Beiträge von unter uns

    Strafarbeit selbst vergeben, Kollegin vorher informieren oder auch nicht, fertig.

    Wie kann man sich über so etwas so viele Gedanken machen und zehn Tage so einer Sache hinterherlaufen? Es geht doch nicht um einen komplizierten Sachverhalt. Außerdem WILL die Kollegin doch ganz offenbar, dass jemand ihr die Arbeit abnimmt.

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    bei Klassenarbeiten gebe ich nur ganze Noten.

    Das ist eine schöne Idee. Überlege schon länger, so etwas einzuführen, da die Tendenzen doch eher verwirrend sind... Werde jetzt erstmal die halben Noten abschaffen :D.

    Ich finde einen Schnitt von 3,4 in Englisch schon ziemlich schlecht, muss ich sagen. Andererseits ist für viele Schüler die Note "ausreichend" faktisch die adäquate Note.

    Ich denke, man muss mit Schnitten ohnehin vorsichtig sein, denn im Endeffekt kommt es auch sehr auf die Notenverteilung an. Das Starren auf den Schnitt täuscht dann nur. Wenn Du eine Reihe von Schülern im "ausreichenden" Bereich hast, ist das sicher weder verwunderlich noch dramatisch. Schwieriger wäre es (gerade als Referendarin), wenn Du lauter "mangelhafte" Noten hättest.

    Was den Erwartungshorizont angeht - ich persönlich schraube (gerade im inhaltlichen Bereich) auch immer mal wieder dran herum. Manchmal wird man doch überrascht, weil Schüler plötzlich sehr gute Gedanken haben, auf die man gar nicht gekommen ist - und dafür andere Dinge übersehen, mit denen man gerechnet hätte. Oder man hat eine Interpretation als selbstverständlich erachtet und sieht plötzlich, dass Schüler mit einer gewissen inneren Logik etwas ganz anderes am Text ablesen.

    Ich würde also in beiden Hinsichten gelassen sein.

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    Da wir die Aufgaben - soweit möglich - auch im Unterricht besprochen haben (z.B. summary) und einige der SuS die Punkte im Erwartungshorizont auch exakt getroffen haben (wenn auch nicht die Mehrzahl), denke ich einerseits, dass die Anforderungen nicht überzogen und machbar waren.

    Dann gibts doch kein Problem ;).

    Lustig, was heißt "du sollst" ein Märchen schreiben lassen? Wer legt das fest? Es kommt mir ziemlich schwierig vor, da ein passendes Gedicht zu finden. Zumal sofort Fragen entstehen. Sollen die Schüler z. B. den Inhalt verändern, um bestimmte Märchenelemente zu erzeugen (etwa die dreimalige Wiederholung von etwas, was im Gedicht nur einmal vorkommt)?

    Aber egal. Was wäre z. B. mit Heines "Loreley" (http://de.wikipedia.org/wiki/Loreley#H…von_der_Loreley), die aber natürlich gegen klassische Märchenregeln verstößt und "eigentlich" eine Sage ist. Oder was wäre hiermit:

    Goethe: Der Fischer (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Fischer)

    Einige Märchengedichte finden sich auch hier http://www.gedichte.xbib.de/_M%E4rchen_gedicht.htm , aber soweit ich sehe, dürften sie zu lang/ zu komplex/ aus anderen Gründen ungeeignet sein.

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    dass der bilinguale Unterricht in den Sachfächern Schüler vor größere Herausforderungen stellt als der muttersprachliche Unterricht.

    Ich denke, das hat niemand bestritten. Die Frage war nicht die nach dem Verhältnis von Fachunterricht in Mutter- und Fremdsprache, sondern nach dem Verhältnis von "allgemeinem" und fachgebundenem Fremdsprachen(!)unterricht.

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    Reduziert man dann die Quellen sprachlich auf ein Niveau, mit dem die Schüler in diesem Alter klarkommen, bleibt von der Analyse und dem fachlichen Anspruch nicht mehr sehr viel übrig. Belässt man die Quellen im Originalzustand, erzeugt man leicht Frust.

