Aha. Und warum "haben" sie ein "Problem"? Weil sie es von sich aus wissen oder weil man es ihnen sagt oder gar weil die deutsche Schulpflicht sie zwingt, jahrelang jeden Tag viele Stunden relativ regungslos in einem Klassenraum voller Reize zu verbringen? Wie groß ist denn der Anteil der Umgebung an diesem Wissenserwerb? Und was ist die Motivation dieser Umgebung, darauf hinzudrängen, dass ein nerviges aber letztendlich in allen Belangen abhängiges Kind diesen Wissenserwerb vollzieht??
sie haben das Problem, weil sie in dieser Gesellschaft leben und so ganz grundsätzlich auch Teil dieser Gesellschaft sein wollen. Menschen sind einfach soziale Wesen, die den Kontakt zu anderen Menschen in der Regel brauchen.
Auch ohne Schule und Schulpflicht haben bzw hätten ADHSler sehr oft massive soziale Schwierigkeiten. Da hilft es auch nicht, so zu tun, als wären die Probleme nicht vorhanden. Unsere Gesellschaft wird sich nicht so schnell verändern, dass ein heute betroffenes Kind ohne erhebliche Probleme erwachsen werden kann. Das kann man traurig finden, ist aber so. Ich hatte ja vorhin schon geschrieben, dass beispielsweise Suchterkrankungen bei (unbehandelten) Betroffenen überdurchschnittlich häufig vorkommen. Das kann man natürlich als Eltern ignorieren, ich würde das nicht tun.
