Beiträge von SwinginPhone

    Ich habe OBAS an einer Ersatzschule (staatl. anerk. Gymnasium) gemacht und war vorher der Schule bekannt (bereits ein Jahr Vertretungslehrer). Die Schulleitung hat dann die Voraussetzungen geklärt und (wie genau, weiß ich nicht) das Verfahren eingeleitet.
    Es kam dann ein Mann von dem zuständigen ZfsL und hat mit der Schulleitung und mir zusammen das Eignungsgespräch geführt und hat seine Zustimmung gegeben. Eine Ausschreibung oder etwas in der Art gab es nicht.

    Hallo Vanessa,

    vorweg: ich habe den Seiteneinstieg in NRW gemacht, in Berlin ist einiges anders.

    zu 1: Ungeradlinige Lebensläufe sind kein Hindernis. Problematisch könnte höchstens sein, dass Du Berufserfahrung brauchst, die Du nach dem Master erworben hast.

    zu 2: Der Lehrberuf kann stressig sein. Vor allem, wenn man zu hohe Ansprüche erfüllen muss oder möchte. Es sollte aber (vor allem bei Deinen Fächern) möglich sein, den Beruf in Vollzeit auszuüben ohne Abstriche bei der eigenen Gesundheit, dem Niveau des Unterrichts und dem Umgang mit den SuS machen zu müssen.

    zu 3: Das hängt weniger am Fach als daran wie es unterrichtet wird.

    zu 4: s. Punkt 2. Du hast Mathe und Physik...

    Vielleicht können die KuK aus Berlin noch mehr sagen.

    Es gibt ja auch deutsche Projekte wie LoNet, Moodle oder EdYou. Problematisch hat sich hier oft die schlechte Anbindung an die alltäglichen sozialen Netzwerke gezeigt. Die SuS müssen sich bewusst in diese Plattformen einloggen und nachsehen, was es neues gibt. Selbst E-Mails abzufragen, stellt sich heute als unbequem heraus... Da ist so ein aufploppendes Twitter- oder WhatsApp-Pling halt einfacher.

    Mir hat an den Gymnasien auch der wertschätzende Ton gefehlt, wenn man über Schüler sprach.
    Dieses Phänomen finde ich tatsächlich gerade oben wieder.

    Wobei natürlich alles wieder sehr schul- nicht unbedingt schulformabhängig ist. Ich war an einer Realschule, wo viele Lehrkräfte nur von „Blagen“ sprachen, wo oft der Satz „Was hab ich damit zu tun?“ fiel. An dem Gymnasium, an dem ich jetzt bin, gibt es nur sehr wenige KollegInnen, die so denken.

    - Sicherstellung fairer Benotung (wenn du dem "Studenten" auch ein Beurteilungsschema gibst kannst du es ja gewissermaßen fast gleich wieder selbst machen)

    Erstellst Du keine Erwartungshorizonte für Deine Arbeiten? Zwischen Erwartungshorizont erstellen und 32 Hefte korrigieren ist ja schon ein gewisser Unterschied.

    Bei den zentralen Klausuren wird der Erwartungshorizont ja mitgeliefert. Das ist doch eigentlich genau der Fall. Eine Klausur wird extern erstellt und mithilfe der Musterlösung von anderer Seite korrigiert.

    Zum Namen schwärzen: Dann schreiben die SuS halt nicht ihren Namen auf die Zettel (das Heft), sondern nur ihre Nummer. Wo ist das Problem?

    Aber schon erstaunlich, wie sehr die Betrachtungsweisen kippen. Man könnte „für jemanden beten“ als „ich denke an dich“ oder „ich wünsche dir viel Kraft“ interpretieren. Wäre das auch schon ein Übergriff?
    Und manche denken bei „beten“ sofort an merkwürdige Rituale, bei denen eingenebelt von Weihrauch Nadeln in Puppen gestochen werden...

    Vorweg: Alle Seminare waren der Meinung, dass wir mit unseren vielen "BdU"-Stunden schon genug zu tun hätten und haben daher auf Hausaufgaben verzichtet.

    Fachseminare: Jo... Beide Seminarleitungen hatten ein bestimmtes Schülerbild und wollten unseren Unterricht in die Richtung lenken, dass er mit eben diesen Schülern den größten Erfolg bringen würde. Egal, ob jemand von uns an einem Gymnasium auf dem Lande oder an einer Brennpunkt-Gesamtschule war.

    Kernseminar: Beste und sinnvollste Veranstaltung der gesamten Ausbildung. Sehr erfahrene und pragmatische Seminarleitung, die auf jeden persönlich eingehen konnte und viele sinnvolle Ratschläge gab.

    Die Situation, dass eine Aufgabe gestellt wurde und die Seminarleitung zum Kaffeetrinken ging, gab es nicht.

    Sehr sinnvoll fand ich auch die Schulgruppensitzungen mit den anderen Referendaren an meiner Schule, die ich offiziell nicht mitmachen musste.

    Ich kann nur vom Stand von vor sechs Jahren berichten.
    Da musste die Schulleitung die Voraussetzungen prüfen (hat sie mit mir zusammen gemacht) und beim Prognosegespräch hat der Seminarleiter da noch einmal darübergeschaut und meinte, dass alles in Ordnung sei.
    Danach kamen die bürokratischen Mühlen, die sehr lange dauerten: Ich wusste bei Schuljahresbeginn noch nicht, an welches Seminar ich komme... Dann war aber alles problemlos.
    Ich denke auch, dass Du davon ausgehen kannst, dass die Sache jetzt ihren Gang nimmt.

    Dass Du verkürzen kannst, ist zwar nett, solltest Du aber nur tun, wenn es wirklich triftige Gründe (Altersgrenze) gibt. OBAS ist an sich schon stressig genug.

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