kleiner gruener frosch
Arschbacken zusammen kneifen? Nada so arbeitgeberfreundlich bin ich nicht eingestellt. Der Krug geht nämlich zum Brunnen bis er bricht. Die Kollegen gehen so schon auf dem Zahnfleisch, wenn dann noch täglich zwei Stunden Fahrzeit hinzukommen, kann dies der Tropfen sein, der das Fass zum überlaufen bringt. Die BEM Fälle sind schin eklatant angestiegen und der Arbeitgeber muss sich fragen. ob er wirklich die verbleibenden Kollegen auch noch ins Burnout bringen möcht.
Es gibt derzeit leider keine konkrete Kilometergrenze die hier greift. Verbindlich ist nur die Regelung für Rückkehrer aus der Elternzeit, hier liegt die Grenze mittlerweile bei 50 km. Wobei auch diese Grenzziehung in der heutigen Situation so pauschal nicht greift. Es macht nämlich einen Unterschied, ob ich freie Bahn habe oder über Den Ruhrschleichweg A40 fahren muss. Daher bedarf alles einer konkreten Einzelfallprüfung. Daher empfehle ich nach Anhörung zur Versetzung zunächst zu prüfen, ob eine Ausnahmesituation besteht. Solche Ausnahmesituationen können sein_
- besondere Situation bezüglich der Erreichbarkeit (Fahrsrecke besonders ungünstig, daher überlange FAhrzeiten), mit Nahverkehr nicht erreichbar
- besondere familiäre Situation, muss ich mein Kind vorher zur Kita bringen? Geht das dann noch? Habe ich Angehörige die auf meine Mithilfe zur Pflege angewiesen sind?
- Habe ich eine anerkannte Schwerbehinderung oder bin ich einer solchen gleichgestellt?
- Gibt es bereitsbestehende gesundheitliche 'Einschränkungen meinerseits ?
In alle o.g. Fällen, die ich beispielhaft benannt hage, solltet Ihr der Abordnung widersprechen und den Personalrat um Unterstützung bitten. Gleichzeiti solltet Ihr für den Gesundheits- oder Pflegefall schon mal schauen, dass Ihr die entsprechenden Atteste bekommt.
Kommt es zur Abordnung, weil kein wichtiger Grund greift oder der Dienstherr /Arbeitgeber dem nicht folgen kann bzw. die mangelnde Unterrichtsversorgung als den wichtigeren Grund ansieht, bleibt kein anderer Weg als der Abordnung zunächst einmal zu folgen. Achtet aber bitte sehr genau auf Eure Gesundheit. Kommt es hier zu Einschränkungen, zieht rechtzeitig (!) die Notbremse. Erkundigt Euch bitte auch nach den Erstattungsrichtlinien bezüglich Fahrtkosten oder Trennungsentschädigung. Achtet darauf, dass Ihr nicht über 12 Stunden am Tag unterwegs seit.
Das sollte so die wichtigsten Punkte sein, auf die ich achten würde. Last but not least möchte ich auch noch darau eingehen was man besser machen könnte.Diese Vorschläge dürften vielen nicht passen, ich nenne sie aber mal trotzdem, da sich der Lehermangel so schnell nicht in Luft auflösen wird.
1.) Streicht den gebundenen Ganztag mit sofortiger Wirkung. Dieser bindet auch im Lehrerbereich unnötige Stunden
2.) Eine Kürzung der Stundentafel scheint mir unvermeidbar. Dementsprechend wären auch Lernpläne zu kürzen. In weniger Zeit kann nicht das Gleiche unterrichtet werden.
3.) Ja, es gibt dann Abstriche in der Studierfähigkeit. Diese Defizite müssen durch entsprechende Brückenkurse an den Hochsuchlen ausgeglichen werden.
4.) Beendet die gescheiterte Inklusion an den allgemeinbildenden Schulen. Ja richtig gelesen! Ich möchte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden. Inklusion an der Regelschule ist eine tolle Idee. Sie erfordert aber auch die entsprechenden personellen, sachlichen und räumlichen Ressourcen. Diese Ressourcen sind in allen drei Bereichen jetzt und auf absehbare Zeit nicht vorhanden. Also wartet bitte bis die erforderlichen Voraussetzungen da sind und dann kann man noch mal einen Neustart versuchen. Derzeit werden wird jedoch weder den Regelschülern noch den Schülern mit besonderen Lernvoraussetzungen gerecht. Eine Inklusion pro forma möchte ich weder Eltern noch Schülern noch Kollegen zumuten.
5.) Stellt weitere Menschen unterschiedlichster Professionen an den Schule ein, die die Kollegen von wirklich allem was nichts mit Unterricht zu tun hat entlasten. Dazu gehören sowohl Verwaltungskräfte, CTAs für die Biologie , Chemie und Physiksammlung (ink. Auf und Abbau von Versuchen, Auf und Abbau von Lernstationen) aber auch technisch versierte Kräfte, die die Multimedia am laufen halten, die Schinkenwurstreste aus den Laufwerken rauskratzen usw.
6.) Hört auf Euch an jeder Schule neu erfinden zu müssen. Als Elter möchte ich, dass mein Kind, wenn es von einer Realschule in Düsseldorf auf einmal an eine Realschule in Erkelenz muss, dass idealerweise mein Kind nahtlos anknüpfen kann und sich nicht schon wieder auf ein neues Regelwerk einstellen muss. Entsprechendes gilt für lehrernde Kollegen, wenn sie nun mal wie Schachfiguren auf dem Tableau versetzt oder abgeordnet werden.
Ja das wären tiefgreifende Änderungen, die mit persönlich besser gefallen würde als das bisherige Maßnahmenpaket gegen Unterrichtsausfall.