    Wird fremdsprachlicher Fachunterricht tatsächlich auf demselben Niveau betrieben wie muttersprachlicher? Das würde mich doch erstaunen. Niveauunterschiede gibt es aber bereits zwischen dem "normalen" Fremdsprachenunterricht und Fächern auf Deutsch, und insofern sehe ich das Argument noch nicht ganz. Ein Gedicht - um ein klassisches Beispiel zu geben - lässt sich im Deutschunterricht immer differenzierter analysieren als im Englischunterricht, eine (Oberstufen)diskussion zu Minderheiten wird im Fach "Politik" immer eloquenter und weit differenzierter ablaufen als im Englischunterricht.

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    Mein Tipp: Alle Fenster auf und sch... auf's Energiesparen.

    Nun, wenn sie aufgehen. Kippen bringts ja nicht.

    Man könnte allerdings auch eine Komplettlüftung wieder zulassen und einfach die Fensterbänke mit Stacheldraht und Eisenspitzen präparieren, damit keiner rausfällt. Da gibts doch schon so Systeme für Tauben - es ist also eine erprobte Technik, die garantiert nicht 10.000 Euro pro Raum kostet ;).

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    ... oder eines Tattos nicht verbeamtet wurden.

    Erinnert mich an einen ehemaligen Schulkameraden von mir, der von der Bundeswehr schwärmte und einen - sagen wir: eher instabilen Charakter hatte.

    Seine geplante Karriere als Berufs(-elite-)soldat scheiterte aber nicht daran. Er wurde nicht genommen, da er abgekaute Fingernägel hatte.

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    habt ihr nur sehr viel schwerer einen einstieg in den beruf/ referendariatsplatz gefunden als studenten anderer kombis? müsst ihr euch jetzt mit befristeten stellen herumschlagen?

    Zu (1): Nein.

    Zu (2): Nein.

    Das lässt aber keinen Rückschluss auf den Sinn der Kombination zu.

    Zunächst zum Markt: Es wird immer (!) genügend Leute geben, die Deutsch und Englisch unterrichten wollen. Dass beides in den letzten Jahren (teilweise) Mangelfach war, lag an der irrwitzigen Personalpolitik der Länder und am "Schweinezyklus", war aber eine einmalige Ausnahme.

    Wenn man sich zutraut, eine Naturwissenschaft, Mathe oder Latein zu studieren, ist dies sicher auf jeden Fall die bessere Wahl. Dies gilt auch, weil man v. a. mit Naturwissenschaften und Mathe größere außerschulische Perspektiven hat, falls das Lehramt schief geht oder man doch nicht unterrichten will.

    Und sonst: Über die besonderen Belastungen der Kombi D/E ist hier schon oft diskutiert worden. Ich möchte das nicht wiederholen. Natürlich hat man als D-E-Lehrer auch (!) bestimmte Vorteile, aber man sollte sich sehr gut überlegen, ob man in einen 35jährigen Korrekturmarathon einsteigt, wenn man es vermeiden kann.

    Hallo,

    also der Reihe nach:

    (1.) Man kann Nebensätze auf verschiedene Weisen einteilen, die systematisch (!) nicht kompatibel sind. Zu nennen sind nicht nur die Art der Verknüpfung und der Inhalt, sondern auch ein eventueller Satzgliedstatus im übergeordneten Satz.

    Zwischen den verschiedenen Klassifikationsarten kann man m. E. nicht "springen", sie stehen unverbunden nebeneinander. Dies fällt aber nicht auf, da sich die Klassifikationssysteme in der Regel nicht überschneiden. So kann man einen Relativsatz schlecht "inhaltlich" klassifizieren.

    (2.) Je nach Grammatik wird "wo" durchaus als einleitendes Wort für einen Relativsatz akzeptiert, als "Relativadverb" bzw. "Relativpartikel". Dies auch hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Relativsatz#Einleitung

    Ich finde, das Gedicht klingt auch gut. Für Verwirrung könnte eventuell der letzte Vers mit den "30.000" sorgen.

