Beiträge von Plattenspieler

    Danke für die Antworten. Heute kam eine Mail der Schulleitung, dass das Ganze in Baden-Württemberg wohl recht locker geregelt ist und auf 'Heimarbeit' hinausläuft, damit auch die Kinderbetreuung geregelt ist.

    Es sollen sich wohl nur die Schulleitung in der Schule befinden, der Rest soll von zu Hause aus arbeiten.

    siehe https://static.kultus-bw.de/site/pbs-bw-ne…uer_Schulen.pdf

    und die FAQ: https://static.kultus-bw.de/site/pbs-bw-ne…hulen_final.pdf

    Für SBBZ soll es morgen noch einmal extra Informationen geben ...

    Gleiches Bundesland, ähnliche Frage:

    Muss Material bereitgestellt werden? Gibt es da eine offizielle Regel? Ich würde mich jetzt am Wochenende hinsetzen und Pläne vorbereiten, aber wenn es dann heißt, dass die Schüler nicht arbeiten sollen (ich meine, das hätte ich irgendwo gelesen), dann würd mich die verlorene Zeit am Wochenende ärgern...

    In BW ist doch unter anderem aus dem Grund am Montag noch Unterricht.

    Im Schreiben des Kultusministeriums heißt es:

    "Wir haben uns dazu entschieden, die Schulen und Kindertageseinrichtungen erst ab kommenden Dienstag zu schließen, um einen einigermaßen geordneten Übergang in die unterrichts- bzw. betriebsfreie Zeit zu ermöglichen. Diese Entscheidung ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Schulen und Lehrkräfte am Montag noch Zeit haben sollen, um den Schülerinnen und Schülern in geeigneter und angemessener Weise Lerninhalte, Lernpläne oder Aufgaben zusammenzustellen und übermitteln zu können."

    https://static.kultus-bw.de/site/pbs-bw-ne…a%20Schulen.pdf

    Eine Pflicht ("muss"), Material bereitzustellen, sehe ich darin zwar nicht, ein Verbot aber erst recht nicht.

    Warum wird denn Geographie derart häufig als Leistungskurs gewählt?

    Gilt es als wenig arbeitsintensives Fach? Kann man verhältnismäßig einfach gute Noten erreichen?

    Dass es bei so vielen SuS eine derart große Begeisterung für geographische Inhalte gibt, halte ich ehrlich gesagt für eher unwahrscheinlich.

    Ich war auch einmal gesperrt.

    Oder sogar zweimal? Könnte sein, aber bewusst erinnern kann ich mich nur an eine Sperrung.

    Falls es jedoch eine Art "Liste" gäbe, wäre ich sicher auch darauf.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Ramelow für einen Linken ziemlich wenig Links wäre.

    Dann ist die Frage, warum er in der Partei ist. Wobei er mit seiner Haltung zu DDR und Unrechtsstaat natürlich gut dort hineinpasst.

    Wäre das nicht ein Thread für die Rubrik "Frust, Ärger und Kritik"?

    In dem Forum geht es nach der Beschreibung um "Frust, Ärger, Kritik über bildungspolitische Situationen, Presseartikel ...". Für eine bildungspolitische Frage halte ich das ganze zumindest nicht primär (was die Äußerungen über die Bildung der Beteiligten aussagen, kann natürlich diskutiert werden).

    die Frau meinte sinngemäß: Selbst wenn wir die Reichen erschießen (würden), alle "normalen" Menschen immer noch heizen, Auto fahren und so weiter wollen und es daher eine Energiewende braucht.

    Die Frau meinte wörtlich (der Videoausschnitt ist oben verlinkt): "Auch wenn wer det 1 % der Reichen erschossen haben, ..."

    Ich muss zugeben, ich finde das auch höchst unglücklich und etwas daneben (nicht so daneben, wie manche es jetzt gerne aufblähen würden).

    Zunächst, bevor Unterstellungen kommen: Ich lehne alle politischen Extreme ab.

    Aber: Bei anderen Parteien wäre/ist man bei vergleichbaren Äußerungen nicht derart nachsichtig.

    Mikael hätte das Thema sicher viel früher aufgemacht.

    Ich werde ihn nicht ersetzen können.

    Darf ich einmal ganz doof fragen, wie man Förderschwerpunkt Lernen von Förderschwerpunkt geistige Entwicklung abgrenzt? [...] Vielleicht sind die Förderschwerpunkte aber auch einfach zu unterschiedlich benannt in verschiedenen BL und was ich als GE kenne wäre in Sachsen bei dir samu ein SuS der Lernförderschule?

