Beiträge von chemikus08

    Na na na,

    die GEW hat 2013 in NRW Musterklagen gegen die Nullrunden eingereicht. Für sechs KuKs wurde Antrag auf einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen eingelegt. Zahlreiche KuKs haben sich seitdem darauf bezogen und wir versorgen das Kollegium mit Musterwidersprüchen.

    Und irgendwie hast Du meinen Kommentar in den falschen Hals bekommen. Natürlich ist die Forderung richtig. Der DBB hat nämlich in seinen Mitgliedsverbänden auch Angestellte. Hätte man die nicht mit erwähnen können? Den DGB hätte man leicht vor sich hertreiben können indem man eine vorzeitige Kündigung des Tarifvertrags ins Gespräch bringt. Aber so, wie dieses Schreiben formuliert ist, fühlt man sich als Angestellter nicht mitgenommen. Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass das Schreiben auch bei einigen Mitgliedern der Lehrerverbände sauer aufgestoßen ist und es auch schon entsprechende Missbilligung en gegeben hat. Und nochmal, es geht nicht um die Forderung an sich, sondern um die Kommunikation. Btw wir haben bisher bei den Warnstreiks immer gefordert, dass erreichte Ergebnisse auf die verbeamteten Kollegen übertragen werden. Ist es da zuviel verlangt, jetzt auch das Gleiche vom Beamtenbund zu fordern?

    Also wenn ich mir das Schriftstück des DBB durchlese (Kommentar 280 Higgs) bin ich als Tarifbeschäftigter doch erschrocken. Auch wenn es vielleicht nicht die Absicht der Verfasser war, sage ich Mal was bei mir ankommt:

    Egal was mit dem Tarifbeschäftigten ist, wir wollen unser Recht auf das Alimentationsprinzip. Also wäre ich Mitglied einer DBB Gewerkschaft, würde ich gestern noch meine Kündigung schreiben. Und nein, ich will hier keinen für die GEW abwerben, denn ich kenne genügend KuKs von den anderen Verbänden mit denen sich sehr gut zusammen arbeiten lässt. Nur trete Eurem DBB Mal kräftig in den Hintern. Auch in Euren Reihen sind Tarifbeschäftigte. Wäre es da nicht besser gewesen dieselbigen gleich mit zu berücksichtigen und zweigleisig zu fahren? Natürlich ist schon klar, dass ich bei Gleis 1 nur einen Verhandlungspartner habe, nämlich das Land NRW, während es bei Gleis 2 gleich die ganze TdL ist. Trotzdem sollte man erwähnen, dass auch die Angestellten einen weitaus höheren Inflationsausgleich haben hinnehmen müssen als die damalige Kalkulation hergab. Man könnte mindestens Mal laut über eine vorzeitige Kündigung dieses Tarifvertrags nachdenken und damit auch ruhig ausnahmsweise Mal etwas mutiger sein als der DGB (das wäre wirklich Mal eine gesunde Konkurrenz gegenüber den Mitstreitern 🤣). Und wenn man den DGB nicht überzeugen kann, zumindest darauf hinweisen dass dieses Minus auf dem Bierdeckel angeschrieben ist und in die Lohnforderungen in unserer nächsten Tarifrunde eingeht. Aber so ganz ohne Perspektiven für die Angestellten aufzuzeigen. Ich käme mir echt verarscht vor

    CDL

    Stimmt, wenn jemand erkennbar ernsthafte Probleme hat kümmern sich die meisten Ärzte, auch dann wenn sie in dem Moment ein Minusgeschäft machen. Insoweit mach ich mir um die Kollegen, die ihre Probleme deutlich äußern keinen Kopf. Problematisch wird es bei denen, die ihre psychischen und physischen Schwierigkeiten leise weinend vor sich hertragen. Für den Arzt ist die Schule ein öffentliches barrierefreies Gebäude. Der kommt überhaupt nicht auf die Idee, dass der Kollege täglich drei Stockwerke mehrfach rauf und runter geht mit seinen Knieproblemen. Wüsste er es, würde er den betreffenden wahrscheinlich krank schreiben. Normalerweise sollte er sich ein Bild über den Arbeitsplatz machen, in dem er quasi wie bei einer Gefährdungsbeurteilung eine Checkliste abarbeitet. Die Zeit fehlt aber dem Arzt. Insoweit gilt hier das Motto nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Leider schleppen sich die KuKs aber lieber krank zur Arbeit, weil sie denken, dass müsste so sein. Ohne Deinen Fall näher zu kennen, würde ich sagen, dass hat bei Dir auch ein paar Wochen, wenn nicht Monate gedauert, bis Du zusammen gebrochen bist. Wäre es nicht schön gewesen, wenn jemand schon ein paar Wochen vorher Deine Situation erkannt hätte und man Dich früher aus dem Verkehr gezogen hätte?

    Tom123

    Sorry, aber ich habe mittlerweile schon einige Kolleg:innen gesprochen die unter Long COVID leiden trotz Impfung. Gestern Abend habe ich noch einen Bericht gesehen über Menschen, die nach COVID einen Diabetes Typ 1:entwickelt haben. Vermutlich auf Grund eines durch COVID getriggerten Autoimmun Geschehens. Bei entsprechenden Menschenansammlungen ziehe ich daher zur Zeit immer noch Maske vor..

    Problem ist der falsche Ausdruck. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das Gericht eine weitere Stauchung der Besoldungsgrupoenabstände nicht mitmacht ist sehr hoch. Insoweit habe ich Zweifel, dass der AG sich auf dieses Risiko einlässt. So verständlicher formuliert?

    Grundschullehrer.

    Ich verliere doch nichts, wenn die unteren Gehaltsstufen mehr Geld bekommen. Ich bekomme doch trotzdem mein Geld.

    Du hast ja vollkommen Recht. Das Problem wird allerdings sein, dass die Rechtsprechung das anders sieht. Und die Arbeitgeber wissen ganz genau, dass es dann mehr als einen schlauen Juristen geben wird, der daraus den Anspruch ableitet, dass jetzt seine Besoldung angehoben werden muss. Die Folge einer hieraus resultierenden unfreiwilligen weiteren Besoldungserhöhung wären dann die unweigerliche Folge. Insoweit werden die Arbeitgeber sich darauf nicht einlassen wollen 🤷

    fachinformatiker

    Das mit den Doppelzimmern finde ich auch nicht prickelnd, ist aber meines Wissens kein Ablehnungsgrund. Wobei der Kollege, sollte er mit mir fahren, so eine Fahrt nicht mehr planen wird, da er da wohl keine Nacht durchschlafen könnte bei 70 db Schnarchgerâusche. Spaß bei Seite, aufgefallen ist mir Dein Kommentar mit den Freiplätzen. Du musst natürlich selber für die Fahrt nichts bezahlen. Sollte der Antragsteller die Fahrtkosten für die Lehrkräfte vergessen haben, ist das das Problem der Schulleitung. Du machst darauf aufmerksam, dass Du alle Reisekosten einfordern wirst. Vielleicht hast Du dann ja Glück und die SL sucht sich einen anderen. Solltest Du schwerbehindert sein, kannst Du die Fahrt ablehnen .

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