Du weißt, dass man auf dem ersten Bild Namen und Ort deiner Schule erkennen kann?
Beiträge von Plattenspieler
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Ist denn "Sprechen" eine Kompetenz?! Oder nicht eher ein Lern-/Kompetenzbereich, in dem es vielfältige operationalisierbare Kompetenzen gibt?
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Ob das Kind "LB" ist oder ob seine Schwierigkeiten andere Ursachen haben, wäre ja im Diagnostikverfahren erst einmal zu klären. Nicht jedes Kind, das im ersten Schuljahr nicht lesen und schreiben lernt, ist lernbehindert.
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Also uns wird das nicht erzählt.
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Silicium?!
Du hast andere Schüler als ich. Ich würde nie auf die Idee kommen, ernsthaft Behinderte zu diskreditieren. Wir haben vor allem die emotional Gestörten und die Asozialen.Was sind denn "ernsthaft Behinderte"? Keiner meiner Schüler ist auf einen Rollstuhl angewiesen, hat eine geistige Behinderung oder einen Schwerbehindertenausweis.
Der Großteil meiner Schüler wird in der Sekundarstufe an eine allgemeine Schule wechseln. Insofern könnten sie dann theoretisch durchaus auch Schüler, tumbe Pappnasen, von dir werden.
Und im Gegenzug: Warum soll eine emotionale Störung keine ernsthafte Behinderung sein?
Und von denen liebe ich weiß Gott nicht alle. Respektvoller Umgang ist schon viel. Ich denke auch nicht, dass ein Lehrer immer alle Schüler mögen muss, zu einer menschlichen auch pädagogischen Beziehung gehören immer zwei Seiten.Niemand verlangt, dass du deine Schüler lieben musst. Freilich gehören zu einer respektvollen Beziehungen immer zwei. Aber wer hat hier eher Vorbildfunktion: deine Schüler oder du?
Wenn da was nicht stimmt, ist nicht automatisch IMMER der Lehrer schuld. Das erzählen sie im Studienseminar und ich halte das für Unsinn.Das halte ich auch für Unsinn. Genauso aber, dass immer der Schüler schuld sein soll. Monokausale Zuschreibungen treffen bei so komplexen Beziehungen nie zu. Wenn man systemisch denkt, dann ist ganz einfach die Interaktion gestört. Dann ist es aber auch deine Aufgabe als Lehrer zu schauen, wie man die Störung beheben kann. Du hast übrigens einen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Deshalb ist das Abgrenzen des "Disziplinierens" gegenüber dem "eigentlichen Unterrichten" auch Käse.
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Meine Güte, wie humorlos. Dann komm mal an meine Brennpunktschule mit 90 Prozent asozialen Schülern. Da fallen dir noch ganz andere Schimpfworte ein, glaub mir !
Ich bin gerade im Referendariat für das Sonderschullehramt und habe hier etliche Schüler mit sozio-ökonimischen Benachteiligungen und vielen weiteren Baustellen. Ich möchte gar nicht wissen, wie du die betiteln würdest ... Klar, ich ärgere mich oft genug über ihr Verhalten, aber trotzdem bemühe ich mich, egal ob ich mit ihnen oder über sie spreche, immer respektvoll zu bleiben. Ich denke, eine solche Wortwahl verrät sehr viel über die tatsächliche Einstellung. Und es passt ja auch zum restlichen Duktus deiner Beiträge. Auch wenn ich jetzt humorlos bin ... damit kann ich leben.
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Hallo nele,
Hilbert Meyers Ertrag jahrzehntelanger Forschung, die Prinzipien des "was ist guter Unterricht", ist von 2004 und eine völlige Umkehrung seines vorherigen Denkens. (Was daran liegt, dass er endlich mal empirische anstatt ideologische Methoden angewandt hat.)
das interessiert mich wirklich. Ich kenne von Meyer nur "Was ist guter Unterricht?" (aus dem Studium und auch jetzt im Ref arbeiten wir damit). Was hat er denn vorher, als er noch 'ideologische Methoden' angewandt hat, so postuliert?
