Beiträge von Lillyfee

    da kann ich wohl noch ganz froh sein, denn meine Verträge gingen immer von Mitte September bis Mitte September...... :S

    ... da hast du dann wirklich Glück (????) gehabt.


    Der Hammer ist ja der Fall der Lehrerin, die noch nicht genügend Ansprüche für ALG 1 hatte und dann beim Beantragen für ALG2 direkt den Ein-Euro-Job mit Laubkehren für die 6 Wochen bekam.
    Da fragt man sich doch, was da für ein Sachbearbeiter (= Mensch?) im Jobcenter/ArGe saß.
    Sicher ein Lehrerhasser ;(

    Jetzt habe ich doch ein paar Zahlen gefunden: :P
    Bei der Landesregierung von NRW stehen in 2 Pressemeldungen (07.02.2010, 09.02.2011) Zahlen für die erfolgten Einstellungstermine 2010/2011.


    Laut der Auskunft waren es:


    1.2.2010: Grundschule 160 (au weia!)
    1.2.2011: Grundschule 807


    Von den Sommerterminen konnte ich leider nichts finden.....

    Wie ich gerade erst sehen kann, studieren die Lehrer für die Grundschule in NRW seit 2003 (??) ja nur noch 2 Fächer (also Mathe oder Deutsch).
    Wir mussten damals beides in der Ausbildung machen + 3. Haupt-/bzw. Nebenfach.


    Wird das bei der Einstellung eigentlich irgendwie berücksichtigt? ?(

    Tintenklecks, ich bin nicht optimistisch.
    Meine Nachfrage in diesem Forum entstand aufgrund der (ja wohl offensichtlich falschen) Einstellungsprognose von unserem Ministerium, die im Internet veröffentlicht ist und für den Lehrerberuf Werbung machen soll.


    Ich suche nach verbindlichen Zahlen (d.h. Anzahl Bewerber, Anzahl Einstellungen, entspricht bis OG= ....), und zwar rückblickend für die letzten Jahre, denn wenn die tatsächlich meinen, mit ihren Prognosen auch heute noch die Bewerber verschaukeln zu können, dann sollte man langsam mal anfangen, dagegen zu steuern und dem Ministerium Kontra zu geben.
    Vermutlich wird das Land diese Zahlen niemals veröffentlichen, denn damit entkräftigen sie ja ihre eigene Prognose..... ?(
    Somit fehlt m.E. für das gesamte Einstellungsverfahren die wirkliche Transparenz.


    Dass die Lage für Grundschullehrer schwierig ist, bestreite ich nicht.
    Nach wie vor sind die Perspektiven aber deutlich besser geworden durch die Pensionierungswelle und durch die OGS mit dem Pflichtstundenanteil Lehrerstelle/Gruppe.
    Und 60 Bewerber/Stelle ist nicht viel, sondern normal bis wenig (schau dir mal den Arbeitsmarkt der Diplom-Psychologen o.ä. an).


    Die Sache mit der "festen Vollzeitstelle" und "sofort" sollte doch realistisch gesehen werden.
    Vergleichen wir das mit dem sozialen Bereich oder anderen Branchen: Da werden Verträge oft nur über 1 Jahr vergeben, dann nochmal verlängert, danach ist Schluss (weil sonst eine Festanstellung erforderlich wäre!). Das ist für viele Sozialarbeiter völlige Normalität. Eine Nachbarin hat z.B. Magister/Germanistik, die hat noch nie unbefristet gearbeitet, sondern immer nur im Rahmen von Projektförderungen.
    Freiberufler hangeln sich von Auftrag zu Auftrag, immer unsicher. Zahlreiche Lehrer arbeiten bei der VHS für Dumpinglöhne von Schuljahr zu Schuljahr mit Honorarverträgen abgespeist.
    Im Vergleich dazu ist der Grundschullehrer im Schuldienst in E-11 und entsprechender Gruppe aber noch sehr gut bezahlt (und das auch als Vertretungslehrer!), und wenn jemand 8 Jahre befristet und immer nur dort gearbeitet hat, dann muss ihm wohl die Grundschule immens wichtig sein. Außerdem hat in der Zeit Rentenansprüche und reichlich Berufserfahrung dazu gewonnen, also hat er nicht umsonst gearbeitet!
    Dass solche Kandidaten mit Tunnelblick für den sonstigen Arbeitsmarkt und die Wirtschaft eher uninteressant sind und das Bild vieler Arbeitgeber bekräftigen ("Grundschullehrer können nichts anderes als Grundschullehrer"), versteht sich dann wohl von selbst - denn alles jenseits dieser Schulform scheint ja nur eine absolute Notlösung zu sein (und sobald die ersehnte Planstelle doch noch kommt, sind die Leute natürlich sofort weg).....


