Wer mit wem auf der Klassenfahrt?

  • Hi Ho,
    teilt ihr auf Klassenfahrten die Zimmerbelegung generell zu, oder lasst ihr den Kids freien Lauf - oder fahrt ihr Kompromissmodelle (sehr gewählte Tandems auf die Zimmer verteilen? Verteilung durch SuS selbst bestimmen lassen, die aber abgesegnet werden muss?). Ich mache mir so meine Gedanken und würde eigentlich meine 7er gern mitbestimmen lassen, denke aber dass ich es Ihnen nicht völlig überlassen kann - dann sind Konflikte und Mobbing innerhalb der Klasse, aber auch die schlaflosen Nächte schon vorprogrammiert...


    Die Klasse ist sozial nicht eben einfach, das Hauptproblem ist eine gewisse Orientierungslosigkeit (Klassenlehrerin in der 6 die letzten 3 Monate krank, neuer Klassenlehrer in diesem Jahr bisher nur 2 Monate da und sonst auch krank, Fluktuation in 2 Fächern wegen Schwangerschaften, jetzt scheidet auch noch eine Referendarin aus...). Also sehr viel Unruhe von außen, die ich jetzt mit 2 Stunden pro Wochen auffangen darf. Das als Hintergrund.


    Das angesprochene Tandemmodell wäre mir am liebsten, scheidet aber leider aus, weil es sich um 3er Kabinen handelt (wir besegeln das Ijsselmeer).
    Was meint ihr?


    JJ

  • hi justus :)


    auf den klassenfahrten die ich bisher begleiten durfte, wurden ausgesuchte schüler in ein zimmer "gesteckt" und der rest musste sich zuordnen. bei vielen klassen ist das ein guter weg. das ist doch dein beschriebenes "tandem"-modell, ja?


    bei dreier-kabinen geht das sicher nicht, da stimme ich dir zu. wie wäre es denn jeweils einen "vertrauenswürdigen" schüler zu bestimmen der in das zimmer geht, und den rest frei entscheiden zu lassen? dann hat man immer einen schüler auf den man zählen kann in einer kabine.
    ist ja sehr hilfreich, wenn man auch etwas schlaf finden will ;)


    kann man das machen? oder ist das auch zu konfliktträchtig?
    habe keine erfahrung mit siebtklässlern, und es ist lang her, dass ich einer war..


    sabi

  • Zitat

    das ist doch dein beschriebenes "tandem"-modell, ja?


    Hi, mit Tandems meinte ich, dass immer "zwei beste Freunde" sich zusammen finden dürften, die dann von mit anderen, mir genehmen Tandems kombiniert werden. Bei 4er oder 6er Zimmern eine feine Sache, aber bei dreiern nicht praktikabel....


    Zitat

    bei dreier-kabinen geht das sicher nicht, da stimme ich dir zu. wie wäre es denn jeweils einen "vertrauenswürdigen" schüler zu bestimmen der in das zimmer geht, und den rest frei entscheiden zu lassen? dann hat man immer einen schüler auf den man zählen kann in einer kabine.
    ist ja sehr hilfreich, wenn man auch etwas schlaf finden will


    An sowas hab ich auch schon gedacht. Aber dann macht ausgerechnet den SuS, die für sich selbst Verantwortung übernehmen können, das Leben schwer, weil sie sich nichts aussuchen können - die Flegel schon... das kann ja auch nicht sein.


    :(?(


    JJ

  • und wie wär es genau andersrum? :D
    die "flegel" verteilen und die verantwortungsbewussten schüler dürfen sich zuordnen?
    da hat man ja auch die schlimmsten "rabauken" getrennt, und wenn sich dann zwei verantwortungsvollere freunde finden und sich zu den rabauken gesellen?
    man, kompliziert das alles :rolleyes:


    aber da ihr auf einem Schiff unterwegs seid, besteht ja auch hoffnung auf "besserung", sprich, dass sie so beeindruckt sind vom drumherum und dem segeln, dass sie von allein ruhiger werden..
    hoffen kann man ja ;)


    sabi

  • Moin,


    also wir durften uns immer aussuchen, mit wem wir auf's Zimmer gehen. Finde ich persoenlich auch in Ordnung.


