Was haltet ihr davon?

  • Hallo,
    ich habe Dienstag einen UB in einer 8. Klasse in Deutsch. Das Konzept steht schon, aber ich bin mir nicht sicher und wollte ein paar Meinungen dazu einholen.


    Das Thema ist Erzählperspektiven. Die Stunde ist die erste dazu.
    Den SuS soll bewusst werden, welche Auswirkung die vom Autor gewählte Erzählperspektive hat (ich kann es gerade nicht besser formulieren).
    Der Knackpunkt ist jetzt der Einstieg. Ich möchte einen "kurze" Kurzgeschichte nehmen und sie so umschreiben, dass das Geschehen aus einer anderen Perspektive erzählt wird.
    Am Anfang der Stunde gebe ich dann der einen Hälfte der SuS das "Original", der anderen Hälfte die "Abweichung". Die SuS wissen davon nichts.
    Nachdem die SuS den Text gelesen haben, sollen sie sich dazu äußern (welchen Impuls ich dazu gebe, weiß ich nocht nicht)
    In diesem Gespräch sollen sie dann erkennen, dass sie sehr unterschiedliche Wahrnehmungen haben.
    Danach kläre ich die SuS auf und lasse Original und Nachahmung laut vorlesen.
    Dann sollen die SuS klären, warum die Texte trotz gleichem äußeren Geschehen so unterschiedlich sind und das Thema der Stunde fomulieren.


    Was haltet ihr von diesem Einstieg. Wo seht ihr Probleme?
    Vielen Dank für alle Antworten, pletjonka

  • Von welcher Schulform reden wir denn?
    Soll das alles der Einstieg sein? Kommt mir persönlich sehr viel vor, in meiner Klasse bekäme ich damit ne ganze Stunde rum... aber ich unterrichte auch nach Hautptschulrichtlinien im SekI-Bereich ;)


    LG

  • Ich habe auch einen ähnlichen Eindruck wie FrauBounty. Ich komme zwar aus der Grundschule, aber bei uns soll der Einstieg nicht länger als ca. 5 Minuten dauern. Heißt also, nach spätestens (naja okay, sagen wir mal) 10 Minuten sollte das Stundenziel zumindest vorläufig formuliert sein.


    Ansonsten klingt es für mich sehr interessant. Das einzige ist vielleicht eben, die Themenfindung vorzuverlegen. Wie auch immer...?? (wie gesagt, kann auch vorläufig sein, in etwa "Wir beschäftigen uns heute mit dem und dem Text") Habe aber noch keine Deutsch-Vorführstunde gehalten und weiß nicht, ob das als vorläufige Zielsetzung gilt. Kommt wohl auch drauf an, wie die Stunde weitergeht.

  • Vielen Dank für eure Antworten. Zu den Fragen:
    Es ist eine relativ leistungsstarke Realschulklasse.
    Der Text soll wirklich sehr kurz sein.
    Der Einstieg geht bis zu dem Punkt, an dem das Thema klar ist.
    Habe jetzt nochmal nachgerechnet, das dürfte nach 15 bis 20 Minuten sein.
    Das ist wohle zu lang für einen Einstieg? Andererseits ist es ja der Einstieg für das Thema Erzählperspektiven.
    Man könnte ja auch rein formal sagen, der Einstieg geht nur bis zu dem Punkt, an dem den Schülern klar wird, dass die unterschiedliche Sichtweisen haben. Allerdings ist dann ja das Thema noch nicht formuliert. Aber muss das sein?
    Habt ihr sonst ne andere Idee zum Abkürzen?
    Grüße, pletjonka

  • Hallo,
    ich habe noch eine neue Idee. Was ich bisher als Einstieg beschrieben habe, nehme ich in die Erarbeitungsphase.
    Den Einstieg könnte ich optisch gestalten mit zwei Bildern zu einem Objekt aus verschiedenen Perspektiven. Ich habe eins von einem Strommast aus der extremen Vogelsperspektive, man erkennt nicht, um was es sich handelt. Die SuS kommen dann darauf, dass die Perspektive das Bild ausmacht.
    Dieser Einstieg würde die SuS auf das Thema einstimmen und wäre sehr kurz. Ist er andererseits aber nicht zu weit weg vom Thema?

  • Hallo,


    ich finde Deine ursprüngliche Idee ziemlich spannend, würde aber auch "aus dem Bauch heraus" vermuten, dass Du damit eher eine Stunde als 15 Minuten zubringen kannst - je nachdem, wie lang der "sehr kurze" Text ist. Hast Du schon einmal überlegt, Dir eventuell einfach diese Zeit zu nehmen?


    Was den "optischen" Einstieg angeht, frage ich mich, ob das etwas bringt. Letztlich verbindest Du ja zwei doch unterschiedliche Sachen - eine unterschiedliche optische Perspektive, eine unterschiedliche Perspektive im Erzählen. Ich weiß es nicht, aber meinst Du nicht, dass das im schlimmsten Fall für Verwirrung sorgen könnte? Oder das Du auch hier Zeitprobleme kriegst, wenn Du von den Bildern zum Text übergehst?


    Grüße
    Unter uns

    • Offizieller Beitrag

    Ich kann mich den anderen nur anschließen. Für einen Einstieg scheint mir der Vergleich der beide Kurzgeschichten zu lang. Die Idee mit den Bildern finde ich auch grundsätzlich gut, aber ich denke, dass damit ja schon nach dem Einstieg das vorgegeben ist, worauf du eigentlich hinaus willst: Die Wirkung unterschiedlicher Erzählperspektiven.
    Machst du eine Einstiegsstunde in eine Reihe?
    Was ist denn das Thema der Reihe und was willst du mit der Reihe bzw. mit der Stunde erreichen?

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