Hallo,
ich habe für die täglichen 'Berichte' über Pausenstreitigkeiten folgende Lösung gefunden. Mit den Kindern (und auch den Eltern) habe ich vereinbart, mich nur noch mit den Auseinandersetzungen zu beschäftigen, die wirklich gewalttätig endeten oder besonders unfair waren. Die Kinder wissen inzwischen, dass ich Petzereien mit Beispielen eigenen Fehlverhaltens begegne (sehr wirkunsvoll!) bzw. die endlose Rederei nach jeder Pause ignoriere. Man hat ja irgendwie ein Gespür für die wirklich schlimmen Vorfälle, so dass ich die Beteiligten während einer Stillarbeitsphase kurz auf den Flur bitte. Besteht von meiner Seite kein Anlass zur weiteren Klärung bitte ich um schriftliche Schilderung des Falls. Diese Mühe ist es den Kids meistens nicht wert! 
Schade finde ich immer, dass die lautesten Klagen auch von den lautesten Kindern kommen - meistens heiße Luft. Die stillen Schüler brauchen einen langen Anlauf, um mir Vorfälle zu melden. Die nehme ich meist ernst, weil es sich oft um unfaire Attacken (z.B. mehrere Jungs nehmen einem Mädchen das Pausenspielzeug weg und springen laut prahlend um sie herum) handelt. Ich denke, die Schüler, die sich immer ruhig verhalten, muss ich besonders schützen.
Als Sanktionen gibt es bei mir Schönschreibaufträge: ein Gedicht aus dem Lesebuch abschreiben und mit einem Schmuckrand versehen. Das mögen insbesondere die Jungs überhaupt nicht ... Die fertigen Produkte kommen in eine spezielle Mappe, die ich dann zum Elternsprechtag griffbereit habe.
Bei mehreren Überschreitungen meiner Schmerzgrenze trage ich den Vorfall ins Mitteilungsheft ein und lasse mir eine Unterschrift der Eltern geben. Das hilft für einige Zeit.
strucki