Sport oder Kunst als Fortbildung?

  • Liebe Leute,


    bitte seid nicht böse, wenn ich euch schon wieder mit meinen Überlegungen bezüglich meines Umzugs und damit Wechsels in ein anderes Bundesland nerve


    Ich habe in NRW studiert und Ref gemacht und wir werden nun nach Bayern umziehen.
    Meine Examina wurden bereits anerkannt, eine Vergleichsnote wird z.Zt, ermittelt.


    Da ich Mathe, Deutsch und Sachunterricht (und die Unterrichtserlaubnis für Englisch) habe, werde ich mich in Bayern berufsbegleitend in einem musischem Fach (also Kunst oder Musik) oder in Sport fortbilden müssen.


    Spontan hatte ich zunächst an Kunst gedacht, nach Überlegungen und auch Ratschlägen von Strucki (danke nochmal) tendiere ich mittlerweile zu Sport.


    Ich bin zwar nicht DIE Sportskanone, habe aber Sport immer gerne unterrichtet und habe auch den Übungsleiterschein.


    Meine Frage nun:


    Zunächst ganz allgemein, wer hat schon mal berufsbegeitend (möglichst in Bayern) ein Fach nachstudiert?
    Ist das sehr zeitaufwändig (geht 1 Jahr lang)?
    Bekomme ich dafür Stunden reduziert (auch wenn ich z.b. "nur" 12 Stunden unterrichte)?


    Zu welchem Fach würdet ihr mir raten, zu Sport oder zu Kunst?
    Seht ihr in einem Fach Vorteile (z.B. weniger Vorbereitung, geringerer Materialaufwand, oder auch kleineres Unfallsrisiko [für die Kinder]; sprich für mich leichter/sicherer (??) zu unterrichten....)


    Ich würde mich über Antworten sehr freuen!!!!


    Gruß


    Petra

  • Wenn du bereits den Übungsleiterschein hast, würde ich an deiner Stelle die Lehrbefähigung für Kunst nachholen. Dann hast du in beiden Fächern eine Ahnung. Meist muss man doch sowieso alles unterrichten.
    Heidi
    PS In NRW habe ich diese Lehrbefähigung nachgeholt. Es dauerte ein halbes Jahr und es gab 4 Ermäßigungsstunden an dem Tag der Fortbildung.

  • Hallo Petra!


    Ich würde dir zu Sport raten. Sport ist häufig Mangelfach. Du weißt ja nie, ob du vielleicht nicht doch noch einmal umziehen wirst und dann kannst du das sicherlich nochmal gut gebrauchen. Allerdings hat Sally wohl recht, wenn sie meint, dass du ja schließlich den Übungsleiterschein schon als Qualifikation nachweisen kannst.


    Mmh...
    Vielleicht solltest du dir überlegen, was dich mehr interessiert. Kunst oder Sport? Schließlich musst du dich eine ganze Zeit damit beschäftigen, wenn du dieses Fach nachholen musst.


    Zum Arbeitsaufwand/ Vergleich der beiden Fächer:


    Man kann das so nicht vergleichen. Du kannst auch extrem aufwändige Sportstunden vorbereiten und brauchst dafür Material, was du besorgen musst. Generell würde ich aber sagen, dass du in Kunst/ Textil/ Werken häufiger mal Besorgungen machen musst, um Papier, Knöpfe, Knete, Kreide, Bastelkram, Stoffe, Nähgarn o.ä. zu besorgen (sofern die Schule solches Material nicht vorrätig hat).
    Das persönlich finde ich immer ziemlich nervig, wenn man nachmittags nochmal los muss.


    In Kunst musst du zudem, Bilder mit nach Hause nehmen und zensieren. Das musst du in Sport nicht (also geringerer Zeitaufwand). Dafür musst du in Sport evt. mal Sportfeste, Bundesjugendspiele o.ä. vorbereiten.


    Zum Sicherheitsrisiko:
    Meines Erachtens ist Sport "gefährlicher". Aber das wäre für mich kein Grund, der mich vom Unterrichten des Faches abhalten würde. Unfälle im Sport passieren nunmal.



    Entscheide einfach danach, wozu du mehr Lust hast, dich fortzubilden.


    Sport als Fach finde ich auch ganz schön, weil soziales Verhalten sehr oft eine Rolle spielt und auch beim Sport "eingeübt" werden kann.


    Viel Glück mit der Entscheidungsfindung,


    Gruß Fabula

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