    Ich meine immer noch, dass das Umschreiben in einen Brief vielleicht am sinnvollsten ist. Alternativ ginge natürlich auch das Umschreiben in eine Postkarte ("wir sind jetzt in Florenz, aber die Anfahrt war total stressig..."). Der Vorteil wäre: Die Sache wäre zeitlich besser zu überschauen, der Rahmen wäre klarer. Erzählungen können ja sehr ausufern, und dann sitzt Du plötzlich mit einem riesen Zeitdruck in der Stunde.

    Offen ist für mich immer noch die Frage, was Du am Ende der Stunde erreichen willst. Okay, Du hast das (nette) Gedicht, okay, die Schüler haben daraus einen Brief gemacht - und dann? Vielleicht reicht das in einer schwachen Hauptschulklasse ja schon, aber wäre es nicht nötig, irgendeine Erkenntnis draus zu ziehen? Worin besteht die? Man könnte z. B. sagen, dass das Gedicht witziger ist als der Brief oder besser klingt oder so, dann wäre die Frage, weshalb. Oder ist da schon zu abgehoben?

    Dass der Thread offenbar nicht mehr aktiv ist, verweist übrigens auf ein weiteres Problem mangelnder Praxiskompetenz an Hochschulen: Dass den Lehrern, wie CRK meint, die "Souveränität" fehlt, Vorschläge der Hochschulen zurückzuweisen, gilt auch umgekehrt. Wenn man nicht weiß, was realer (Schul-)Unterricht ist, kann man auch nicht wirklich mit Menschen diskutieren, die dies wissen. Die Folge ist eine eigentümlich reservierte Haltung der Hochschulen den Schulen gegenüber, für die Studenten die idealen Opfer sind.

    Sie endet im schlimmsten Fall in jener seltsamen Einigkeit, in der Professoren und Studenten sich treffen, die in ihren didaktischen Seminaren die "Defizite" und "Selbsttäuschungen" der unterrichtenden Lehrer durchschauen. Diese Haltung befähigt die Didaktik, komplette erprobte Unterrichtsverfahren und Sozialformen, aber auch Schulformen, Korrekturverfahren, Klassenrituale usw. usf. als verfehlt zu verwerfen. Dabei mag dies im Einzelfall zutreffend sein. Dennoch ist interessant, wie es der Didaktik immer wieder gelingt, tausenden von Praktikern zu unterstellen, verblendete Irrationalisten zu sein - bzw., um ein Wort des Threadstarters zu verwenden, täglich "Irrtümern" zu unterliegen.

    Hm, klingt für mich alles etwas ungeordnet. Wenn Du den Schülern die Merkmale von Gedichten zeigen willst, wäre es sicher sinnvoller, einen Prosatext zum Gedicht machen zu lassen als umgekehrt... Aber gut, das wäre auch schwerer.

    Jetzt mal konkret und abseits der traditionellen Textsorten: Was wäre etwa mit dieser gedichteten Mahnung:

    "Das Mahnen, Herr, ist eine schwere Kunst!
    Sie werden's oft am eigenen Leib verspüren.
    Man will das Geld, doch will man auch die Gunst
    des werten Kunden nicht verlieren.

    Allein der Stand der Kasse zwingt uns doch,
    ein kurz' Gesuch bei Ihnen einzureichen:
    Sie möchten uns, wenn möglich heute noch,
    die unten aufgeführte Schuld begleichen."

    Übernommen von: http://www.it-recht-kanzlei.de/gedichtete-mahnung.html

    Daran ließe sich vieles diskutieren:
    - Was wollen die Leute, die im Gedicht sprechen, und an wen wenden sie sich?
    - Weshalb ist dies ein ungewöhnlicher Text?
    - Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr so einen Text bekämt/ euer Freund, dem ihr Geld schuldet, so zu euch sprechen würde?
    - Warum gibt es solche Texte eher selten? Weshalb spricht Peter Zwegat nicht in Reimen?
    - Wie würde ein mahnender Text eher aussehen (Prosa!)?
    - Könnt ihr einen solchen Text schreiben? (Briefkopf und/oder Anrede könnte man vorgeben, die Schüler füllen nur den "echten" Text ein.)
    - Welche Version gefällt euch besser?
    - Sollte es mehr gereimte Mahnungen geben? Oder nicht?
    - Wird der Empfänger wohl zahlen?
    ...

