Ich glaube, er hätte besser Germanistik studieren sollen...
Deutsche Sprache schwere Sprache. ![]()
Ich glaube, er hätte besser Germanistik studieren sollen...
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Ich habe überhaupt keine Zeit in meinem Unterricht SII Themen in der S I zu unterrichten. Ich habe schon Probleme mit dem regulären Stoff durch zu kommen bzw. muss von Thema zu Thema hetzen. Wenn dann wegen Feiertagen & Co noch Unterricht ausfällt, dann wird es arg knapp ..
Hinzu kommt, dass die Schüler in der S I auch kognitiv gar nicht in der Lage sind den SII Themen zu folgen. Durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von 9 auf 8 Jahre merken wir schon, dass selbst S II - Schüler für manche Themen noch zu jung sind. Bei SII Schülern sitzt manchmal noch nicht mal der S I - Stoff, da die Übungsphasen fehlten oder sie alles wieder vergessen.
Meine Schüler sind auch noch nie auf die Idee gekommen S II Themen bereits in der SI zu lernen.
Danke, Asfaloth.
waldkauz, das finde ich komisch, weil ich habe meine Informationen von mein Bezirksregierung und niemand hat mich so informiert...
Und sie wissen, woher ich komme, und über meine Ausbildung.
Kein Wunder ... offiziell zugeben tut es keiner von der BezReg. In vielen Ausschreibungen steht aber, dass sie gezielt nach Absolventen mit 2. Staatsexamen suchen. Nur wenn sie keinen finden (z.B. in Mangelfächern) nehmen sie auch Quereinsteiger. In Geschichte haben wir genug Absolventen, Englisch hängt stark von der Schulform ab.
Fakt ist auch, dass selbst fertige Referendare kaum noch Vertretungsjobs finden, da nur noch Kolleginnen im Mutterschuzt / in Elternzeit vertreten werden dürfen (was man hochoffiziell auch nicht liest). Längerfristig erkrankte Kollegen müssen in der Regel von Kollegen aus dem eigenen "Bestand" vertreten werden. Wir bekommen noch nicht mal Vertretungkräfte, obwohl wir nach dem Ausscheiden der Reffis aus dem BDU starken Mangel an Lehrern in einigen Fächern haben und wir die Stunden nicht adäquat auffangen können.
Derzeit in ganz NRW: 281 Vertretungsstellen ....
Ich bleibe dabei : Die Belastung ist enorm gestiegen. Man kriegt sie auch nicht durch bessere Organisation und o.g. Kooperation wesentlich heruntergefahren. Und vergesst nicht die o.g. Zunahme an Konferenzen !
Ich möchte dir nur zustimmen: Die zusätzliche Belastung ensteht ja nicht nur aufgrund des Unterrichts, sondern durch die Zusatzaufgaben neben dem Unterricht:
- Konferenzen
- Elterngespräche, die v.a. anstehen, wenn das liebe Kindchen auf dem Halbjahreszeugnis eine 5 hat (inwiefern diese Elterngespräche was fruchten, wennn das Kindchen nur faul ist und auf Ansprachen im laufenden Halbjahr nicht reagiert hat.
- Das Schreiben von Lern- und Förderempfehlungen / Förderplänen, die wie die Elterngespräche bei faulen Schülern nix fruchten
- die nachmittäglichen Elternsprechtage (Früher zu meiner Schulzeit fanden diese noch ganztägig statt)
Wir versuchen in einzelnen Fachschaften auch parallel zu arbeiten, aber wir haben auch unterschiedlich leistungstarke Klassen, in denen die SuS entweder mit dem Material vom Kollegen unter- oder auch überfordert sind. Wenn - gerade im 2. Halbjahr - der eine Kurs ungünstig im Stundenplan liegt (oft vom Unterrichtsaufall betroffen), während im anderen Kurs seltener Unterricht ausfällt, gerät das parallel Arbeiten in Schieflage ... Obgleich paralleles Arbeiten Vorteile und Arbeitserleichterung bringen kann.
Also, ich kenne keinen Lehrer, der - wie du schreibst - vier Freistunden hat und das jeden Tag in der Woche.
Jeden Tag vielleicht nicht, aber tortzdem an ein oder 2 Tagen. Ich habe an 2 Tagen 3 Freistunden + Nachmittagsunterricht. Auch nicht wirklich pralle.