    Im Übrigen: Ich kenne einige Grundschullehrer, die mit mir fertig wurden.
    Die sind heute alle fest im Schuldienst.
    Zufrieden ist keiner wirklich, aber immerhin sind sie "fest" im Job. Viele sind krank geworden, eine hat sich ent-beamten lassen, oder sie bekommen ein Kind nach dem anderen .... :D


    Ich bin gespannt, was die Bezirksregierung mir antwortet..... ;)


    Oder übersehe ich ... und vor allem die feststellenlosen Grundschullehrer in meiner Umgebung ... da irgendetwas Entscheidendes?

    Ich sagte nicht, dass die Graphik mit der Realität d.h. Praxis übereinstimmt, aber wenn man sich die Zahlen für 2011 und 2012 ansieht (und 2014 nochmal), dann werden weniger Bewerber fertig als Stellen frei sind.
    Theoretisch.... ;)


    Im Vergleich zu Mitte/Ende der 90er Jahre hat sich die Lage auf jeden Fall etwas entspannt....
    Ich kann auch nicht glauben, dass jemand länger als 2 Jahre Vertretungsjobs gemacht hat, ohne irgendwie reinzurutschen (oder er hat OG 30 oder schlechter abgeschnitten).....
    2002 sind z.B. auch Bewerber mit Ordnungsgruppe 26 (Sachunterricht) fest eingestellt worden - eben nach 2 Jahren Jobhopping geklettert in OG 18.
    Daher gibt es mE. auch nicht sooooooo viele Altbewerber Jahre rückwirkend.


    Und ja, Vertretungslehrer werden händeringend gesucht, das höre ich von mehreren Seiten (Eltern wie Schulleiter ---> der Markt sei leer.....). :S

    Während des Referendariats habe ich auch 2 Jahre fachfremd Musikunterricht von Klasse 1 bis 4 erteilt (weil ich das gerne mache, weil das dort keiner freiwillig machen wollte :P ).


    Der Lehrplan gibt ja schon einiges her, ansonsten hatten wir auch ein Musikbuch ("Kolibri") an der Schule mit saisonalen Liedern und thematischen Vorgaben für die einzelnen Schuljahre.
    Meine ganz persönliche Erfahrung:
    Die Kinder finden das toll, wenn der Lehrer selbst singt (und nicht die CD dudeln lässt) und dann zusätzlich auch noch ein Instrument spielen kann (z.B. Gitarre).
    Damit hast du schonmal viel gewonnen.


    Schau einfach mal in die örtliche Stadtbücherei, auch gibt es einige gute Fachzeitschriften mit Ideen....

    Ich habe noch von keiner Besetzung in unserem Kreis gehört, der über die Listenziehung in den Dienst gekommen ist.

    Ich gehe auch nicht davon aus, dass ich ein Angebot bekomme, auch wenn aus dem hübschen bunten Bildchen der EInstellungsprognose vom NRW-Ministerium für 2011 ja von akutem Grundschullehremangel ausgegangen werden kann.... ;)
    Aber:
    Falls doch eine Rückmeldung kommt, dann wäre ich gerne vorher umfassend darauf vorbereitet.
    Ich könnte mir nämlich - rein hypothetisch :whistling: - sehr gut vorstellen, dass die Rückmeldezeit für eine Zusage aus der Liste sehr kurz ist und dann erstmal automatisch eine Eingruppierung in die Stufe 1 ("Wir haben das Ref. gerade erst hinter uns!") erfolgen wird.

    Vielen Dank, Tintenklecks! Schon gefunden und abgespeichert. :P


    Da steht allerdings etwas von rückwirkender Nachzahlung.
    So weit will ich es aber gar nicht erst kommen lassen.
    D.h. falls ich ein Angebot über die Liste bekomme, möchte ich direkt in die richtige Entgeltstufe einsortiert werden, d.h. mit Vertragsabschluss und Zusage von mir....
    Es geht immerhin um EUR 800,- brutto mehr oder weniger....


    Aber als Vorlage ist das prima !

    Weiß einer, wo man den Antrag für die Anerkennung von förderlichen Zeiten bei Neueinstellungen finden kann?


    Seit 2008 gibt es da wohl in NRW diese Änderung, die zu einer "großzügigeren" (oder besser gesagt: gerechteren) Einsortierung in die entsprechende Entgeltgruppe führen soll.
    Oder ist das ein formloser Antrag?
    Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht?