ZitatJa. Universitäre Didaktik ist weiterhin inhaltsleeres Geplapper von Amateuren ohne praktische Erfahrung, die dem Steuerzahler auf der Tasche liegen.
Zum Teil stimme ich dir hier zu. Die allgemeine Didaktik habe ich auch öfter nicht als besonders sinnvoll für den Unterricht erlebt, vor allem wenn es inhaltlich nicht tiefer als um solche schönen Sinnsprüche geht.
Was die Fachdidaktik anbelangt, komme ich zu einem anderen Urteil. In meinen Unterrichtsfächern habe ich da durchaus sehr sinnvolles im Studium gelernt (nicht nur Methoden, sondern wirklich sinnvolle Prinzipien mit wissenschaftlicher Begründung) und vor allem ohne die sonderpädagogische und sprachtherapeutische Didaktik wäre ich jetzt manchmal ziemlich aufgeschmissen. Gut, dann würde ich es halt jetzt lernen. Aber sicher nicht mehr in einer solchen Tiefe, wie es im Studium (mit Praxis-Verzahnung) möglich war.
Das mag bei meiner Schulform aber auch etwas anderes sein als bei den Sek-II-Lehrern.
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Ich halte es für keine gute Idee, wenn jemand, der Schüler öffentlich als "tumbe (!) Pappnasen" bezeichnet, angehende Lehrer ausbilden soll. Und wenn er noch so viel Praxiserfahrung hat. Schon Kurt Tucholsky wusste: "Man kann seine Sache auch 20 Jahre lang falsch machen."
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Ach ja, und die totale Schul- und Lernunlust entwickelt.
Wenn es in der GS schon in fast allen Fächern bei 5 steht, nehme ich an, das ist bereits passiert.
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Aber welchen Sinn macht es an der GS, da lauter verschiedene Klassen im Praktikum zu sehen? Ist es da nicht auch sinnvoller, man lernt wenigstens die Schüler einer Klasse etwas besser kennen und bekommt dort alle Fächer mit?
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Es ist doch nochmal was anderes alleine vor einer Klasse zu stehen als wenn der Fachlehrer hinten drin sitzt.
Ja, hatte ich auch. Dann ging plötzlich die Feueralarmübung los (hatte mir vorher niemand gesagt) und als Student in den ersten Semestern war ich wohl sichtlich überfordert ...
Das Problem mit dem Stundenplan hatte ich nie. Ist das nicht eher sek-2-spezifisch? Ich war in allen meinen Praktika ausschließlich in einer Klasse (von Hospitationen in der Frühförderung, beim sonderpädagogischen Dienst, in der Stottergruppe etc. abgesehen).
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Claudius, ich glaube, an dieser Stelle brauchen wir deine Expertenmeinung.

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Das hat der Schüler nicht so genau artikuliert (ob LRS oder Legasthenie).
Wäre es in Bezug auf die rechtliche Lage ein Unterschied, ob LRS- oder Legasthenie? Unter "Legasthenie-Erlass" und "LRS-Erlass" finden sich identische Dokumente.
Die Koppelung eines Nachteilsausgleichs an eine Therapie ist sicherlich sinnvoll.Die - wissenschaftlich höchst fragwürdige! - Unterscheidung zwischen "Legasthenie" und "LRS" wird nicht in allen Bundesländern in den entsprechenden Vorschriften berücksichtigt. Ich würde sogar annehmen, in den wenigsten.
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Ähnliches wurde in BW auch geplant, konnte aber glücklicherweise - zumindest vorerst - abgewandt werden.
