In BW - vllt. auch anderswo - spielen neben dem Abiturschnitt bei der Bewerbung um einen Studienplatz auch praktische Erfahrungen (z. B. Zivildienst, FSJ, Ausbildung, ehrenamtliche Tätigkeiten, ...) in einem sonderpädagogisch relevanten Bereich eine große Rolle.
Sonst gibt es sicherlich auch Gegenden (z. B. in Ostdeutschland? nur eine Annahme meinerseits), in denen man leichter reinkommt.
Natürlich kannst du auch während des Studiums einen Wechsel versuchen. Ist aber eher fraglich, ob das klappt und ob das sinnvoll ist, auch was die Anrechnenbarkeit der bis dann erbrachten Leistungen anbelangt.
Die Möglichkeit eines Aufbaustudiums für Sonderpädagogik nach anderen Lehramtsstudiengängen gibt es auch in einigen Bundesländern, aber darauf bauen, dass das in ein paar Jahren auch noch möglich ist, würde ich nicht unbedingt. Zumal es auch eine deutliche Verlängerung der Studienzeit bedeutet; ist ja oftmals auch eine finanzielle Frage.
Je nachdem, welche Fachrichtungen dich interessieren, gibt es schon realistische Chancen, später an einer Förderschule zu arbeiten. Eigentlich bei allen Fachrichtungen, und wer weiß, wie sich das ganze weiterentwickelt. Nur wenn du generell es grundsätzlich ablehnst, in inklusiven Settings zu arbeiten, würde ich dir das Studium nicht empfehlen.
Fächer sind die sinnvoll, die dich interessieren! (So lange es nicht gerade Französisch oder so ist ...) Wobei prinzipiell natürlich Deutsch und Mathe objektiv am meisten Sinn ergeben. Zumindest in einem bestimmten Umfang sind die aber auch (fast) überall Pflicht (wenigstens als Grundlagenfächer o.ä.), soweit ich weiß.
Oder meinst du die sonderpäd. Fachrichtungen? Gesucht sind natürlich E und L. Aber auch hier: Mach, was dich interessiert. Später kannst du sowieso auf jeder Sonderschulform landen oder in inklusiven Kontexten auch mit Schülern aller Förderschwerpunkte zu tun haben.