Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir Landesbeschäftigte sind (Die Tarifbeschäftigten sind aufgrund einer Sondervorschrift im TVL bezüglich der Arbeitszeit wie Beamte zu behandeln). Damit haben wir insgesamt 41 h Arbeitszeit wöchentlich zu erbringen. Da kann mal etwas mehr dafür an anderen Wochen etwas weniger Zeit. Sollte sich aber herausstellen, dass man insgesamt über das Jahr verteilt mehr als 1800 h arbeitet, dann läuft etwas falsch.
Mittlerweile habe ich in diesem Zusammenhang den Eindruck, dass zumindest in einigen Schulformen diese Zeiten bei Weitem überzogen werden. Dies hängt eben genau damit zusammen, dass in den vergangenen Jahren die Kollegen mit immer mehr Aufgaben neben der Unterrichtsverpflichtung betreut wurden ohne das dafür das Deputat reduziert wurde. Dies führt entweder zu einer Überschreitung der vorgesehenen Arbeitszeit oder zu einer qualitativen Verschlechterung des Unterrichts, kann man sich aussuchen. Leider habe ich den Eindruck, dass dies der Politik Sch.... egal ist, Hauptsache die Kinder sind verwahrt.
Das ist nicht fair, wenn dann Kollegen im ein oder anderen Fall auch nicht fair spielen, dann ist das zumindest nachvollziehbar.
Aus diesem Grunde bin ich ein absoluter Befürworter der Arbeitszeiterfassung, da hier die konkrete Zeitbelastung (denn es gibt noch andere Belastungsfaktoren) deutlich wird.
Und nur bei belegbarer Überschreitung kann man den Arbeitgeber notfalls gerichtlich zwingen gegenzusteuern oder zumindest finanziell auszugleichen.
Btw. Diesen Monat werden uns die Ergebnisse aus COPSOQ vorgestellt. Bin mal gespannt.