Beiträge von Tulpe80

    All das empört mich auch und macht mich unfassbar wütend und traurig zugleich.


    Ich kenne bei uns niemanden mit Kindern - und wir sind ein großes Kollegium - der eine Vollzeitstelle hat. Auch sonst sind es max. zehn Kollegen (männlich/große Kinder/Frau zu Hause/Frau arbeitet stark rediziert), die eine Vollzeitstelle haben.


    Unser PR engagiert sich lieber politisch (A13 für alle, sonstiges politisches bla-bla); alles Andere - die Arbeit muss zu schaffen sein! - interessiert niemanden.

    Also, ich habe mit einer Vollzeitstelle an einer Hamburger STS immer um die 28 Stunden (plus Vetretung) gearbeitet - und das mit zwei, meist drei Oberstufenkursen in Deutsch, die - so wie Englisch in der Oberstufe - den höchsten Faktor haben. Dieser reicht niemals aus. Somit kenne ich auch kaum jemanden, der in HH eine Vollzeitstelle hat - ein Wahnsinn ist das!

    Ich bin auf Lebebszeit verbeamtet und möchte das Bundesland wechseln. Der Ländertausch hat nicht funktioniert.


    Nun habe ich im aufnehmenden Bundesland die Aussicht auf eine Stelle auf dem „normalen“ Bewerbungsweg.


    Die Neueinstellung wäre zu dem Zeitpunkt, zu dem im alten Bundesland das Schuljahr bereits begonnen hat, d.h. man hätte theoretisch länger Ferien, aber wie sieht es finanziell aus? Ich müsste doch sicherlich zum Ferienende um Entlassung bitten, oder? Mir ist nicht ganz wohl bei diesem Gedanken((


    Einen ganzen Monat ohne Geld zu überbrücken, ist schon etwas schwierig. Oder gibt es da irgendwelche Möglichkeiten, die ich noch nicht gesehen habe?

    Neid. Ich bin mittags um 12 noch lange nicht zu Hause, aber fix und fertig von meinen ADS- und Inklusionsschülern, die mir alle Kraft abziehen. :(
    Und ich würde lieber Oberstufenklassenarbeiten korrigieren, als...

    Ich habe heute von 8 bis 16 unterrichtet, I-Schüler waren unter anderem auch dabei. Die Obetstufenklsuren liegen weiterhin ungelesen auf dem Schreibtisch. Ich weiß nicht, wo man um 12 Uhr Feierabend haben kann, in HH selten.

    Lindbergh: Träumen, schön und gut. Aber an dem Tag, an dem ich mich für das erste Semester Lehramt GY eingeschrieben habe, wusste ich doch, was finanziell maximal auf mich zukommt. Ich konnte mir das doch alles auf Heller und Pfennig ausrechnen. Dass es mit Oberschicht nix wird, ganz klar. Dass ich nie einen Dienstwagen mit AMGAusstattung fahren werde, war mir selbst mit 19 bewusst. Warum dann also nach oben schielen?
    Dafür läuft Gehalt halt auch IMMER weiter...

    Die Verdienstmöglichkeiten waren mir auch klar. Was mich zunehmend nervt, sind neue Aufgabenfelder, für die man keinerlei Entslastung bekommt. Deshalb sind die Kollegen auch gezwungen zu reduzieren, um diesen neuen Anforderungen irgendwie gerecht zu werden. Also, sinkt das Einkommen erheblich.


    Nach der Einführung des „gerechten“ Arbeitszeitmodells in Hamburg hat sich die Situation deutlich verschlechtert. Ältere Kollegen in HH sagen, dass aktuelle 75%-80% an Stundenverpflichtung einer Vollzeitstelle von vor ca. zehn Jahren ensprechen würden.


    Zu den Dienstfahrten (z.T. auch noch auf eigene Kosten!) und unbezahlten Überstunden während dieser ist schon oben viel geschrieben worden.

    Die Beamtenbezüge für A13 sind schon nicht schlecht, aber wer arbeitet schon in Vollzeit? Ich kenne persönlich kaum jemanden, der z.B. in Hamburg eine Vollzeitstelle hat. Weihnachtsgeld gibt es auch nicht, A14 ist mit einer bestimmten Aufgabe verbunden, nur nach Engagement ohne Ende.


    Mir feht bei dieser Gehaltsdiskussion noch ein wichtiger Punkt. Es ist doch nicht nur wichtig, wie viel man selbst verdient, sondern wie viel finanzielle Unterstützung (Erbe etc.) man von der Familie bekommt.


    In unserem relativ großen Kollegium sehe ich das schon sehr deutlich. Das sind dann auch die Menschen, die sehr stark reduziert arbeiten, um noch mehr tolle Projekte für die Schule/ihre Klasse etc. zu machen. Und selbst bin ich stets am Limit und habe keine Zeit, da ich einfach Geld verdienen muss((

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