Beiträge von Ruhe

    Mein Mann (kein Lehrer ) plädiert immer dafür, dass bis zum letzten Schultag unterrichtet und auch Klassenarbeiten und Tests geschrieben werden. Die Zeugniskonferenz sollte dann am ersten Ferientag der Schüler stattfinden. Die Zeugnisse dann per Post nach Hause. So könne man bis zum Schluss durcharbeiten.
    Er kann mein gemeckere über die letzten beiden Tage nicht mehr hören.

    Nun habe ich aber Angst, mich zum nächsten Halbjahr versetzen zu lassen

    Du meinst zu den Sommerferien. So schnell wird das nicht gehen. Da sind Fristen einzuhalten.
    Die Anträge können jährlich bis Mitte Dezember gestellt werden für das nächste Schuljahr. Die Frist für das nächste Schuljahr wäre ja abgelaufen. Dann muss das Ganze ja auch bewilligt werden. Das klappt nicht immer sofort, da spreche ich aus Erfahrung.

    Ansonsten kann ich deine bedenken aber gut nachvollziehen.

    Stichwort: Veränderte Kindheit. Das empfinde ich irgendwie als Modewort des 21. Jahrhunderts, weil es oft als Argument für alles mögliche benutzt wird.

    Natürlich ändert sich die Kindheit ständig. Das ist doch keine neue Erkenntnis. Meine Oma ist vor dem 2.Weltkrieg zur Schule gegangen, meine Mutter in den Nachkriegsjahren, ich selbst in den 1980er Jahren und mein Sohn jetzt. Natürlich verliefen die Kindheiten jeweils anders.

    Auch die Pädagogik ändert sich mit den fortlaufenden Erkenntnissen ständig.

    Was mich nur wundert ist, dass man privates Geld ausgeben muss, um dem gerecht zu werden. Muss man meiner Meinung nach nicht.

    Selbstverständlich differenziere ich. Neben der Arbeit mit dem Mathebuch (das einzige Buch, was an meiner Schule die Eltern selbst kaufen müssen und auch benutzt sehen wollen) arbeite ich noch mit Arbeitsblättern, Kopiervorlagen, ..., die ich auch auf die Klasse und Schüler bezogen selbst erstelle . Diese kopiere ich dann an der Schule (USB - Stick in dien Anschluss in den Kopierer).
    Dabei habe ich, bis auf die Benutzung meines privaten Computers, kein privates Geld ausgegeben.

    Irgendwie kommt es mir so vor als würden einige denken, dass man schlechteren Unterricht macht, wenn man kein privates Geld ausgibt.

    Meine Tochter geht ja nun gerade in eine 5. Klasse einer IGS. Der Unterricht besteht größtenteils aus 1.Schulbuch auf, 2. Aufgaben aus dem Schulbuch lösen 3. Gemeinsam besprechen 4. zu Hause lernen Kein Vergleich zur Grundschule. Man braucht einen Schreibblock und das wars auch schon.

    Das ist aber nicht grundsätzlich in der Sek. 1 so. Ich arbeite so nicht. Aber zwischen dem Arbeiten, wie die Lehrer deiner Tochter und privates Geld für Unterricht auszugeben, gibt es noch eine ganze Bandbreite dazwischen. Sie meine Arbeitsweise oben beschrieben.

    Ich frage noch mal, was ich in Beitrag 146 gefragt habe.

    Anja: Wo liegt da die gesunde Grenze zwischen gar nichts selbst kaufen und dem Materialaufwand, der selbst gezahlt wird (weil der Schulträger es nicht tut)?

    Bei uns an der Schule hat der Schulleiter bei der Unterweisung zur ZAP ausdrücklich untersagt jegliches Ergebnis, .... bekannt zu geben bevor der offizielle Tag da ist. Recht gar er. Aus vielen bereits geschriebenen Gründen. Das finde ich auch gut so.

    Warum willst du die Arbeiten zurück?

