Beiträge von Lulu08

    Magic Moment,
    ah, jetzt verstehe ich! Sorry, ich hatte deinen zweiten Beitrag dahingehend gedeutet, dass deine Kinder sich nicht auf die Arbeitsaufträge einlassen (wollen/können) und stattdessen einfach mal loswurschteln. Da hatte ich dich wohl missverstanden.
    An meiner Schule gibt es auch viele Jungen, die von Haus aus diese "Bedien-mich-mal-Haltung" mitbringen. Da hilft nur konsequentes Gegensteuern, indem wir eine selbständige Arbeitshaltung einfordern.
    Positiv wirkt sich bei uns mittlerweile der verpflichtende Besuch eines halbjährigen Deutschkurses für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen vor ihrer Einschulung aus. Die Kursleiterinnen bestehen ziemlich konsequent auf eine möglichst selbständige Arbeitsweise. Auch die umliegenden Kindergärten achten mittlerweile sehr aufmerksam darauf, die Selbständigkeit der Kinder zu fördern.
    Dadurch sind viele der von dir angesprochenen Kinder schon "voraktiviert", wenn sie eingeschult werden. Wenn dieses Zuarbeiten allerdings nicht stattfindet, stehen wir als Lehrerinnen allerdings vor einem riesigen Problem, das uns viieeel Kraft kostet.
    Ich wünsch dir jedenfalls viel Kraft und Durchhaltevermögen und bin schon auf deine Piktogramme gespannt.


    VG
    Lulu08

    Das Problem mit den Arbeitsblättern kenne ich auch. Gerade im ersten Schuljahr kann deren selbständige Bearbeitung sehr spannend sein.
    Eine Anleitung mit Piktogrammen habe ich leider auch nicht für dich.
    Vielleicht beginnt das Problem für viele Kinder aber auch bereits damit, dass sie sich auf einem Arbeitsblatt einfach nicht zurechtfinden?
    Mittlerweile achte ich immer ganz genau darauf, dass der Arbeitsauftrag mit einem bestimmten Rahmen (z. B. Doppellinie)versehen wird. Links vom Rahmen male ich dann noch ein großes Auge.
    Die Beispielaufgabe mit Lösung steht ebenfalls in einem bestimmten Rahmen. Das hilft einigen Kindern schon sich besser zu orientieren.
    Manchmal lasse ich auch den schusseligen Kasper (Handpuppe) schon mal Aufgaben lösen. Die Kinder sind dann erst mal Kontrolleure und schauen sich die Aufgaben dann immer viel genauer an, als wenn sie diese still für sich bearbeiten.
    Und darauf bestehe ich immer: Der Bleistift liegt während der Erklärungs-und Besprechungsphase immer in der Ruheecke des Tisches!
    Abschließend noch als kleiner Trost: Viele Kinder machen gerade im ersten Schuljahr plötzliche Entwicklungssprünge. Vieles funktioniert plötzlich, obwohl man zuvor schon die Hoffnung (beinahe) aufgegeben hatte.
    VG
    Lulu 08

    Nee, diese Beiträge spiegeln nicht die Diskussion innerhalb des Lehrerforums! Da basteln sich einige User des Hochbegabtenforums m. E. ziemlich willkürlich ihre Berichterstattungen zusammen. Beispielhalft sei hierfür folgendes Zitat angeführt:
    "... Jetzt möchte die Lehrerin einen "Einspruch" schreiben, um der Familie die Suppe doch noch zu versalzen. ..."
    Sorry, aber ich finde, dass solch gewagte Behauptungen auch nicht gerade von einem anspruchsvollen Niveau zeugen. Vielmehr würde ich solche verzerrendenDarstellungsversuche als plumpe Hetze bezeichnen.


    VG
    Lulu08

    Dokumentierst du das Verhalten dieses Schülers und die Reaktionen der anderen hierauf schriftlich? Ich kann dir hierzu nur raten. Der tägliche Mehraufwand lohnt sich m. E. unbedingt.
    Ich hatte leider auch schon solche Eltern, die bei Gesprächen über ihr sehr verhaltensauffälliges Kind stets mit der "Totschlagthese" der Ausländerfeindlichkeit aufzutrumpfen versuchten. Ich hab den Spieß dann einfach umgedreht, indem ich sie freundlich darum bat mir zu erläutern, was denn nun an den dokumentierten Reaktionen der Mitschüler ausländerfeindlich sei. Nun ja, die Eltern gerieten recht schnell -trotz Anwesenheit eines vereidigten Dolmetschers - in eine deutlich wahrnehmbare Erklärungsnot. So gelang es schließlich, das Gespräch auf eine sachlichere Ebene zu bringen. Zumindest zeigten die Eltern seit diesem Gespräch doch deutlich mehr Bereitschaft ihre Erziehungspflichten wahrzunehmen.
    Das dazugehörige Kind nahm ich damals "in die Pflicht", indem ich in der Klasse das soziale Lernspiel "Die ehrliche Runde" (hatte ich bei 4-teachers gefunden) einführte. Die tägliche Umsetzung war zu Anfang recht anstrengend, hat sich aber auch gelohnt.
    Anmerken möchte ich noch, dass sowohl die Eltern als auch deren Kind sich durch diese Maßnahmen nicht zu Musterexemplaren ihrer Gattung entwickelten. Dennoch wurde das tägliche Miteinander für alle Beteiligten sehr viel angenehmer.