    Nicht in dem Sinne andere Benennungen, aber es gibt natürlich bundeslandspezifische (und auch weitere regionale) Ausprägungen, die bei Schülern in Grenzbereichen dazu führen, dass sie z. B. in einem Land in den Schwerpunkt Lernen und im anderen eher im Schwerpunkt Geistige Entwicklung wären (oder in einem Land noch ohne Förderbedarf und im anderen im Schwerpunkt Lernen).

    Dazu muss man sich nur einmal die Statistik anschauen, wie viele Kinder in welchem Bundesland sonderpädagogischen Förderbedarf haben, und wie sich dieser dann auf unterschiedlichen Förderschwerpunkte verteilt. (Klar spielt auch die Sozialstruktur in gewissem Umfang eine Rolle, aber das allein erklärt die Unterschiede nicht.)

    Wie du richtig schreibst muss man eben auf die Art der Förderschule schauen, auch "Hören" oder "Verhalten" sind erstmal keine Förderschwerpunkte, die ein Abitur per se ausschließen würden.

    Sprache auch nicht. Körperlich-motorisch auch nicht.

    Wir hatten es doch letztens von diesem Kind, das in der 2. Klasse in Mathematik der volle Überflieger ist. [...]

    Es hieß, das Kind könne das Einmaleins. Nähere Informationen kamen da, so ich mich richtig erinnere, nicht mehr. Dazu, "in Mathematik der volle Überflieger" zu sein, gehört noch ein bisschen mehr.

    Und jetzt stell dir mal vor, ein solches Kind ist in Deutsch eher nicht so gut. Dann wird es - je nach Bundesland, Eltern etc. - eher nicht das Gymnasium besuchen. Ist es dann nicht sinnvoll, an einer Gesamtschule in unterschiedlichen Fächern auf unterschiedlichem Niveau lernen zu können?

    Was ich an Gesamtschulen schade finde, ist, dass es dort eher selten Unterricht in Latein (und Griechisch) gibt.

    An den meisten Universitäten studiert man zwei Förderschwerpunkte, es kann also sein, dass du auch im anderen Förderschwerpunkt eingesetzt wirst.

    Oder in einem ganz anderen Förderschwerpunkt. Oder inklusiv mit theoretisch allen Förderschwerpunkten.

    von erste Klasse bis junge Erwachsene kann alles dabei sein

    In manchen Bundesländern auch inklusive Frühförderung, was im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung bedeuten kann ab Geburt.

    Was sind Unterschiede (im Berufsalltag, Unterricht, ...) zwischen Schulen für Kinder mit Ggistiger Behinderung und Schulen für Kinder mit Lernbehinderung? Ich hätte spontan im Kopf, dass der IQ den Unterschied für die Etikette macht, aber ehrlicherweise habe ich gar keine Ahnung, wie sehr es einen Unterschied auf die kognitive Fähigkeit, Lernprozesse und so macht.

    Kann man nicht pauschal beantworten, aber tendenziell:

    In der G-Schule steht die Lebenspraxis (Selbstversorgung, Kommunikation, Mobilität usw.) im Vordergrund. Kulturtechniken werden den Schülern angeboten, die sich darauf einlassen und evtl. davon profitieren können. Für manche Schüler wird "Lesen" z. B. auch als Bilder-, Piktogramme- oder Situationen-Lesen verstanden. Unterstützte Kommunikation wird für nichtsprechende Schüler angeboten. In der Regel gibt es wegen der großen Heterogenität keine Schulbücher für den G-Bereich. Fremdsprachenunterricht gibt es höchstens sehr spielerisch als AG o. ä. Es gibt keine Klausuren und keine Noten. Die Klassen sind sehr klein und es gibt eine intensive Betreuung (im Personal oft auch Erzieher, Therapeuten, Betreuungs- und Pflegekräfte, Teilnehmer im FSJ/BFD (früher Zivis) etc.). Die meisten Schüler werden dauerhaft auf Betreuung und Hilfe angewiesen sein und nicht eigenständig leben und arbeiten können. Die Berufsvorbereitung besteht hauptsächlich in sehr praktischen Tätigkeiten.

    In der L-Schule stehen mehr die Kulturtechniken im Vordergrund. Die Schüler kommen an die L-Schule, weil sie große Probleme im Lesen, Schreiben und Rechnen haben, weshalb das intensiv gefördert wird (natürlich mit Anwendungs- und Lebenspraxisbezug). Das Ziel ist eine Berufstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt. In manchen Fällen kann auch eine Rückschulung an die allgemeine Schule erfolgen. Manche Förderschulen Lernen bieten für fitte Schüler die Hauptschulabschlussprüfung an oder bereiten auf ein externes Ablegen dieser Prüfung vor. Die Klassen sind größer als an der G-Schule, überwiegend ist man als Lehrer allein im Unterricht. Der Fächerkanon orientiert sich an der Regelschule, teilweise mit anderen Gewichtungen (weniger Stunden Fremdsprachenunterricht z. B.).

