Magister Anglistik u. Philosophie - Wege zum Lehramt?

  • Hallo,



    Ich bin Magisterstudentin in den Fächern Philosophie und Anglistik an der Freien Universität Berlin. Meine Magisterteilprüfung in meinem Zweitfach Anglistik habe ich bereits abgeschlossen und in meinem Hauptfach Philosophie bin ich scheinfrei, so dass mir hier "nur" noch meine Magisterarbeit sowie die Abschlussprüfung fehlt.



    Durch meine überaus positiven Erfahrungen in meiner Tätigkeit als Dozentin während meines Studiums habe ich mich nun entgegen früheren Plänen doch dazu entschlossen, eine Lehrerinnenlaufbahn einzuschlagen.


    Mein Wunschziel wäre, Englisch und Philosophie bzw. Praktische Philosophie/Ethik an Gymnasien und Gesamtschulen unterrichten zu können. Am allerliebsten wäre mir darüberhinaus natürlich auch, nicht meinen Lebensunterhalt mit unsicheren, befristeten Angestelltenverhältnissen bestreiten zu müssen. Ich wäre hierfür dazu bereit, in jedes Bundesland Deutschland zu gehen. Am liebsten würde ich allerdings nicht weit weg von Berlin gehen, da hier seit vielen Jahren mein Lebensmittelpunkt ist und auch mein Lebenspartner dauerhaft in Berlin gebunden ist.



    Die Frage ist nun, wie sich dieser Entschluss am besten in die Tat umsetzen lässt. Deshalb wende ich mich mit dieser Frage auch an euch.


    Wenn ich das richtig sehe, gäbe es drei Alternativen.





    WEG 1: Magister zu Ende machen, sich um Anerkennung bemühen.


    Würdet ihr mir dazu raten, meinen Magister zu Ende zu studieren und mich dann mit den vollständig erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen bei den Landesprüfungsämtern (bzw. den Regierungspräsidenten?) um eine Anerkennung zu bemühen? Wenn ich den Anerkennungserlass beispielsweise des Schulministeriums NRW richtig verstehe, könnte in diesem Fall meine Magisterarbeit im Fach Philosophie als schriftliche Hausarbeit für das Lehramtsfach Philosophie/Praktische Philosophie gelten. Sollten die fachwissenschaftlichen Anteile meines Studiums sowie meine Semesterwochenstunden, von denen ich jede Menge habe, ebenfalls anerkannt werden, müsste ich lediglich die erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Anteile des Studiums nachholen. Sehe ich das richtig?
    Und müsste ich, bevor ich eine Anerkennung anstrebe, an einer Hochschule in NRW immatrikuliert sein?



    WEG 2: Neues Lehramtsstudium beginnen und Studienleistungen anrechnen lassen


    Eine Alternative wäre, mich (eventuell sogar noch für das kommende Wintersemester 2009/2010 - an der HU bin ich für dieses Jahr leider abgelehnt worden und sonst sind überall die Fristen abgelaufen - beispielsweise an der Universität Paderborn einzuschreiben und dort meine bisher erbrachten Studienleistungen anrechnen zu lassen; in der Folge würde ich alles, was mir bisher an Studienleistungen fehlt nachholen und regulär die schriftliche Hausarbeit schreiben. Das allerdings könnte eine Weile dauern - vor allem dann, wenn ich nicht nach Paderborn gehen wollte und dann möglicherweise noch ein ganzes Jahr bis zum Studienbeginn an einer anderen Hochschule warten müsste.


    WEG 3: Magister zu Ende machen und dann nach dem neuen Schulgesetz NW in den Vorbereitungsdienst ohne förmliche Anerkennung


    Wenn ich das neue Schulgesetz in NW richtig verstehe, könnte es mir den Zugang zum Vorbereitungsdienst auch ohne förmliche Anerkennung eines Studienabschlusses (als 1. Staatsprüfung für das Lehramt) ermöglichen.
    Aber wäre dieses Staatsexamen (nach der Vorbereitungszeit und Prüfung) ein gleichwertiges Staatsexamen zu dem "normalen"? Und gilt diese Regelung überhaupt auch für Nicht-Mangelfächer wie Englisch und Philosophie?
    Und: würde man die Fachdidaktik während des Vorbereitungsdienstes nachholen – ist sie Bestandteil der zweiten Staatsprüfung? Oder würde man die Fachdidaktik in einer Fortbildung nach Einstellung in Schuldienst nachholen?
    Der dritte Weg würde allerdings wohl meinen endgültigen Weggang aus Berlin bedeuten. Oder gibt es etwas ähnliches auch in den ostdeutschen Bundesländern?


    Ein 4. Weg mit Quereinstieg wäre mit meinen Fächern ja bestimmt von vornherein ausgeschlossen.




    Zu welcher Möglichkeit würdet ihr mir raten? Welche wäre die schnellere und mich für den Schuldienst besser qualifizierende?
    (Schnell deshalb wichtig, da ich 32 bin, jetzt schon graue Haare kriege und unbedingt endlich komplett auf eigenen Füßen stehen möchte. Aber ich habe auch wirklich überhaupts nichts dagegen, gerade im fachdidaktischen Bereich Dinge zu lernen, Erfahrungen machen zu können und würde dafür auch Kraft und Zeit investieren.)



    Ich wäre so froh über euren Rat.

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