Beiträge von Flipper79

    Ja, stimmt das denn? Was meinst du, und das meine ich jetzt übrigens ganz unironisch, was meinst du, wie viel Mühe, Übung und Disziplin es kostet, ein Computerspiel so gründlich zu beherrschen, wie es Kinder und Jugendliche zum Teil tun. Diese Sekundärtugenden sind offenbar in jedem angelegt und prinzipiell abrufbar, wie es eigentlich auch nicht anders zu erwarten ist. Die Frage ist halt, wie man sie für die Schule anwenden kann.

    Die kompetenz "Beherrscht Computerspiele" mag zwar ein Beleg hinsichtlich Mühe, Ehrgeiz und Disziplin sein, nur müssen wir - zur Vorbereitung auf die Berufswelt und das Studium - die Schüler auch dahingehen erziehen, dass sie diese Basisfähigkeiten auch dann aufbringen, wenn ihnen die Thematik nicht unbedingt liegt oder ihnen ein bestimmter Arbeitsablauf keinen Spaß macht.

    Auch müssen gut qualifzierte Arbeitskräfte auch über ein gewisses Maß an Rechtschreib-, Allgemein- und Mathemaikkenntnissen (neben Fremdsprachenkenntnissen) etc. verfügen. Nicht umsonst kritisieren viel Arbeitgeber, dass sie keine qualifizierten Arbeitnehmer / Azubis mehr finden. Nur in den wenigsten Berufen hilft die Tatsache "Ich beherrsche ein Computespiel ausgezeichnet" wirklich weiter.

    Ich jedenfalls versuche arbeiten immer so schnell wie möglich zu korrigieren, schon allein deswegen, damit sich die Stapel nicht irgendwann türmen und ich vor der nächsten Klausurrunde / vor der Abgabe der Noten Marathon-Korrekturtage absolvieren muss.

    Insbesondere verlange ich von meinen Schüler, dass sie sich an Terminabsprachen halten und z.B. die Abgabe von Mappen, Hausaufgaben oder das Halten von Referaten nicht immer weiter hinaus zögern, da sie ja im Klausurstress standen. An der Uni / im Beruf ist es dem Prof / dem Arbeitgeber auch relativ egal. wenn der Student / der Arbeitnehmer gerade viel Stress hatte ... Wird da ein Hausarbeit / ein Projekt nicht fristgerecht eingereicht, dann muss derjenige mit den Konsequenzen leben. Wenn wir ihnen Aspekte wie Disziplin, Ordnung, Mühe etc. (auch in Situtationen, wo man gerade keinen "bock" drauf hat, nicht beibringen und auch von den Eltern nicht geleistet wird (was wichtig ist), wer soll es dann machen?

    Sprecht mit uns Grundschullehrern und lasst euch nicht von grummeligen Schulleitern abwimmeln. ;)

    Meine Schule macht das regelmäßig ... vorab, bei Erprobungsstufenkonferenzen, zur Not telefonisch. Die Klassenlehrer wissen auch immer, wer "nur" eine Realschulempfehlung bekommen hat und wer Gymnasialempfehlungen erhalten hat. Aber wir sind auch ein eher kleiner Schulort und wir bekommen die Kids nicht von so vielen Grundschulen. Bei diesen Austauschgelegenheiten stellen wir dann fest, dass Fritzchen, der bereits in der GS Probleme hatte, auch bei uns überfordert ist (sei es von der Organisation her, sei es von seime Ordnungssinn her, sei es von seinen Leistungen her).

    Und was leisten dann weiter führende Schulen noch?
    Treffen dann Arbeitgeber / Universitäten mit der Realschule / dem Gymnasium auch Zielvereinbarungen?

    Die Schüler auf die Arbeitswelt / die Uni vorzubereiten und die Lernziele der eigentlichen Jahrgangsstufen zu erreichen.

    @DeadPoed: Bezüglich "die Eltern in die Pflicht nehmen" kann ich dir nur Recht geben. In erster Linie müssen die Eltern wieder ihre eigentliche Erziehungsaufgabe wahr nehmen.

