Andacht vor den Sommerferien

  • Hallo!


    Wir haben bei uns in der Schule beschlossen, dass wir für die Grundschüler (bei den Gymnasiasten ist das schon Jahre lang so) am letzten Tag vor den Sommerferien eine "Andacht" machen wollen. Diese Andacht sollte etwa 20 Minuten gehen und danach findet die Preisverleihung statt, bei der jeweils die 3 Besten einer Klasse geehrt werden.


    Vorbereiten sollen diese Andacht die 5. Klassen im Religionsunterricht. Bis jetzt hatten wir uns ausgedacht, dass wir ein Anspiel machen wollen, eine Art Schattentheater mit 2 Erzählern. Dazwischen sollen 2 oder 3 Lieder gesungen werden. Nun bin ich auf der Suche nach einer passenden Geschichte. Ich dachte da an eine Bibelgeschichte aus dem AT, da sonst unsere Moslems nicht teilnehmen dürfen. Leider fällt mir nichts passendes ein. Habt ihr Ideen? Oder eine ganz andere Geschichte, die sich als Anspiel verwirklichen lässt?


    Danke schon mal für alle Ideen!

  • Hallo Sanne!


    Ich möchte nicht von Deiner Frage ablenken, sondern nur kurz einwerfen, dass ich diese Zusammenstellung Andacht und Ehrung der besten Schüler ein bisschen -naja, sagen wir mal- unglücklich finde.


    Eine Andacht ist ja dazu da, nochmal das Schuljahr Revue passieren zu lassen, den Blick auf die wirklich wesentlichen Sachen des Lebens zu lenken, philosophisch gesprochen: nicht nur im Konkreten zu verhaften, sondern existenzielle Überlegungen anszustellen.


    Eine Siegerehrung danach macht das dann alles wieder kaputt. Denn da ist derjenige der Held, der der Beste, Schlauste etc. ist; es geht um Noten, um Preise und um gut oder weniger gut sein.


    Das steht also im ziemlichen Gegensatz zueinander, denke ich.


    Hamilkar

  • Hallo Hamilkar,


    du hast natürlich recht. Ich sehe das auch so. An unserer Schule steht die Religion leider von seiten der Schulleitung nicht hoch im Kurs, daher sind wir froh überhaupt einen Raum bzw. die Zeit für eine solche Andacht zu bekommen. Wir Religionslehrer hoffen, wenn wir diese Andacht installiert haben, eventuell die Möglichkeit zu bekommen diese getrennt von der Siegerehrung machen zu dürfen...

  • Bei uns gehören Abschlussgottesdienste selbstverständlich zum Schulalltag. Teilnahme ist freiwillig. Wir gehen immer so vor, dass wir uns ein Thema suchen und thematisch passende TExte suchen. Was soll den eure Intenion bzw. euer Thema sein? Soll es christlich geprägt sein? Wenn ja, dann seid ihr frei zu wählen, was ihr wollt. WEnn nein, dann ist das keine "Andacht" im christlichen Sinn, sondern....was? Eine Besinnung? Eine Rückschau auf das Schuljahr? Dann braucht es keinen biblischen TExt.


    Grüße
    Mara

    "Die beste Methode das Gute im Menschen zu wecken ist, ihn so zu behandeln, als wäre er schon gut." (Gustav Radbruch) :troest:

  • Hallo Mara,


    es sollte schon christlich geprägt sein. Ich denke eine Besinnung ist dafür das richtige Wort. Mir fehlt irgendwie immer noch der richtige Anstupser ...

  • Wie sollte überhaupt ein kultische Veranstaltung vor den Sommerferien begründbar sein? Sowas gehört in die Kirche, nicht an eine staatliche Schule.


    Nele

  • Wie sollte überhaupt ein kultische Veranstaltung vor den Sommerferien begründbar sein? Sowas gehört in die Kirche, nicht an eine staatliche Schule.

    Dieses Jahr bringen wir ausnahmsweise keine Brandopfer dar :( und gehen daher tatsächlich in die Kirche. Thema des Gottesdienstes: "Limbus - der Vorhof zur Hölle?" 8)
    Unsere Abschlussgottesdienste finden immer im Großraum unserer Schule statt und werden mit ca. 300 Schülern (von ca. 700) sehr gut besucht. Der Gottesdienst wird von unserem Chor und unserem Orchester musikalisch mitgestaltet. Die Teilnahme ist freiwillig und findet in der 2. Unterrichtsstunde des letzten Unterrichtstages statt. Dieses Jahr pilgern wir in die Kirche und ich freue mich schon richtig auf die Vorbereitung!


    Grüße
    Mara

    "Die beste Methode das Gute im Menschen zu wecken ist, ihn so zu behandeln, als wäre er schon gut." (Gustav Radbruch) :troest:

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