Wobei meines Wissens mit der kommenden Einführung des Bachelor-Master-Lehrers hier die Spezialisierung für die Sonderpädagogik erst im Master erworben werden soll und der Bachelor schulartenoffen sein soll. Ein solches Modell - gibt es sicherlich anderswo auch - wäre natürlich auch eine Option für den TE. -
In BW - vllt. auch anderswo - spielen neben dem Abiturschnitt bei der Bewerbung um einen Studienplatz auch praktische Erfahrungen (z. B. Zivildienst, FSJ, Ausbildung, ehrenamtliche Tätigkeiten, ...) in einem sonderpädagogisch relevanten Bereich eine große Rolle.
Sonst gibt es sicherlich auch Gegenden (z. B. in Ostdeutschland? nur eine Annahme meinerseits), in denen man leichter reinkommt.Natürlich kannst du auch während des Studiums einen Wechsel versuchen. Ist aber eher fraglich, ob das klappt und ob das sinnvoll ist, auch was die Anrechnenbarkeit der bis dann erbrachten Leistungen anbelangt.
Die Möglichkeit eines Aufbaustudiums für Sonderpädagogik nach anderen Lehramtsstudiengängen gibt es auch in einigen Bundesländern, aber darauf bauen, dass das in ein paar Jahren auch noch möglich ist, würde ich nicht unbedingt. Zumal es auch eine deutliche Verlängerung der Studienzeit bedeutet; ist ja oftmals auch eine finanzielle Frage.
Je nachdem, welche Fachrichtungen dich interessieren, gibt es schon realistische Chancen, später an einer Förderschule zu arbeiten. Eigentlich bei allen Fachrichtungen, und wer weiß, wie sich das ganze weiterentwickelt. Nur wenn du generell es grundsätzlich ablehnst, in inklusiven Settings zu arbeiten, würde ich dir das Studium nicht empfehlen.
Fächer sind die sinnvoll, die dich interessieren! (So lange es nicht gerade Französisch oder so ist ...) Wobei prinzipiell natürlich Deutsch und Mathe objektiv am meisten Sinn ergeben. Zumindest in einem bestimmten Umfang sind die aber auch (fast) überall Pflicht (wenigstens als Grundlagenfächer o.ä.), soweit ich weiß.
Oder meinst du die sonderpäd. Fachrichtungen? Gesucht sind natürlich E und L. Aber auch hier: Mach, was dich interessiert. Später kannst du sowieso auf jeder Sonderschulform landen oder in inklusiven Kontexten auch mit Schülern aller Förderschwerpunkte zu tun haben. -
Für mich klingt es eher wie das.
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Übrigens ist die Aussprache der Endung nicht "a". Sie ist /ə/!
Eigentlich ist es /ɐ/.
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Na ja, jotto, wenn man hier wirklich schon länger liest, weiß man auch, dass ich entgegen dem Meinungsbild des Milieus, zu dem du mich zählst, beispielsweise für eine öffentliche frühkindliche Bildung, für Gemeinschaftsschulen und für Inklusion bin. Nur weil ich bezüglich der Themen Religion und Sexualkunde eher Claudius' Meinung bin, muss das nicht für alles gelten. Ich habe eben ein differenziertes Weltbild.
Mit der Reduktion von Komplexität sollte man - gerade als Lehrer - vorsichtig sein, wenn es um die Beurteilung von Menschen geht. -
Siehe meine Ergänzung oben:
Wäre übrigens sehr überrascht, wenn du einen Beitrag von mir fändest, der frauenfeindlich ist oder in dem ich sagen würde, dass Hausarbeit Frauensache ist. Aber ich lasse mich natürlich gerne überraschen.
Aber klar, man wird halt in Schubladen gesteckt, wenn man nicht alle gesellschaftlichen Entwicklungen kritiklos gutheißt.
Und schon sind wir wieder in der endlosen Diskussion ...
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Soll ich einen Smiley dahinter machen?

Wäre übrigens sehr überrascht, wenn du einen Beitrag von mir fändest, der frauenfeindlich ist oder in dem ich sagen würde, dass Hausarbeit Frauensache ist. Aber ich lasse mich natürlich gerne überraschen.
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