Beiträge von pepe

    Am Rande nur mein Senf dazu: In meinem damaligen Mathematik-Leistungskurs wurde gestrickt, da waren sogar Jungs dabei (damals "hip"!). Unser Lehrer ertrug es nicht nur mit Humor, sondern nach einiger Zeit auch aus Überzeugung - nur das Stricken-Erlernen im Matheunterricht war untersagt. Die Leistungen litten nicht darunter, wie er feststellte. dann war es auch okay. Und als Zeichen der Geringschätzung konnte er es auf keinen Fall interpretieren, er war sehr beliebt und professionell.

    [Na gut, so waren die Siebziger Jahre.]

    Solange wir die Existenz von etwas Göttlichen nicht widerlegen können, sollte man auch den Glauben anderer Menschen respektieren.

    Solange der "Glauben" sich nicht nur im privaten Bereich abspielt, sondern alle Religionen sich in das Leben der "Ungläubigen" einmischen, kann ich Religion schlecht ertragen und schon gar nicht respektieren. Andere Menschen respektiere ich, wenn sie mich nicht mit ihrem Glauben belästigen.

    Flupp

    Kurz nur das eine Beispiel: Neuer Anbau an einer Schule - Kosten sollen möglichst gering ausfallen - Treppenhaus/Flur wird kleiner als gewöhnlich geplant - Nach Fertigstellung: Türen knallen aneinander, wenn sie von zwei Klassenräumen aus gleichzeitig geöffnet werden - Billige Lösung: Sondergenehmigung: Öffnen nach innen. (Nebeneffekt: Wenn eine Tafel aufgeklappt ist, rummst die geöffnete Tür eben dagegen...)

    Ich erspare mir genaue Beschreibungen anderer ähnlicher Begebenheiten. Weshalb verteidigst du unfähige Experten so? Gegen fähige habe ich gar nichts einzuwenden...

    Ne, ich denke bei Deinen Beispielen eher, dass sich da jemand über Dinge hinwegsetzt.

    Ja, bestimmte "Experten" setzen sich über berechtigte Einwände hinweg, ohne das zu begründen. Schulleitung und Kollegium melden Missstände beim Brandschutz, aber wenn Abhilfe Geld kostet, gelten eben Ausnahmeregelungen oder es dauert...

    Die Experten schätzen das ein. Dafür ist die Brandschutzschau da. Wenn die sagen: In dieser Konstellation ist das ok, dann ist das ok. Wenn nicht, dann nicht.

    Und genau das meine ich. Natürlich dürfen wir die Brandschutz"experten" nicht ignorieren. Aber ernstnehmen kann ich sie nur, wenn sie vor Ort Einwände begründet ausräumen können, also ihre Professionalität unter Beweis stellen.

    Wir dürfen aber durchaus diskutieren:

    Warum dürfen dann Wahlurnen (Schule ist Wahllokal) im Treppenhaus tagelang bleiben, neben den Kartons mit hinterlassenen Unterlagen? Warum können Umzugskartons stapelweise im Flur liegen, da die Stadt es auch hier nicht termingerecht schafft, sie abzuholen? Warum dürfen Klassenraumtüren nach innen aufgehen, obwohl das jeglichem Brandschutz widerspricht? Weshalb werden Garderoben auf Grund der Brandschutzestimmungen in Klassenräumen so (genehmigt!) angebracht, dass "Kinder auf der Flucht" sich daran vorbeizwängen müssen, wenn der Ernstfall eintritt ... usw. usf. Alles und mehr schon erlebt. Da sind Zweifel an Expertenmeinungen doch angebracht, oder nicht?

    Ich will dich nicht verwirren, @Quittengelee, aber ich habe mich schon im Studium ziemlich ausführlich mit Waldorfpädagogik beschäftigt. Und schon da habe ich schnell gemerkt, diesen esoterischen und politisch verqueren Quark abzulehnen. Dass da einzelne Lehrer*innen eventuell gute Arbeit leisten und aus Waldorf-Schülern auch vernünftige Erwachsene werden können, fällt nicht ins Gewicht.

    ich kenne welche von innen und hab mein eigenes Bild

    Das übliche Argument.. Jaaaa, es war doch nicht alles schlecht. Und Atomkraft muss jetzt auch unbedingt wieder sein. Putin ist auch nicht schlimmer als andere Despoten. Kaufst du Fußball-WM-Fanartikel? [rhetorische Frage]

    Müssen bei euch eigentlich auch alle Jacken der Kinder im Klassenraum hängen? Irgendwann ist jemandem aufgefallen, wenn Jacken im Flur/Treppenhaus hängen, kann ja jemand zündeln und auf einmal gibt es keinen Fluchtweg mehr... Seitdem gibt es natürlich viel besseren Brandschutz: Wenn die Gearderobe im Klassenraum brennt, kann man den noch verlassen... Dass bis zu 30 Regen- oder Winterjacken in der Klasse andere Probleme verursachen, konnte sich keiner der Experten vorstellen.

    Generell kann man aber davon ausgehen, dass die Bürokratie zunimmt.

    Das ist es. Und das nervt unglaublich. Da sitzen Leute am grünen Tisch (oft ohne Praxiserfahrung) und beschließen, was der geneigte Lehrkörper nebenbei alles beantragen, ausfüllen, protokollieren, evaluieren und abheften muss. Das hat in den letzten 3 Jahrzehnten unglaublich zugenommen und erschwert unsere Arbeit. Mehr abgesichert gegen alle Eventualitäten fühle ich mich dadurch nicht.

    Der ideologische Überbau ist zwar sonderbar, ...

    Nicht sonderbar, sondern demokratiefeindlich und rassistisch. Die konfessionsgebundenen Schulen und den Religionsunterricht an staatlichen Schule halte ich auch für völlig überflüssig, aber das kannst du nicht ernsthaft mit grotesken Theorien einer Einzelperson wie Rudolf Steiner vergleichen.

    ...Ich kenne es überhaupt nicht, dass Weihnachtsmärkte schon vor dem Totensonntag öffnen (das schrieb ich doch oben). Meiner Meinung nach ist das nicht üblich, zumindest hier in der Gegend nicht. Auch im nördlichen NRW, z. B. in Münster, öffnet der Weihnachtsmarkt erst morgen.

    Am Freitag, 18. November war Eröffnung (sehr regnerisch). Am Totensonntag war der Weihnachtsmarkt hier nur von 18 bis 21 Uhr geöffnet, sonst geht es sonntags schon um 11 Uhr los.

    Viele Schulen sind inzwischen bei dem Modell, dass die SuS einer Regelklasse zugeordnet sind, aber auch separat DaZ-Unterricht erhalten.

    ...

    Entscheidend bleibt, ob die Schule dafür Stunden hat.

    ...

    Meine Erfahrung ist, dass die DaZ-Stunden gerne und in jedem Jahr wieder ersatzlos gestrichen werden, wenn die Schule in eine Mangellage kommt. Dann sind die Kinder ganz ohne weitere externe Förderung. ...

    Wir haben zwei tägliche DAZ-Blockstunden, die sich gleichmäßig durch den Stundenplan ziehen. In der Woche sind das je 10 Stunden für Stufe 1/2 und 3/4. Gut geplant. Theoretisch. Oft fallen sie mangels Personal aus, wie Palim oben beschrieb. Dann sitzen Kinder bis zu 6 Stunden täglich in der Regelklasse und verstehen kaum ein Wort. Nicht gut... Weder für die Stimmung und Motivation der Kinder, noch fürs Lernen.

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