Jedenfalls kann ich den TE verstehen.
Dafür wirst du an manchen Tagen aber sicherlich auch nicht um 8 Uhr anfangen, denn 5 Tage x 7 Stunden (8.00 - 15.00 Uhr) wären ja bereits 35 Zeitstunden. Eine Vollzeitstelle liegt jedoch bei maximal 28 Schulstunden.
Es gibt auch ziemlich zerrupfte Stundenpläne: 1. Stunde Unterricht. 2. Stunde frei. 3. und 4. Stunde Unterricht, dann wieder frei und 8. und 9. Stunde wieder Unterricht.
Meine Frau geht insgesamt 11 Monate in Elternzeit. Wenn das Kind also am 31.08.13 kommt, würde sie bis zum 31.07.14 in Elternzeit sein. Ab dem 01.08. gehe ich in Elternzeit.
2014 gehen in Schleswig-Holstien die Sommerferien vom 14.07. - 22.08.. Die Elternzeit würde also mitten in den Sommerferien enden.
Ähm ... wir haben jetzt 2014. Ergo kann das Kind schlecht am 31.8.2013 kommen. Noch mehr schlussfolgernd würde die Elternzeit bis zum 31.7.2015 gehen --> Du musst nach den 2015-Sommerferien schauen ![]()
Fein wäre es, wenn wir dein Bundesland wissen würden, da Bildung Ländersache ist und solche Dinge unterschiedlich geregelt sein können.
Laut GEW ist dieses zulässig: https://www.google.de/search?q=GEW:+MEhrabreit+nrw&ie=utf-8&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&gws_rd=cr&ei=HNHfUu_AJcbVtQbaq4CIDQ#
Aber du kannst die 2 Mehrarbeitsstunden (bis auf die letzte Woche) ja abrechnen: In den 3 Wochen leistest du ja defacto Mehrarbeit, ohne das was ausfällt.
Kannst du nicht vll. mit den Hauptbetreuern des Praktikus sprechen, ob du weniger Schüler im Praktikum betreust? Das kann ja auch intern geregelt werden, ohne dass die Behörde davon Kenntnis bekommt.
Ich weiß nur, wie es bei einem Kollegen gelaufen ist:
Er hat zweimal einen Versetzungsantrag gestellt, der 2. war erfolgreich.
Er hat - nachdem die BezReg / der Personalrat entschieden hat - entweder einen Bescheid bekommen, dass der Versetzungsantrag abgelehnt war bzw. erfolgreich war. Da er vorab aber schon mit dem Personalrat in Kontakt gestanden hat, wusst er - nach seinem 2. Antrag - sehr sehr inoffizell, dass dieser vermutlich Erfolg haben werde.
Wie es bei ihm online aussah, weiß ich nicht.
Allerdings ist eine Versetzung wohl auch sehr abhängig davon, in welche Stadt / Region man möchte. Wenn man in eine sehr beliebte Stadt / Kreis etc möchte, sind die Chancen geringer, als wenn man z.B. ein eher ländliches Gebiet wählt. Noch besser ist es natürlich, wenn man vorab eine Schule kennt, die einen möchte.
Auch die Gründe sind wohl oftmals entscheidend '(Familienzusammenführung oder Pflege eines Angehörigen) wird wohl relativ hoch bewertet, v.a. wenn der Partner in Stadt X wohnt (in dessen Nähe man möchte) und man ein Kind hat (oder wenn man ein Kind hat und mit dem Partner in Stadt X wohnt und näher an seinen Wohnort möchte).
zu 1) Ja. Die Abstände können halbjährlich sein.
zu 2) Jein. Nach den 5 Jahren muss eine Freigabe erfolgen, sodass du ins Versetzungsverfahren kommst. Heißt aber noch nicht, dass du versetzt wirst - wenn keine Stelle frei ist (hab ich mal gehört)
zu 3) Kann ich dir nicht sagen
zu 4) Ohne Zustimmung des SL erfolgt keine Freigabe
zu 5) Du kannst in dem Antrag Kreise / Städte angeben, in die du möchstest. EIn Kollege hat sich im Vofeld eine Schule ausgesucht, an die er versetzt werden wollte. Es hat dann auch so geklappt.
zu 6) Das kann kurzfristig erfolgen. Juni für den Termin August 2014 z.B.
zu 7) Sinnvoll ist es immer im Vorfeld mit dem Personalrat Kontakt aufzunehmen und ggf. bereits zu einer Schule Kontakt aufnehmen, die einem zusagt. Wenn die einen wollen und man das im Antrag angibt, kann es ggf. einfacher werden.