    Zitat MarlenH :

    Wie jeder vernünftig denkende Mensch es erwarten sollte !

    Ich finde es mehr als bedenklich, dass hier in einem Lehrerforum die enorme Wichtigkeit dieser Grundlagen nicht von allen so gesehen wird ! 8_o_)


    Rechtschreiben können die Schüler ja mittlerweile auch oft nicht mehr. In Klasse 5 nicht und in der 8. / 9. Klasse oder gar in der Oberstufe auch nicht ...
    Manche Fehler kann man unseren Schüler zig mal anstreichen (Mathe z.B) und bei der nächsten Arbeit ist es promt wieder falsch.
    Einsatzwille? Nicht bei allen Schülern! "Müssen wir die Arbeit berichtigen?" "Warum müssen wir die Übungsaufgabe noch mal machen? Die haben wir doch schon mal gerechnet" Oder: "Ich hatte am Wochende das und das und da konnte ich kein Referat vorbereiten / keine Hausaufgaben machen".

    Es liegt nicht alles an den GS-Lehrern, sondern auch an den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Eltern, die ihre Kinder in ihrer Faulheit unterstützen, Eltern, die einen Schulwechsel nicht einsehen wollen, am System an sich, an den Kollegen der weiterführenden Schulen etcpp.

    Die Frage ist nur, ob die Schüler (langfristig) aufgrund des vielen Nachmittagsunterrichts überhaupt Lust haben, eine solche AG zu machen (v.a. wenn man viele Fahrschüler dabei hat oder Schüler, die in Sportvereinen oder an der Musikschule sind).

    Bedenke bei einer solchen AG mit lebenden Tieren auch, dass diese nicht nur in den Ferien versorgt werden müssen, sondern auch, wenn du länger ausfallen solltest oder versetzt werden solltest. Nicht immer findet sich ein Nachfolger für eine solche AG (bzw. jemand, der es phasenweise übernimmt).

    Stimmt in der Inklusion sollen alle schön im Klassenverband unterrichtet werden...DAS ist aber mit Verlaub mehr als haarsträubend u kaum sinnvoll praktikabel. Denn in meiner Klasse reicht die Bandbreite von geistig behindert,Lernbehindert bis zum Realschüler! Der Junge mit Down Syndrom hat den Leistungsstand eines Erstklässlers,die 4 LE Kinder sind etwa auf dem Stand 3.Klasse! Da kann ich keine gemeinsame Lektüre bearbeiten,da sie ja nicht einmal richtig lesen können. Darum ist es ein Segen, d der Förderschullehrer die Ikids in Deutsch beschult. Schlimmer ist es in Englisch. Was ich eh für'n Scherz halte...Fremdsprache lernen,aber in Deutsch noch massive Schwächen. Aber nun denn. Hier kann der Förderschulkollege sie nicht nehmen. Also hab ich sie anfangs mitmachen lassen. Mit dem Ergebnis der größtmöglichen Überforderung. Nun ist es so,dass ich Fördermappen für die Ikids erstellt habe,die sie unter Aufsicht der I-Helferin abarbeiten. Immerhin können sie diesen (Grundschule)Stoff bewältigen.
    Alles in allem,gehört die Inklusion unter solchen Arbeitsbedingungen abgeschafft!

    Da stimme ich dir völlig zu! In keiner Förderschule werden in einer Klasse Schüler unterrichtet, die sowohl geistig behindert, lernbehindert etc. sind. Warum wird von den Regelschullehrern dieses erwartet?

    Wir sind überhaupt nicht ausgebildet, um mit behinderten Kindern richtig umzugehen (Da nützen auch die I-Helfer etc. nichts).

    Für die I-Schüler muss es doch der totale Frust sein, nicht mit den "normalen" Kindern mithalten zu können. Die Regelschulkinder veräppelln die I-Schüler mitunter (ein Nachbarskind (mittlerweile Jugendlicher) ist geistig behindert. Die anderen Kinder / Jugendlichen ahmen diesen Jugendlichen nach ... sicherlich kein tolles Gefühl.

    Zitat

    Ich hoffe,d die Inklusion genauso schnell vor die Wand gefahren wird wie G8!!!