    Hallo summer 2010,


    ich wollte vor einigen Monaten mal Knete selbst herstellen. Dazu hatte ich ein unkompliziert klingendes Rezept mit Mehl, Wasser, Öl und Alaun gefunden. Momentan weiß ich aber nicht mehr, wo ich das Rezept gefunden hatte. Lässt sich aber sicherlich ergoogeln.
    Spontan fällt mir als Alternative zu Ton noch Salzteig ein, den man auch im Backofen trocknen kann.


    Gruß
    Lulu 08

    Schwierig, schwierig,....
    Kennst du die "Klassenhits"? Vielleicht findet sich dort etwas. Habe mein Buch und die CDs leider im Klassenraum, kann also nicht nachschauen. Aber vielleicht haben es ja andere user zufällig gerade zur Hand?

    Seit Beginn des Schuljahres (Klasse 2) habe ich auch jeweils zwei Tische rechtwinklig zueinander angeordnet. Finde diese Sitzordnung auch sehr flexibel.
    Die Konstruktion des Büros hört sich für mich ziemlich genial an. Mir schweben vor meinem geistigen Auge schon seit längerer Zeit große Pappkartons mit Einschnitten vor. Die Kartons finde ich aber optisch nicht so optimal. Dein Büro kommt da sicherlich ansprechender daher.
    Könntest du die Konstruktion vielleicht mal in ganz groben Zügen kurz beschreiben? Wäre dir sehr dankbar dafür !


    VG
    Lulu 08

    Hallo ,


    auf pelikan-lehrerinfo gibts einen Füller-Führerschein, den du dir kostenlos downloaden kannst. Allerdings musst du dich hierzu vorher (ebenfalls kostenlos) registrieren.


    Gruß
    Lulu08

    Hallo PAJ,


    wie wäre es mit einer gemeinsamen Bastelaktion im Anschluss an die Vorträge? Die Kinder dürfen die Werkstücke (einfache Tischlaternen, Weihnachtsbaumschmuck oder Faltsterne) dann mit nach Hause nehmen. Danach beginnt der gemütliche Teil mit Plätzchen und Früchtepunsch... Zum Abschluss noch gemeinsames Singen eines Weihnachtsklassikers. So in etwa gestalte ich den Ablauf meiner Weihnachtsfeiern für Klasse 1 immer. Hat sich bisher recht gut bewährt.


    Gruß
    Lulu08

    Hallo krokodil,


    ich würde mal meinen, dass du durchaus nicht zu empfindlich bist, wenn du die permanente Geräuschkulisse von 27 Drittklässlern als störend und belastend empfindest. Kein erwachsener Mensch und auch kein Kind kann m. E. unter solchen Bedingungen sinnvoll arbeiten.
    Ich habe zur Zeit eine zweite Klasse. Und obwohl es aktuell nur 17 Kinder sind, entwickelt sich gelegentlich noch immer ein Lärmpegel, den ich unerträglich finde. Allerdings ist die Geräuschkulisse schon viel leiser geworden. Ich bestehe jedoch auch -zumindest in Arbeitsphasen- kategorisch auf leises Verhalten.
    Besonders bewährt hat es sich bei mir, leise Kinder hierfür ausdrücklich zu loben. ("XY arbeitet ganz leise!" oder "XY arbeitet wie ein Schulkind!") Daraufhin werden dann auch die hartnäckigsten Krachmacher zumindest für ein paar Minuten still.
    Außerdem wirkt auch die Sanduhr (2 min) ganz gut. Hierdurch werden sie noch immer angespornt, bewusst für die Stille zu sorgen. Oft kommen nach einer solchen Stillephase Kommentare wie "Jetzt geht es meinen Ohren wieder gut!"Diese Reaktionen bestärken mich in meiner Überzeugung, dass auch Kinder auf eine ruhige Arbeitsatmosphäre angewiesen sind. Allerdings scheinen mir viel zu viele Kinder mittlerweile einer permanenten Geräuschkulisse ausgesetzt zu sein, so dass sie eigentlich von sich aus gar nicht mehr richtig realiseren können wie sehr ihnen die Stille doch fehlt. Für mich ergibt sich daraus die Konsequenz, dass Erziehung zur Stille ein wichtiges Lernziel darstellt.

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