Lg
@ Biologe: Warum beantwortest du nicht Sofie's Frage?
Eine Menge Kompetenzen scheinst du ja mitzubringen. Alle Achtung. Die Welt braucht mehr von diesen Missionaren! Melde dich doch mal bei Frau Löhrmann! Sie wird begeistert sein von deinen Vorschlägen ... oder werde selbst Schulminister ![]()
@ Biologe: Ich glaube kaum, dass eine Individualisierung des Unterrichts zu einem größeren Respekt gegenüber Lehrern, Polizisten und anderen Amtspersonen führen wird. Hier spielt oftmals eine mangelnde Erziehung im Elternhaus eine Rolle. Und ehe mir jemand mit dem Argument kommt, dass diese Erziehungarbeit die Lehrer erledigen müssen, so antworte ich diesen: Die Erziehung ist die Aufgabe der Eltern (siehe auch Grundgesetz). Der Unterricht hat nix damit zu tun.
Und die kritische Elternschaft ist sicherlich nicht an allen Gymnasien Ususu, jedoch kommt auch dieses vor (und es kann verdammt anstrengend sein, wenn man einem Vater gegenüber sitzt, der alles besser weiß und noch dazu Jurist ist und gegen alles und nix aufmuckt). Ebenso gibt es auch an Gymnasien Eltern, die sich um nix kümmern sowie Schüler, die verhaltensauffällig sind (und die Quote dieser Schüler wird im Zug von der Inklusion noch steigen). Und seien wir mal ehrlich: Mit manchen Klassen (auch am Gymnasium) ist ein freier Unterricht nicht möglich. Während Experimentierphasen muss man Angst haben, dass sie mal wieder Dummheiten machen (ähnliches gilt während Gruppenarbeitsphasen). Eine straffe Hand resp. vielen Frontalarbeitsphasen bekommt diesen Klassen dann oft am Besten.
Vllt. weil man - weiterhin hypothetisch - an der christlichen Sexualmoral festhält?
Wenn man es so mit den christlichen Werten hat, sollte man wohl in diesem Falle auch keine Evolutionstheorien von Dawin & Co lehren ... oder wie war es nochmal mit "Gott erschuf die Welt"? Irgendwie beißt sich das doch auch ...
Zitat Mikael :
Worüber auch ich sehr erschrocken und betroffen bin ! Besonders betroffen, weil wir uns eigentlich nicht in einem Lieschens-Müller-Forum befinden.
Kein Wunder, dass bei einem solchen Denken das Bildungsniveau auf allen Schulformen immer mehr abnimmt. Traurig aber wahr ...
Aber Mikael hat schon Recht: Da unsere Schüler mehrheitlich schlechter schreiben als noch vor 5 oder 10 Jahren (was ältere Kollegen im Übrigen bestätigen), werden auch die Rechtschreibkenntnisse der künftigen Erwachsenen, sprich Erwerbstätigen sinken. Insofern wird es echt nicht mehr auffallen ---> Wobei die mangelnden Rechtschreibkenntnisse (auch) Resultat einer sich wandelnden Bildungspolitik sind. Danke Frau Löhrmann (und Ihrer Vorgänger)!
1) Es ist extrem unwahrscheinlich, dass die Ministerin diesen Brief selbst verfasst hat. Ohne den Alltag einer Ministerin genau zu kennen bezweifel ich auch, dass sie jedes Schriftstück liest, was sie unterschreibt. Dann käme sie vermutlich nicht mehr zu irgendetwas anderem. Die Rechtschreibfehler in diesem Text (soweit ich ihn gelesen habe) sind vermeidbar, verändern aber nicht Inhalt oder Aussage der Sätze.
Es kommt aber entscheidend auf die Außenwirkung an: Ein Mitarbeiter, der diesen Brief im Namen der Ministerin verfasst hat, sollte schon eine richtige Rechtschreibung beherrschen. Fehler können passieren, aber nicht so gehäuft. Hinzu kommt, dass es um eine Art Vorbildfunktion geht.
