Liebe Grundschulkollegen, wo seid ihr in diesem Thread?
Und wo ist eigentlich FlowerTree, die die Ausgangsfrage gestellt hat? Kurzantwort auf das Thema Grundschullehramt - Wirklich so ein Burnout-Job? - Nein! Liebe Krabappel, wenn ich im Forum ständig so viele Postings ablassen würde, wie du, dann wäre ich bestimmt ein Burnout-Kandidat...
Der Frosch hat Recht: Es sind noch Ferien, ich habe bisher sehr wenig für das neue Schuljahr vorbereitet und interessiere mich bei dem Wetter (seit Wochen!) eher wenig für eine aktive Beteiligung im Forum. Aber mir hat es in diesem Thread bei der hier überflüssigen Diskussion ums liebe Geld schon in den Fingern gejuckt. Geld hat mit einem "Burnout" doch nur insofern was zu tun, wenn man durch Mehrarbeit bzw. intensivere Arbeit lebensnotwendige Provisionen bekommt, beruflich aufsteigen will oder reich werden möchte - an die Möglichkeiten glaubt im Grundschulbereich eh keiner.
Und was die eigentliche Arbeit angeht, wurde doch schon viel Richtiges zur Vermeidung von Burnout gesagt:
Spaß am Beruf haben,
nur das zusätzlich machen, was nötig ist oder/und einem selbst etwas bringt,
Abschalten können,
Freundschaften und Hobbys pflegen,
den richtigen Weg für den Umgang mit (schwierigen) Eltern finden,
mit den Kolleg*innen klar kommen,
eine gute Schulleitung haben, die z.B. unsinnige Erlasse u.ä. schon mal aussitzen kann,
überflüssige Arbeit vermeiden ("Jahrespläne"... immer wieder neu, am besten differenziert für 12 Leistungsgruppen),
es nicht allen recht machen wollen,
Nervereien der lieben Kleinen nicht persönlich nehmen,
die Arbeit zu Hause zeitlich auf das Erforderliche begrenzen...
...
Alles und mehr steht auch hier irgendwo: Anti-Burnout
Wenn die Arbeitsbelastung dauerhaft zu hoch ist, wenn ein Burnout droht, muss man einzelne Parameter seiner Arbeit verändern, bis es wieder passt. Das gilt für alle Berufe. Der Beruf Grundschullehrer ist kein Burnout-Job. Meine Frau ist in der "freien" Wirtschaft, wirklich "frei" ist da natürlich auch niemand. Burnouts gibt es da nicht zu knapp, oft gepaart mit Existenzängsten. Hat man zumindest als Beamter nicht unbedingt. Seit jetzt 6 Jahren arbeite ich im Brennpunkt mit allem, was man sich darunter vorstellen kann. Vorher war ich über zwei Jahrzehnte in einer relativ ruhigen Vorortschule (bis die SL wechselte...). Beides ist o.k. Wenn es nach meiner Versetzung (übrigens an den Wohnort, Großstadt, keine 15 Minuten zu Fuß zur Schule) nicht geklappt hätte, dann wäre ich wieder gegangen. Burnout-Fälle kenne ich sowohl aus dem engeren Kollegenkreis wie auch aus anderen Berufen, auch von Eltern meiner Schüler. Es kann halt jede*n treffen.