    Oder schneller....:wink_1:


    Nur leider sind die Leidtragenden die behinderten und nicht behinderten Schüler (und deren Eltern und Lehrer).

    Ich kann Tracis Argumentation durchaus verstehen und auch bei uns haben Teilzeitkräfte weniger Aufsicht als Vollzeitkräfte und bisher hat sich noch niemand beschwert.

    Wenn wie im Ausgangspost Unterricht dafür ausfällt (ist bei uns auch so) ergibt sich daraus bei uns auch eine Dienstpflicht.


    Nö bei uns nicht. Die nicht mitfahrenden Kollegen müssen bei uns nur andere dienstliche Tätigkeiten wahr nehmen, bis ihr regulärer Unterricht vorbei ist (sei es die Sammlungspflege, sie es Aufräumen im Lehrerzimmer, sei es irgendwas anderes).

    @ Susannea: Wenn der Lehrerausflug aber mit einer längeren Fahrt verbunden ist und erst um 23 Uhr beendet ist und es noch in eine Kneipe geht, ist es für ein Kleinkind sicherlich alles andere als gut (quengelndes Kind etc).

    Man hat auch irgendwie ein Privatleben neben der Schule und von daher kann ich diejenigen verstehen, die nicht mitfahren möchten (vor allem wenn man ggf. noch einen Stapel Korrekturen auf dem Schreibtisch liegen hat und / oder man ohnehin schon eine stressige Schulwoche hatte).

    Wer Spaß dran hat, kann es gerne machen.

    Zitat alias :

    Wenn man sich den real existierenden Kollegen einigermaßen verbunden fühlt, hast Du sicherlich Recht, geehrter alias !

    Ansonsten würde ich den Ausflug für reine Zeitverschwendung halten. Da wäre mir das Hinterm-Rücken-Gerede völlig Banane. 8_o_)


    Hinzu kommen ggf. noch folgende Punkte:
    1) Es gibt Kollegen (sei es, dass sie schwanger sind oder schon älteren Semesters sind), denen es schwer fällt noch nach der Schule an einem Lehrerausflug teilzunehmen (was ggf. mit viel Lauferei oder viel Stehen verbunden ist).
    2) Teilzeitkollegen, die am entsprechenden Tag ggf. noch frei haben, haben ihre Teilzeitbeschäftigung ja nicht einfach so genommen, sondern da sie z.B. noch Kinder haben. Wenn nicht gerade eine Gratisbetreuung zur Verfügung steht (Eltern, Ehepartner) [was im Übrigen nicht selbstverständlich ist], muss für diese Betreuung mitunter bezahlt werden (Tagesmutter, Kinderfrau).
    3) Nicht jeder mag es, wenn Kollegen nach dem geselligen Beieinandersein angeheitert sind.

    Zitat Flipper79 :

    Alles was schon wieder mit zusätzlichen Arbeitsgruppen zu tun hat macht nur krank ! 8_o_)


    Jup ... weswegen ich auch in dieser Arbeitsgruppe nicht mitwirke ... das sollen mal ehrgeizige Kollegen machen.

    Schauen wir mal, ob bei der nächsten Landtagswahl wieder Rot-Grün kommt (an Schwarz-Gelb mag ich bei der Schwächelphase der FDP nicht glauben ...)

    Zitat Flipper79 :

    Zitat


    Trotzdem wenig Geld für so viel Aufwand :essen:
    Nun sei mal ein bisschen idealistischer, geehrte Flipper79 ! Das Leuchten in den Augen der Kinder ist uns viel wichtiger als Geld !

    Naja ... aber für die Teilnahme an dieser Umfrage sehe ich keine leuchtenden Schüleraugen, da es diese nämlich nicht interessiert, wie gestresst wir sind. Deren Eltern würden - wie du im unteren Zitat verdeutlichst - Beifall klatschen, wenn sie erfahren, dass wir viel zu tun haben (widerspricht es doch dem gängigen Vorurteil).

