Ich finde es sehr wichtig, dass Du das schreibst. Meine Beobachtung ist eher, dass viele Kollegen recht leichtfertig zu sehr guten Noten tendieren.
Bei uns an der Schule scheinen sich die Überkritteligen, die an ihre S Erwachsenenmassstäbe anlegen, und die Supergroßzügigen die Waage zu halten. Manchmal verwirrend für die Schüler...
Anktenklammer, wenn du einen Entwurf für ein Raster entwickelt hast, teste ihn, in dem du eine Lerngruppe damit einschätzt: Zuerst für jeden S eine "intuitive" Note, dann für jeden S ein Raster, mit Textmarker die zutreffenden Punkte markieren, Note ermitteln und mit der intuitiven Note vergleichen. Dann den S eines austeilen zur Selbsteinschätzung (müssen sich aber keine Note geben, nur markieren), einsammeln und mit deinem Exemplar vergleichen. Danach ggf. beides zurück an die S mit der Note. Wenn da Raster sinnvoll ist, gibt es wenig Diskussionsbedarf. Den S fallen Ungereimtheiten auch schnell auf. So mache ich das wenigstens einmal im Schulhalbjahr.
Allerdings sind die Beispielraster teils, v.a. im Bezug auf Inhalt, zu schwierig/abstrakt formuliert für Unter- und Mittelstufe. Bin selbst noch am Entwickeln und Herunterbrechen für die Jüngeren.
Das zweite finde ich übrigens nicht geeignet für eine Fremdsprache oder für Schüler.