Zeitungsprojekt-Entkopfungshilfe gesucht

  • wolkenstein fällt nix mehr ein...


    Mache gerade mit meiner 11 in Deutsch ein Zeitungsprojekt, hab meine Leutchen die letzten Stunden relativ zugeballert mit Infos zu Entwicklung von Medien, Geschichte von Zeitung, usw. Für die nächste Doppelstunde steht an:
    1. Nachtrag zu den Hausaufgaben vom letzten Mal - einige haben die gesellschaftlichen Funktionen einer Zeitung (Information-Meinungsbildung-Kontrolle) und die wirtschaftlichen Grundlagen (Abonnentenwerbung-Anzeigenwerbung) aus einem Informationstext nicht so recht heraus bekommen, das müssen wir gemeinsam oder in Gruppenarbeit besprechen.
    2. Wir haben am Tag vorher das erste Mal die Zeitung, die wir dann 6 Wochen täglich im Klassensatz bekommen, in der Hand -Leseauftrag: Wie ist die Zeitung gegliedert, was steht wo. Das möchte ich in dieser Stunde vertiefen.
    3. Eigentlich müsste in die Stunde auch noch eine Besprechung rein, was eigentlich eine Nachricht ist und wie sie zustaande kommt - aber da sehe ich überhaupt nicht mehr, wie ich das unterbringen soll.
    Und jetzt das alles bitte schülerorientiert und nicht frontal ????????


    Auf dem Schlauch stehend,
    w
    Aber wie mach ich das?

    Frölich zärtlich lieplich und klärlich lustlich stille leysejn senffter süsser keuscher sainer weysewach du minnikliches schönes weib

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Wolkenstein,
    das geht doch alles wunderbar in GA und PA - musste gar nich viel selbst machen.
    HA würde ich allerdings schnell und frontal abhaken - erstens ham's dann endlich alle, zweitens schmeckt Wiederaufgewärmtes nicht so gut, da würde ich keine langwierige GA draus machen.

    Für den Punkt zwei eignet sich GA doch gut: Wieviel Platz räumt man (die Zeitung) welchem Themengebiet ein - und warum wohl? Da können die Lieben doch gut je einen Teil in GA untersuchen (was isses denn für ne Zeitung? Hat's Politik / Wirtschaft / Sprt / Feuilleton?). Päsentieren auf Folien / Plakaten nebeneinander, dann sieht man auch gleich auf einen Blick, was die Zeitung so alles hat, nicht hat. Vielleicht gleich mal drauf achten, wieviel Platz in Prozent die Werbung ausmacht? Grafiken? Textlänge? Etc.
    Die S können hier auch gleich mal Spekulationen formulieren - über die Gründe/Wirkung der Anordnung / Textlänge / Seitenzuweisung / etc. (Lesergruppe? Verkaufswirksamkeit?)
    Da kannst du implizit auch noch gleich Punkt drei reinwusteln: Die sollen mal schön bei jedem Artikel kurz gucken wo der herkommt (was ist eigentlich dpa??), und wer ihn "unterschrieben hat" - das kann dann bei der Schlussrunde schon nochmal genauer geklärt werden.


    Für alles müssen die S. schon den größten Teil selber machen - ich seh da nix groß Frontales (und WENN schon !! Aber hier ist ja gar nicht...)



    Im Englisch LK habe ich ein paar ganz nette Stunden mit "bias" gehabt (wie wär denn das in Deutsch??) - sprich, wir haben den einen oder anderen aktuellen Artikel mit seinen Gegenstücken aus anderen Zeitungen verglichen und untersucht, ob kleinste sprachliche Formulierungsänderungen was an der Botschaft machen (so z.B. in GA "charakterisieren Sie To. Blair anhand Ihres Artikels" - und boing! kommen zwei völlig engegengesetze Charakterisierungen raus. Sehr spannend dann rauszufinden, wie dieses doch so andre Bild zustande kommen konnte, das der Artikel ja sachbezogen war (Steuerreform).
    Ebenso nett sind Vergleiche mit TV - was gesagt und mit beeglichen Bildern unterlegt wird, sendet eine ganz andere Botschaft - das Bild überlagert nämlich den Text.
    Kann man herrlich mit spielen...Aha Effekt garantiert - Textarbeit machen die dann freiwillig.


    Ich wünsch dir jedenfalls
    viel Spaß und bin mir sicher, dass du das senstionell hinkriegst!


    Gruß


    Heike

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

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