Frage zum Findefuchs

  • Hallo liebes Forum


    habe in einem 2. Schuljahr das Buch Findefuchs gelesen und möchte zum Abschluss gern die Schüler anregen, die Geschichte aus einer anderen Perspektive (z.B. aus Sicht des kleinen Fuchses oder der Geschwister) zu erzählen oder die Geschichte weiter zu schreiben.


    Einige werden das sicher gut machen, aber ich habe doch recht viele in der Klasse , die damit Probleme bekommen könnten.


    Hat jemand eine Idee, wie ich sie trotzdem zum Schreiben noch mehr motivieren kann, ohne dass sie gleich aufgeben ?
    Bin momentan etwas leer im Kopf und mir fällt keine gute Idee ein. Oder ist das doch noch zu schwer für die 2. Klasse?


    Bin dankbar für jede Anregung

  • Perspektivenwechsel finde ich sehr schwierig für Zweitklässler.


    Meinen Zweitklässlern reichen beim Schreiben noch Sachen wie:
    * Sätze zur Geschichte in die richtige Reihenfolge bringen und abschreiben.
    * ein eigenes Ende zu einer Geschichte finden (in dem Fall hätte ich den Findefuchs nicht zu Ende gelesen, sondern an einer Schlüsselstelle aufgehört und die Kinder Ideen bringen lassen, wie es enden könnte, dann Stichwörter gesammelt und mit Hilfe der Stichwörter hätten sie dann das Ende schreiben können)
    * einzelne Bilder als Schreibanlass anbieten - da schreiben manche dann eben nur ein - drei Sätze, andere eine richtige Geschichte
    * Bildgeschichten, wo sie pro Bild einen Satz formulieren
    * Wörter mit denen eigene Sätze gebildet werden sollen
    ... Sowas halt.


    Ganz frei erfundene Geschichten schaffen auch einige Kinder, aber das sind dann eher schon die Spitzen in der Klasse.
    Für diese Kinder eignen sich gut Papiere, die ein Bildmotiv oben haben, und wo sie auf DAS Papier dann ihre Geschichte schreiben. Oder du lässt sie zu einem Thema etwas zeichnen und DAZU müssen sie etwas schreiben.
    Manchmal lasse ich sie ein Buch lesen, und sie müssen etwas dazu schreiben und zeichnen (was ihnen besonders gefallen hat, was sie wichtig fanden ...)
    Auch Sachbücher müssen sie lesen und dann zeichnen und schreiben, was die anderen Kinder aus diesem Buch interessieren könnte (daraus haben wir uns dann ein eigenes Klassen"lexikon" gemacht.
    Im Moment müssen sie Experimente machen, und die verschriftlichen bzw. auch bildlich darstellen (was habe ich gemacht, was ist passiert, warum ...). Da ist es immer noch bei einigen Kindern so, dass sie es nur mündlich formulieren, und ich schreibe es für sie auf.


    Ich denke, Schreibanlässe gibt es sehr viele - "Geschichten" schreiben ist EIN Teil vom Texte verfassen, und das kommt für mich erst in der dritten Klasse so richtig.
    Ich achte sehr darauf, dass sie Schreiben im 'täglichen Leben' anwenden - wenn sie etwas von mir brauchen, bitte ich sie, es mir aufzuschreiben, damit ich es nicht vergesse ;), ich lasse sie Formulare ausfüllen (Name, Adresse ...), sie müssen sich selber Notizen machen für die Eltern ... - einfach damit sie merken, wozu Schreiben im Alltag wichtig ist.

  • Danke, das hilft mir schon mal sehr viel weiter. Ich dachte schon, dass es für die meisten noch zu schwierig ist, die Perspektive zu wechseln.
    Ich werde vielleicht noch mal ein paar Bilder zu der Geschichte anbieten, da kann ja dann jeder so viel zu schreiben, wie er kann.
    Und andere bekommen vielleicht von mir dann Sätze, die sie in die richtige Reihenfolge bringen müssen.

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