    Wir hatten der Schule schon mal den Fall, dass von einem Schüler auch die Arbeit nicht zurückkam. Somit haben wir auch die Unterschrift der Eltern nicht gesehen.
    Als der Schüler dann sitzenblieb, haben die Eltern Widerspruch bei der Bezirksregierung eingelegt. Hat ihnen zwar letztendlich nichts gebracht, aber wir bekamen "einen Drüber", weil die Unterschriften nicht vorlagen. Das hätten wir kontrollieren müssen. Die Eltern müssten von den Arbeiten samt Noten fortlaufend zeitnah Kenntnis haben (unabhängig von "blauen Briefen", Elternsprechtag, ...). Mit der oben genannten Methode ist jedenfalls die Rücklaufquote hoch. So, dass das Gerenne weniger ist.

    Es gibt ja noch den Wecker mit 130dB (Schmerzgrenze für normal hörende) für den Notfall. Das kann ich nur meinem Mann nicht antun, wenn er neben mir liegt. Ich komme schon klar. War ja auch eher witzig gemeint. Habe ja auch Jahre allein gelebt und bin z.B. im Ref nie zu spät gekommen.

    Ich bin "an Taubheit grenzend" schwerhörig. Da muss man sich arrangieren.

    Ansonsten stimme ich dir voll zu.

    Of Topic: Das Gegenteil deiner Beschreibung hier, erlebe ich auch unter meinen Schülern. Mama weckt nicht. Schüler, auch 5 Klässler, müssen allein morgens klarkommen während Mama weiter schläft. Ich stehe immer auf, auch an meinem freien Tag, wenn mein Kind morgens zur Schule muss.
    Aber das führt jetzt vom Thema weg.

    Wecker hört man problemlos durch Ohrstöpsel.

    Wenn man "normal" hört, dann sicherlich.

    Vielleicht hat die TE genau damit ein Problem.
    Ich z.B. höre den Wecker auch ohne Ohrstöpsel nicht. Da ich Nachts meine Hörgeräte nicht trage, bin ich quasi taub. Auch einen mechanischen Wecker (so richtig mit Klöppel auf Metall...) höre ich im Tiefschlaf nicht.
    Mein Wecker ist der neben mit schlafende Ehemann. :)

    Ich meine eher, wenn man durch das 1. STX fliegt, ist das deshalb "nicht so schlimm".

    Nur, wenn man durch das 1. STX endgültig fliegt, kann man das 2. STX gar nicht erst machen, weil man dann nicht ins Referendariat kommt. Von der Seite aus das Durchfallen durchs 1.STX schon schlimm. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.

    Edit: Habe gerade nachgelesen. Der/die TE ist zweimal durchs 1.STX gefallen. Da ist das schon schlimm.

    Mein Hausarzt sagte mir mal, dass Atteste (für Krankmeldungen) nur maximal einen Tag ausgestellt werden dürfen.
    Vielleicht kann man ja unverbindlich bei der Kassenärztlichen Vereinigung ( oder wer da zuständig ist) und mal nach den Regelungen fragen. Den Fall mal anonym schildern. Vielleicht ist der Arzt dort ja schon bekannt .

    Edit: Falls das der Fall sein soll, dann bei der zuständigen Schulbehörde nachfragen, ob die akzeptiert werden müssen.

    Da schließe ich mich an. Ohne erstes Staatsexamen(bzw. vergleichbarer Abschluss) kann man das zweite erst gar nicht in Angriff nehmen und kann somit seine praktische Eignung auch gar nicht unter Beweis stellen.
    Ansonsten stimme ich zu. Die praktische Eignung ist sehr wichtig.

    So unterschiedlich sind die Probleme. Ich würde dir gerne meine geben, kann gut auf diese ganze Zusatzarbeit verzichten. Allerdings werde ich gezwungen.

    Ich sehe das genauso. Seit 18 Jahren bin ich Klassenlehrerin und wäre happy, wenn ich mal ein Jahr ohne haben könnte. Aber Klassenlehrer sein hat in der Grundschule einen ganz anderen Stellenwert. So höre ich es immer im Bekanntenkreis.
    Erkundige dich doch mal an höherer Stelle (ich weiß nicht welches Amt in Hessen zuständig ist), wie das generell ist. Ob bei Überhang zunächst die Abordnung gehen muss?
    Ich glaube einen Anspruch auf eine Klassenleitung hast nicht.

Werbung