    Wie gesagt: Tendenzen, je nach Bundesland, je nach Schule und Schüler unterschiedlich und es gibt natürlich auch viele Schüler im Grenzbereich.

    Es ist sehr wohl auch eine Frage der Normierung. Wenn der Test nur an Hochbegabten normiert wird, verzerrt sich das Ergebnis entsprechend

    Ich bezog mich auf den von mir zitierten Satz, dass zwei Standardabweichungen nach oben bei einem Wert von 130 liegt. Das ist eine Frage der Skalierung.

    Dass eine Normierung an einem möglichst repräsentativen und umfangreichen Querschnitt der Gesamtpopulation erfolgen muss, versteht sich von selbst, sonst ist das Verfahren - zumindest als Intelligenzdiagnostik - unbrauchbar.

    Warum zählt das Gutachten eines Pädaudiologen nicht? Warum muss eine FöS Hören selbst Tests durchführen?

    Führen andere Schulen auch eigene Tests durch, wenn es z.B. um die Diagnose von Erkrankungen geht?

    Die Frage ist, worum es im Einzelnen geht.

    Wenn es darum geht, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf vorliegt, dann muss natürlich eine sonderpädagogische Diagnostik durchgeführt werden. Dabei werden medizinische Gutachten und Diagnosen selbstverständlich berücksichtigt, aber die Frage, ob ein Sonderpädagogischer Förderbedarf besteht, ist eine pädagogische, keine medizinische.

    Wenn es um einen Nachteilsausgleich geht, müsste man tatsächlich in die Vorschriften der einzelnen Bundesländer schauen, aber auch hier würde ich die Meinung vertreten, dass das eigentlich eine pädagogische Frage ist.

    Kann man taub sein UND ADHS haben?

    Warum kann ein Kind mit ADHS nicht auch AVWS haben?

    Wer legt das fest?

    Warum ist das so festgelegt?

    Weil das Ausschlussdiagnosen sind.

    Dafür gibt es ja keine biologischen Marker, anhand derer man klar feststellen könnte, dass diese oder jene Auffälligkeit besteht.

    Deshalb definiert man, dass z. B. eine AVWS vorliegt, wenn bestimmte Schwierigkeiten vorliegen und diese Schwierigkeiten nicht besser durch eine andere Diagnose erklärt werden können (z. B. durch eine allgemeine Entwicklungsverzögerung, die sich natürlich auch auf die auditive Wahrnehmung, aber auch auf andere Entwicklungsbereiche auswirkt, oder durch ADHS).

    Übrigens sind das jetzt tatsächlich medizinische Definitionen, auch wenn Ärzte sich selbst nicht immer daran halten und teilweise mehrere sich ausschließende Störungsbilder diagnostizieren.

    Dadurch, dass alles so ungewiss ist, kommt die Ausgrenzung oder Abgrenzung einer Verweigerung von Hilfen gleich.

    Wenn dies so ist, ist das natürlich tragisch, aber das ist nicht die Intention.

    Man muss nur schauen, was die richtigen Hilfen sind.

    Bei einer deutlichen allgemeinen Entwicklungsverzögerung ist dies eben eher der Förderschwerpunkt Lernen.

    Bei ADHS in starker Ausprägung evtl. der Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung.

    Wir haben eine komplette Audiologie mit zwei Audiometern, die auch in den Kliniken stehen. Bei uns wird nichts anderes gemacht als in den Kliniken nur eben mit mehr Zeit pro Testung als dort.

    Aber ihr müsst doch einen spezifischen Test haben, um die auditiven Wahrnehmungsleistungen zu überprüfen? MAUS oder HLAD oder so ... ?

    Dass die Kinder bei euch im FS Sprache auflaufen, kann ich mir vorstellen. Manche davon haben auch mehr sprachliche als Hörwahrnehmungsprobleme. Dann sind sie an der FS Sprache natürlich gut aufgehoben. Das ganze Feld ist ja noch ein Entwicklungsgebiet.

    Ja, die Kinder passen in der Regel schon gut bei uns rein. Im auditiven Kurzzeitspeicher haben sowieso die meisten Kinder bei uns Auffälligkeiten. In der Lautdiskriminierung auch viele.

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