    Zitat Sonderpädagogin :

    Zitat


    Naja...je mehr Lehrer mitmachen, desto höher die Aussagekraft. Um die Bildungsministerin zu beeindrucken, müssen es aber schon noch ein paar mehr werden...da braucht man mit Studien unter 300 Probanden gar nicht ankommen...
    Selbst, wenn die Studie seriös und im Sinne der Lehrer aussagekräftig sein sollte, würde es unserer geehrten Frau Löhrmann kaum interessieren. Das Volk würde sogar Beifall klatschen, wenn es durch die Studie erfährt, dass die jammernden und dazu noch verbeamteten Lehrer (Altkanzler Schröder sprach dazumal von Faulen Säcken), endlich mal hart rangenommen werden. 8_o_)

    Jup, da stimme ich dir zu.
    Und diese Umfrage zur Lehrergesundheit, die von der BezReg durchgeführt wurde, hat auch noch nicht dazu beigetragen, dass die Arbeitsbelastung reduziert wird ... trotz Arbeitsgruppen.

    bevor jemand teilnimmt, wäre sicherlich die Klärung der folgenden Fragen nicht unwichtig:
    1) Wer führt diese Studie in welchem Auftrag durch?
    2) Wie sehen die Aufgaben der Probanden aus und mit welchem zeitlichen Aufwand müssen sie rechnen?
    3) Was heißt "die Teilnahme wird honoriert" genau?
    4) Wo werden die Ergebnisse in welchem Umfang veröffentlicht?
    5) Wie soll der Teilnehmerkreis aussehen?
    6) Ist der Datenschutz gewärleistet?

    Soweit ich weiß, braucht man BDU, um zur Prüfung zugelassen zu werden.
    Hast du schon Kontakt zum Seminar aufgenommen?
    Was sagen denn deine Fachleiter zu deinen UB-Stunden?

    Mir scheint die Situation an deiner Schule ziemlich ausweglos. Versuch irgendwie zu erreichen, dass du die Schule wechseln kannst.

    Ich würde mit der SL reden und ihr sagen, dass ich bei der Polizei Anzeige erstatte möchte und die ermitteln soll (aus rechtlichen Gründen weiß ich nicht, inwiefern ich ohne ihr Wissen die Polizei einschalten darf). Wenn sie sagt "Nein, das geht nicht", würde ich zumindest darauf bestehen, dass ein Gespräch zwischen Klassenleitung + Schulleitung + Schüler + Eltern stattfindet und erzieherische Maßnahmen eingeleitet werden.

    Mit der Devise "Keine Aufruhr" erwecken, erreicht man nur, dass sich die Schüler ins Fäustchen lachen und sich denken "War ja nicht so schlimm, war ja "nur" ein Dummer Jungen Streich". Ihnen muss unbedingt klar gemacht werden, dass es sich um eine Straftat handelt.
    Was meinst du, was im Betrieb passieren würde? Der Arbeitgeber (und erst Recht ein Azubi) würde hochkant rausfliegen -(und das zurecht). Selbiges gilt bei Internaten.

    Ja, ich habe es in einem sehr sehr trägen Kurs, in dem die Arbeitsmoral zu wünschen übrig ließ, auch schon mehrmals gemacht. Ich hab auch schon mal Hausaufgaben eingesammelt (unangekündigt, nur von einigen Schülern. Damit sich niemand beschweren konnte, auch von den "Guten" und Gewissenhaften).

    Ich hab in meinem Abikurs schon mal Referate zu Themen aus der Q 1/ Q 2 halten lassen. Die Schüler sollten sich ein Teilthema zur Brust nehmen (z.B. anhand einer sinnvollen Anwendungsaufgabe, die ich ihnen zur Verfügung gestellt habe) und dieses vorstellen. Dort sollten dann Regeln, Formeln etc. genannt und erklärt werden (incl. dem Vorstellen der Aufgabe). Manche Schüler haben auch gleich ne halbe Stunde gewuppt und die anderen SuS mit einbezogen.

    Alte Aufgaben rechnen: Ich mach es gern mithilfe des Stationenlernens (Lösungen liegen zentral aus. Ich gehe dann als Lernbegleiter durch den Kurs und helfe. Wenn man möchte, kann man auch noch Hilfekarten vorbereiten)

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