Dialogtexte zum Lesen mit verteilten Rollen

  • Hallo alle zusammen...


    bräuchte heute nochmals eure Hilfe.
    Würde gerne in der 5. Klasse Hauptschule eine Stunde zum Lesen mit verteilten Rollen halten und habe Probleme einen interessanten Dialogtext hierzu zu finden. Hat vielleicht jemand einen guten Tipp für mich, oder vielleicht selbst schon eine solche Stunde gehalten?
    Habe bereits darüber nachgedacht eine Art Sketch einzusetzen, allerdings findet man dabei eher selten etwas, woran mehr als 4 Leute beteiligt sind. Ideal wären 5-6 Leute innerhalb eines Dialoges.


    Freu mich schon auf eure Antworten....ich zähl auf euch !!!


    BITTE HELFT MIR ?(:rolleyes:;)


    Danke schonmal im Voraus!


    Liebe Grüße
    Jen00

  • Den folgenden Text zum Wortfeld "sprechen" hatte ich mal bei 4teachers gefunden. Er gefällt mir gut, denn man kann mit ihm auch üben, wie wichtig und variantenreich die Betonung ist:




    Vor langer Zeit gab es einen gewaltigen Streit zwischen den einzelnen Sprecharten. Wie es dazu kam, möchte ich euch erzählen.
    Eines schönen Morgens mitten im Februar kam das Flüstern aus seinem Haus.
    „Ach, welch schönes Wetter heute doch ist! Alles glitzert und strahlt so wunderbar in der Sonne.“
    In diesem Moment kam das Schimpfen angerannt.
    „Naja, es könnte ja schon einmal wieder etwas wärmer werden. Der ständige Schnee, das ist ja keine Freude mehr.“
    Da gesellte sich das Kichern hinzu. „Hihi, na sowas, ihr werdet doch wegen des Wetters nicht zu streiten beginnen, das ist doch gar kein Grund!“
    „Ach, du hast doch keine Ahnung“, rief das Schimpfen ihm zu. „Es wird Zeit, dass sich der Winter verabschiedet, es reicht mir mit Schnee.“
    Da bog auf einmal das Stottern um die Ecke. Es machte einen bedrückten Eindruck.
    „Was ist denn los mit dir?“, fragte das Flüstern.
    „Ach, i-ich, ich glau-be, ich bin, die Men-men-schen, m-mich b-braucht keiner. K-keiner m-mag mich“, antwortete das Stottern.
    „Hihi, das wundert mich nicht. Mich mögen sie schon, hihi, vor allem die Kinder. Wer will schon stottern“, meinte das Kichern.
    Das Flüstern stimmte zu: „Jaaa, stottern, das will niemand, aber flüstern, das ist schon etwas Besonderes in der Menschenwelt. Ich bin eindeutig wichtiger als andere.“ „Ach, m-mach dich n-nicht so wi-wichtig“, entgegnete das Stottern. „Du wirst d-doch auch kau-kaum gebraucht. Du bist viel zu leise. Das B-brüllen h-hat es da schon l-leichter.“
    „So wie ich. Ich bin den Menschen nämlich sehr wichtig“, fügte das Schimpfen hinzu.
    Das Jammern hatte alles mit angehört. „Ach, macht euch doch nicht so wichtig, keiner von euch ist besonders bedeutsam. Ich bin das, was die Menschen besonders gerne tun.“
    Das hatte auch das Lachen mitbekommen, das gerade vorbei gehüpft kam und es machte sich sogleich über alle lustig: „Hahaha, was seid ihr doch für Dummköpfe, ich bin das Allerliebste, was die Menschen haben, ich bin es, den sie bevorzugen!“
    Das Brüllen hatte gehört, dass das Stottern auch von ihm gesprochen hatte und kam hinzu.
    „Was redet ihr da? Ich bin der Lauteste von allen, ich kann mich äußerst gut durchsetzen, deswegen bin ich besonders wichtig!“
    „Was für ein schlechter Witz, hahaha!“, rief das Lachen, schubste das Jammern beiseite und ging auf das Brüllen los.
    Auch das Flüstern wollte sich wehren: „Laut kann doch jeder, das Ruhige ist wertvoll.“
    Doch schon im nächsten Augenblick gingen alle Sprecharten aufeinander los, denn jeder meinte, er sei die wichtigste Art des Sprechens und von den Menschen am meisten bevorzugt. Es flogen die Fetzen, man hörte alle durcheinander brüllen, lachen, flüstern, stottern, jammern, kichern und schimpfen.


    Da kam das Sagen zum Ort des Kampfes, Hand in Hand mit dem Sprechen. Sie blickten auf den zerstrittenen, raufenden Haufen, schüttelten den Kopf und meinten gleichzeitig etwas besorgt: „Seltsam, dass sie noch nicht bemerkt haben, dass jeder von ihnen seinen ganz bestimmten Einsatz hat und wir doch alle miteinander verwandt sind...“

  • Diesen Text hab ich auch schon mit meinen Drittklässlern (im Anschluss an die Behandlung des Wortfeldes "sagen") gelesen und ihnen hat's gefallen. Müsste aber für Fünftklässler auch gut passen...

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