Wenn sich ein Schüler mit dieser Anzahl an Rechtschreibfehlern irgendwo bewirbt, so wird seine Bewerbung - egal welche Qualifikation er hat - sofort aussortiert. Dem Arbeitgeber wird es auch relativ egal sein, wenn jm anders diese Bewerbung geschrieben hat und der entsprechende Schüler nur unterschrieben hat.
Unseren Schülern versuchen wir eine richtige Rechtschreibung beizubringen und bereits in der 5. Klasse lernen unsere Schüler, wie man einen Brief formal richtig schreibt (incl. der richtigen Anrede). Warum sollte dieser Mitarbeiter, der diesen Brief verfasst hat, keine richtige Rechtschreibung beherrschen? Ich stell mir gerade meine Schüler vor, denen ich Rechtschreibfehler anstreiche (und im Falle einer Abschlussprüfung ggf. die Note aufgrund der gehäuften Verstöße herabsetze) und die diesen Brief lesen: "Warum müssen wir denn korrekt schreiben, wenn schon die Ministerin keine richtige Rechtschreibung beherrscht?"
Wenn ich - von einem Unternehmen - einen solchen mit Fehlern gespickten Brief bekommen würde (und da ist es mir egal, ob der chef diesen Brief geschrieben hat oder seine Sekretärin), dann würde ich mir schon Gedanken über dieses Unternehmen machen.
@ Mimmi: Es ist ein entscheidender Unterschied, ob man "nur" in einem Forum schreibt oder ob man einen offiziellen Brief z.B. an Fr. Merkel verfasst.
Auch eine einfache Schreibkraft sollte in der Lage sein eine ordentliche Rechtschreibung zu beherrschen ...
Wo steht denn das geschrieben?
An beiden Gymnasien, an denen ich bisher unterrichtet habe, wurden die Fächer Kunst und Informatik überwiegend fachfremd unterrichtet. Ohne die fachfremden Lehrkräfte wäre der Unterricht dieser Fächer zusammengebochen. Politik wurde auch gerne und oft fachfremd gegeben.
Ist bei allen Gymnasien, die ich persönlich oder aus dem Bekanntenkreis kenne so.
@ Susannea: In NRW wird man in der Regel nur in den Fächern eingesetzt, in denen man auch ausgebildet ist. Es sei denn man muss Kombikurs wie NaWi oder ähnliches unterrichten. Die Erfahrungen an meiner Schule gehen aber dahin, dass gerade in den höheren Klassen die Chemiekollegen die physikalischen Themen nicht gerne unterrichten und - soweit das Curriculum es zulässt - die physikalischen reduziert. Wenn hingegen ein Physiker chemische Themen unterrichten muss, so versucht er gerade die "gefährlichen" chemischen Experimente, die er sich nicht zutraut, rauszulassen. Uns Physikern wird sogar empfohlen manche chemische Experimente lieber nicht zu machen, da es - wenn es schief geht - gehörig krachen kann. Zumindest aber muss er sich vorher erkundigen, ob manche Experimente als Schülerversuche geeignet sind. Ein Chemiker hingegen darf z.B. nicht mit radioaktiven Präparaten oder eine Schulröntgengerät arbeiten (es sei denn er hat eine entsprechende Fortbildung mitgemacht).
Da du ja aus Berlin kommst, würde ich einfach mal ein Blick in ein NaWi-BUch werfen, da ist dir das alles aufgeschlüsselt. Da gibt es doch deutlich mehr Berührungspunkte!
Jup z.B.
1) Bio: Überleben von Tieren im Winter - Physik: Wärmedämmung (am Beispiel: Aufplustern von Vögeln) - Anomalie von Wasser (Darum friert ein Teich nicht bis unten durch, so lang er tief genug ist)
2) Physik: Energieformen - Bio: Energie in Lebensmitteln / Energieverbrauch des Menschen
Und das sind nur einige Punkte, die mir gerade einfallen.
Ich würde auch sagen, dass du dir überlegen solltest, welche Reihe zu der Zeit, in der du die Examensstunde ablegen möchtest, dran ist bzw. sinnvoll ist. Es wird doch sowas wie schultinterne curricula geben. Auch ein Blick in verschiedene lehrwerke können nicht schaden, um an Ideen zu kommen.
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