    Führt alles zur Frage: Was ist an Gedichten besonders? Wann verwendet man sie (nicht)? Was lässt sich mit ihnen gut ausdrücken, was weniger?

    Nun, wenn Du die Suchfunktion benutzt, wirst Du sehen, dass die Standardantwort auf Deine Frage in diesem Forum lautet, "unbedingt" an Deinem "Traum" festzuhalten, da Noten im Ersten Staatsexamen "nichts aussagen" usw.

    Ich persönlich würde an Deiner Stelle weniger über Schulformen nachdenken als so nüchtern wie möglich darüber, warum es zu diesen Aussagen gekommen ist:

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    Es wäre besser für sie, wenn sie nicht Lehrer werden.

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    Darauf meinte die Prüfungsvorsitzende, dass es eh in 2 Jahren keine Chance zur Einstellung gebe und ich es doch besser lassen sollte

    Anders gesagt: Könnte etwas daran sein, dass der Weg in den Beruf für Dich eher ein Irrweg ist? Denn auch Aussage zwei klingt für mich eher nach einer höflichen Variante von "lassens Sie's doch lieber".

    Unabhängig davon gilt: Den dritten Versuch zu nutzen kann sinnvoll sein, damit Du das erste Staatsexamen hast (!). Es handelt sich zwar nominell um keinen Studienabschluss, aber es rundet ein langes Studium trotzdem ab und macht deshalb sicher Sinn. Dich auf ein Realschulstudium einzulassen, kann unter Umständen (!) Sinn machen, birgt aber auch neue Risiken - auch den, erneut viel Zeit zu investieren, um dann doch mit leeren Händen dazustehen.

    Jedenfalls klingt das hier

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    Kann ich in ein paar Jahren, wenn ich schon Realschullehrer bin das Examen nachholen?

    doch nach einer sehr optimistischen Frage.

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    wird man das Gefühl nicht los, dass der "Sündenbock" aus Sicht der Schule schon gefunden zu sein scheint, eben die genannte Lehrerin.

    Seh ich auch so. Großartig auch der Satz, dass es weder vor noch nach dem Vorfall Konflikte zwischen muslimischen und nicht-muslimischen Personen gab. Da liest man doch gleich den Subtext mit: Der Konflikt droht ständig.

    Wie Möbius könnte ich mir aber auch vorstellen, dass es vielleicht eine "Vorgeschichte" mit der Kollegin gab, darauf scheinen mir doch einige Sätze der Stellungnahme hinzudeuten. Ist aber Spekulation.

    Hallo,

    plane zurzeit, mit einer ca. 30köpfigen (Oberstufen)gruppe von Süddeutschland aus nach Schottland zu fahren/ zu fliegen. Anvisierters Ziel ist Glasgow, Alternativziele wären aber möglich.

    Hat jemand Tipps/ günstige und zuverlässige Reiseveranstalter etc.? Ich denke im Moment vor allem darüber nach, ob die Sache zu einem vernünftigen, die Eltern nicht überfordernden Preis machbar ist.

    Danke
    nette Grüße
    Unter uns

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    dass man zunächst überprüfen muss, ob es sich wirklich um ein Feuer handelt bevor man die Feuerwehr alarmiert.

    Es trägt zum Thema nichts bei, aber ich muss anmerken, dass dies bei großen Gebäuden gefährlicher Unsinn sein kann.

    Rauchmelder sind heute meist direkt mit der Rettungsstelle verbunden, WEIL immer wieder Fälle vorkamen, wo man den Alarm zunächst "untersucht" hat, was teilweise verheerende Konsequenzen hatte. Bei Fehlalarmen führt die direkte Verbindung als Konsequenz natürlich immer zu Feuerwehreinsatz, Evakuierung etc. Umso blöder, wenn man einen Fehlalarm aus Naivität/Spieltrieb selbst auslöst.

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    Die Eltern haften für ihre Kinder.

    Das bezweifle ich. Eltern haften für ihre Kinder i. d. R. nur dann, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

    Wenn die Versicherung nicht zahlt, dürfte es eher die Kinder selbst treffen? Oder doch die Lehrperson? Oder niemand?

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