Vorzeitiger Abbruch des Referendariats – Auswirkungen auf erneute Bewerbung? (Niedersachsen)

  • Moin Leute,

    eine etwas andere Frage. Und zwar: Was den Beruf angeht, bin ich seit Längerem unentschlossen und habe mich deshalb weiterqualifiziert, bislang jedoch keinen Job außerhalb der Schule finden können. Ich habe nun über ein halbes Jahr investiert, aber nur zwei Bewerbungsgespräche gehabt. Falls ich nichts finde, wollte ich das Referendariat anfangen – nun steht die 18-monatige Ausbildungsphase an, wobei ich mich dennoch weiter bewerben wollte. Werft mich bitte nicht mit Steinen ab :/.

    Vielleicht finde ich ja doch noch Gefallen an der Tätigkeit oder finde endgültig heraus, ob es passt oder nicht. Weiter darauf zu hoffen, irgendwann etwas zu finden, möchte ich auch nicht.

    Es besteht allerdings durchaus die Möglichkeit, dass ich doch noch irgendwo eine Zusage erhalte. Mit angefangenem Ref stehe ich dann aber suboptimal da.

    Vor diesem Hintergrund würde ich gerne wissen, ob ein vorzeitiger „unbegründeter“ Abbruch bedeutet, dass man nie mehr ins Ref kann bzw. ob sich dadurch die Chancen erheblich mindern. Die Regelungen sind diesbezüglich ja ziemlich undurchsichtig und vage (ich bin aus Niedersachsen). Soweit ich es verstehe, ist ein Abbruch ohne Erklärung möglich und verbaut nicht unbedingt die Chance, es erneut zu probieren, sofern man unter neun Monaten bleibt. Vielleicht weiß hier jemand besser Bescheid.

    Ich hoffe, dass ich mit dem Thema bei niemandem anstoße. Ich bin mittlerweile Ende 20 und schon eine Weile in der Übergangsphase; weiter zu warten kann ich mir also nicht unbedingt leisten. Das Ref anzufangen als eine Art Test und zeitgleich weiterhin den Arbeitsmarkt im Auge zu behalten, wäre für mich aktuell die beste Lösung. Ich möchte mir damit nur nichts verbauen. Im Idealfall hätte ich nämlich schon lange etwas gefunden und das Ref immer als möglichen Backup im Hintergrund gesehen.

    Daher würde mich interessieren, ob ein möglicher Abbruch mir den Berufszweig bzw. die Verbeamtung nachhaltig verbaut. Und wer weiß, vielleicht mache ich ja wider Erwarten eine positive Erfahrung!

    Ich bedanke mich im Voraus für die Antworten und wünsche eine entspannte Woche!

  • Ich habe das seinerzeit auch so gemacht — ich hatte eine Alternative in der Hinterhand, bin in die Ausbildung gegangen und arbeite bis heute sehr gern in Schule, inzwischen (11 Jahre später) in der Leitung. Ich finde, dass man dich für dieses Vorgehen weder schämen, noch erklären muss.

    Zum Sachverhalt: Die Ausbildungsverordnung ist hier sehr klar (§ 3, Absatz 4 APVO-Lehr - Zulassung zum Vorbereitungsdienst):

    Zitat

    Nicht zugelassen wird, wer bereits mehr als neun Monate Vorbereitungsdienst für dasselbe Lehramt in Niedersachsen oder ein vergleichbares Lehramt in einem anderen Land abgeleistet hat.

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