    Ich war auch oefter mit Jugendgruppen unterwegs. Da durften sich die Kinder auch aussuchen, mit wem sie auf's Zimmer moechten.


    Ich denke, wenn man auf Klassenfahrt faehrt, sind schlaflose Naechte einkalkuliert, oder? Wir waren auch nicht besser, oder doch??? ;)


    Eine ruhige Klassenfahrt und viel Spass auf dem Ijsselmeer!


    Dotti

  • Zitat

    Ich denke, wenn man auf Klassenfahrt faehrt, sind schlaflose Naechte einkalkuliert, oder? Wir waren auch nicht besser, oder doch???


    ...das mit den Nächten ist klar und sowieso in Ordnung. Wir (?wenn es sowas gibt?) waren wohl anders. Mir geht es in diesem Fall darum, Cliquenfronten vorzubeugen, da dieses Problem sowieso schont da ist. An meiner Schule ist das Klima auch etwas rauher, so dass öfter mal Leute nach Hause geschickt werden, weil sie sich nicht benehmen. Und zu heftigen Aktionen schaukeln sich die Leute am liebsten im Kreise ihrer Peergroup hoch, wenn sie sich gegenseitig zeigen wollen was sie sich alles getrauen...


    Zitat

    hoffen kann man ja


    Hehehe sabi, kann man auch ;)
    Danke für eure Gedanken
    JJ

  • hallo justus
    zur zimmerbelegung kann ich jetzt au net so viel beisteuern ausser dass wir immer selbst gewählt ham (wir waren aber laut lehrern auch immer sehr anständig bzw eine "traumklasse" (meinte unser 10er klassenlehrer nach dem abi zu uns) also mit sehr guter klassengemeinschaft)
    aber zum segeln wollt ich noch was loswerden. bei uns waren die "zimmer" so versifft dass viele von uns (jungs und mädels) in der "messe" (aufenthaltsraum) gepennt haben. Da müsstet ihr begleitlehrer euch vorher vielleicht absprechen ob ihr das wollt oder nicht.
    genauso das schlafen "auf deck" was bei uns erlaubt bei der paraklasse allerdings verboten war (bei denen war ab ner bestimmten uhrzeit der ausgang geschlossen wir mussten nur ab ner bestimmten uhrzeit aufm schiff sein und bleiben - is halt auch ne vertrauenssache).

  • Hallo Justus,


    generell versuche ich zwar den Schülern soviele Entscheidungen wie nur möglich selbst zu überlassen, aber wenn Probleme vorprogrammiert sind, kommt man ums Lenken halt nicht drumherum.


    So wie du die Klasse und die Umstände beschreibst, scheint mir eher Letzteres der Fall zu sein. Daher würde ich das Problem in einer Stunde mit den Schülern besprechen und erklären, warum ich die endgültige Zimmeraufteilung vornehme. Um die Schüler dennoch zu einem gewissen Grad in die Entscheidung mit einzubeziehen, würde ich es der Klasse überlassen, einen durchdachten Vorschlag bzw. eine Wunschzimmerverteilung ins Fach zu legen, die dann entsprechend verändert wird, wenn es dabei zu ungünstigen Kombinationen kommt. Im günstigsten Fall können die Schüler selbst sehr gut einschätzen, welche Kombinationen nicht durchgehen werden und suchen sich Alternativzimmerkollegen.


    Ich war auch einmal mit einer 9. Klasse segeln, zwar nur auf Jollen und nachts in der JH, aber dennoch waren die Schüler abends so schlagskaputt, dass sich das mit längeren Nachtwachen erübrigt hat.
    Und das Gemeinschaftserlebnis und die Begeisterung für's Segeln hat die Klasse richtig zusammengeschweißt. Ich denke, das kann also trotz der widrigen Umstände eine wirklich schöne Klassenfahrt werden. ;)


    LG
    Mia

    Man soll denken lehren, nicht Gedachtes.
    (Cornelius Gustav Gurlitt)

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