Ich bin zwar keine Grndschullehrerin, aber werden wohl nicht alle Schüler top-Leistungen erbringen (sonst gäbe es keine Schüler, die eine Real- oder Hauptschulempfehlung bekommen). Vielleicht war der Test ja zu schwer gestellt. Dann würde ich aber dazu stehen und sagen: Ok, der Test ist zu schlecht ausgefallen. Er wird aber nicht gewertet. Dennoch würde ich ihn nie wegwerfen, sondern den Schülern wiedergeben und besprechen. Ein Schüler sollte in meinen Augen ein Anrecht darauf haben, seine eigenen Fehler einzusehen und daran zu arbeiten. Wie soll er denn beim nächsten Test (oder wie auch immer man ihn nennt), bei der nächsten Klassenarbeit aus den gemachten Fehlern lernen?
Gerade als guter Schüler, der vielleicht einen Test verhauen hat, möchte ich (oder die Eltern) wissen, woran es gelegen hat, damit ich eben aus den Fehlern lerne.
Wenn ich ständig Tests wegwerfen würde, die schlecht ausfallen (es geht nicht darum, dass ich ihn verliere), dann würden sich bestimmt Schüler und Eltern bei mir / der Schulleitung beschweren (ich fürchte ja mal, sie würden es sogar machen, wenn ich den Test einmal in den Rundordner werfe und es den Kids sogar noch sage).
Wäre ich Mutter, würde ich meinem Kind je nach Situation die Ohren lang ziehen, wenn er Tests wegwirft, da der Test zu schlecht war. Als Lehrerin verlange ich eigentlich auch, dass Schüler Tests den Eltern vorlegen und ggf. sogar unterschreiben, wenn er zu schlecht war (schon allein um dem Argument "Warum hat mein Kind in Physik denn eine 5? Tests haben Sie doch nie geschrieben" vorzubeugen. Wenn ein Schüler seine Hausaufgaben nicht hat, erwarte ich, dass er mir nicht irgendeine Ausrede eines verstorbenen Wellensittichs mit der damit verbundenen Trauer (woraus die Nichterledigung der Hausaufgaben folgt), auftischt. sondern mir die Warhheit sagt (ich habe es vergessen).
Wenn ich nun als Lehrerin Tests wegwerfe (oder Schüler belüge) bin ich ihnen kein Vorbild. :X: