflegen und die SuS bitten, wie sie den Cartoon in einem Satz beschreiben würden. (Schritt 1, What is the cartoon about...)
    Nun würde ich auf die Redemittel eingehen, die man braucht, um einen Cartoon zu analysieren (Für Description, Analysis, Intention, own opinion). Diese dann ggf. an der Tafel sammeln


    Ich weiß nicht, wieviel Zeit du hast (klingt wie 3 Schulstunden), aber ich würde für diese beiden Schritte eeewig brauchen, außerdem hast du eine sehr lange Phase des Unterrichtsgesprächs und drittens würde meinen Schülern zu den Redemitteln nur Allerbanalstes (you can see...) einfallen, nichts wirklich Neues, Eleganteres, so dass die Wahrscheinlichkeit des Lernzuwachses in dieser Phase sehr zweifelhaft wäre. Vielleicht sind deine LK-Schüler begabter, aber hier wäre ein Ansatz, zu optimieren, eine andere Sozialform einzubauen, Input in einer anderen Form zu geben, z.B. mit Redemittel-Listen zu arbeiten.

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