Zudem die Kosten für die Werkzeuge und Produktionsmittel, die in der Industrie von der Firma gestellt werden, die du als Lehrer jedoch selbst bezahlen musst: Medien, Bastelmaterial, Kopierpapier, Kosten für den selbst zu finanzierenden Arbeitsplatz Zuhause, ... Das Finanzamt hat mir bei der Steuerfestsetzung 4035 € Werbungskosten (=beruflich bedingte Ausgaben) anerkannt. Das sind nochmal monatlich 330 € weniger Netto.
Wenn du in der Industrie auf Fortbildung / Weiterbildung geschickt wirst, bezahlt dir das der Arbeitgeber. Als Lehrer geht das auf deine Kappe und findet zudem vermehrt außerhalb der regulären Arbeitszeit am Freitag / Samstag statt.
Ich habe in BW bislang keine Schule kennengelernt, an der man als Lehrer Kopierpapier, Bastelmaterial oder Medien selbst zahlen müsste.
Bringst du auch dein eigenes Klopapier mit in die Schule?
Einen 'Arbeitsplatz' zu Hause brauche ich nicht; ich habe in der Schule genug Möglichkeiten zu arbeiten und falls ich mal etwas zu Hause fertig mache, reicht mein Computer, der sowieso hier steht.
Fortbildungen von den Akademien (bzw. jetzt ZSL), Schulämtern etc. sind kostenlos. Reisekosten werden erstattet. Wenn man denn mal auf eine private kostenpflichtige Fortbildung will/soll, kann man einen Antrag auf Übernahme der Kosten stellen. Wird der nicht genehmigt, geht man halt nicht hin.
Fortbildungen am Samstag habe ich auch noch nicht erlebt. Kann man sicherlich nicht - ohne zeitlichen Ausgleich - zu verpflichtet werden.
Kleinere Sachen kaufe ich mir gelegentlich auch privat, wenn ich sie exklusiv für mich haben will und/oder keine Lust habe, bis zur Genehmigung bei der nächsten Konferenz zu warten. Aber bei über 4000 € im Jahr würde ich mich schon fragen, was da falsch läuft.