    Wohlgemerkt: Es handelt sich bei einer Kündigung immer um eine einseitige Willenserklärung. Im gegenseitigen Einvernehmen kann ein befristeter Arbeitsvertrag jederzeit aufgelöst werden. Das gehört auch zur Vertragsfreiheit.


    Das Schulamt verhält sich somit völlig korrekt:


    Die befristet eingestellte Lehrkraft hat keine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit gewünscht; sonst hätte sie das in den Vertrag aufnehmen lassen oder diesen gar nicht in dieser Form abgeschlossen. Das Schulamt erwartet zu Recht Vertragserfüllung und ist darüber hinaus zu einem Auflösungsvertrag bereit, wenn eine Planstelle in Aussicht steht, wozu es nicht verpflichtet ist. Was ist daran rechtswidrig? ?(

    Ich pflichte dir bei, dass es in der persönlichen Verantwortung des Bewerbers liegt, sich selbst darum zu kümmern, was in den Vertrag aufgenommen wird.
    Allerdings war man vor 10 Jahren froh, überhaupt einen Vertretungsvertrag für z.B. 6 Wochen zu bekommen. Und hat unterschrieben, was vorgelegt wurde. Dass das Schulamt sich damit nicht unbedingt selbst einen Gefallen tut, sei nur am Rande erklärt.
    Und es gibt auch noch etwas anderes als Planstellen im öffentlichen Schuldienst, wenn man auf Stellensuche ist ...

    Man kann doch auch einen befristeten Vertrag vorher kündigen.

    Nur wenn der Tarifvertrag oder der Arbeitsvertrag dies vorsieht.

    So ist es!
    Was bei den gesamten Vertretungsstellen (Krankheitsvertretungen, EZU) nicht der Fall ist, daher halte ich persönlich sie auch für rechtswidrig.


    Ich hatte vor Jahren mal Diskussionen mit dem Schulamt, denn was ist z.B., wenn ich in der Zeit einen besseren und unbefristeten Job bekomme (z.B. bei einem Träger)? Oder wenn ich mit der Arbeit bzw. den Kollegen nicht klarkomme?
    Man sagte mir, der Vertrag wird nur dann vorzeitig aufgelöst, wenn eine unbefristete Stelle im Schuldienst des jeweiligen Bundeslandes ansteht. Ansonsten nicht. :cursing:

    Zitat

    Ganz unterschiedlich! Auf einige Stellen haben sich ja über 100 Bewerber beworben, da wurde die OG relativ hoch angesetzt. Wir haben auch ausgeschrieben und hatten nur 11 Bewerber und haben alle einladen, auch mit OG über 30.




    100 Bewerber auf eine Stelle für die Grundschule ist in NRW aber wenig. Als ich vor über 10 Jahren mit dem 2. Staatsexamen fertig wurde, da waren es an die 500 Bewerber/Stelle.
    Und OG über 30 klingt ja richtig menschlich :P , da haben dann auch Leute mit 2er-Examen mal wieder eine Chance.


    Mir fallen da immer die Lehrer zu meiner Referandariatszeit ein: Rektor, Konrektor - beide Examen mit 4,0 bestanden (also OG 40), sofort eingestellt und verbeamtet.
    Vor 1995 war das alles vollkommen egal mit den Noten/Fächern etc......


    Danke für die Teilzeitinfo.
    Genauso werde ich es machen!


    Offizielle Listen von den BZRG in NRW gibt es wohl nicht, in denen man nachschauen kann, bis zu welcher OG die letzten Jahre eingestellt wurde, oder?!



    Edit by Moderator: Quotings korrigiert. kl. gr. Frosch, Moderator

    Weiß einer zufällig, wie die aktuelle Lage (Sommer 2011) für die Einstellung in NRW ist?
    Bis zu welcher Ordnungsgruppe ist zum 1.9. eingestellt worden?
    Eine Listenziehung erfolgt wohl noch nächste Woche.....


    Beim Blick auf die Einstellungsprognose vom Ministerium sieht es so aus, als ob aktuell mehr Stellen frei wären als Bewerber auf dem Markt sind. Das kann ich kaum glauben!
    Da hätten dann sogar NRW-Altbewerber mit 2. Staatsexamen (meinereiner [Blockierte Grafik: http://www.grundschultreff.de/forum/images/smilies/biggrin.gif] ) vielleicht mal eine Chance auf den Schuldienst....


    Und wie ist das grundsätzlich mit Teilzeit? Ich will nur 50% arbeiten.
    Schreibt man das schon in die Bewerbung an die Bezirksregierung mit rein, oder ist das Thema Teilzeit erst bei Stellenzusage überhaupt interessant?


    Vielen Dank !


    Lillyfee

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