Beiträge von pepe

    Lernende ist außerdem sachlich falsch, immerhin setzt das dauerhafte kognitive Aktivität mit dem Ziel des Lernens voraus, ein bei Siebtklässlern nicht regelmäßig anzutreffender Geisteszustand...

    Das Argument wird viel zu selten gebracht. Als hier das Studentenwerk durch die Sprachpfuscher in Studierendenwerk zwangsumbenannt wurde, musste ich sofort an meine (inzwischen wohl verklärte) Studentenzeit denken. Ich war immer Student, aber Studierender? Oft natürlich, oft auch gern. Aber nicht so lange, wie ich Student war... 8)

    Krabappel hat Recht, wenn sie sagt, dass man da auch auf sein (Bauch-)Gefühl hören muss. Wie viel Distanz ich brauche oder wie viel Nähe ich zulasse ist ganz allein meine Sache, und auch kleinere Kinder verstehen das oder können lernen, das zu verstehen.

    Und das Problem der "müffelnden" Kinder: Ist schnell gelöst, wenn man den Eltern, zur Not auch schriftlich, mitteilt, z.B.:
    dass der Fußgeruch des Sohnemanns alle in der Umkleide der Turnhalle belästigt, dass das Töchterchen sehr unangenehm aus dem Mund riecht wenn sie mit anderen redet, dass das liebe Kleine öfter als einmal die Woche einen frischen Pulli/eine saubere Hose anziehen sollte... u.s.w.
    ...habe ich alles schon gemacht, meistens mit Erfolg. Unprofessionell finde ich, solche Dinge nicht anzusprechen.

    Distanz zu den Eltern lässt sich lernen und ist notwendig. Bei "ehemaligen Eltern" können allerdings auch Freundschaften entstehen. Während das entsprechende Kind in der eignen Klasse ist, würde ich es vermeiden.

    Und unter Kolleg*innen: Wie es uns gefällt. Wie sonst?

    Über die Jahre... Dann habe ich wohl Glück gehabt, ich bin seit 1990 im Dienst.
    Ein Umdenken muss dringend stattfinden, auch unter Kolleg*innen:

    Zitat von Anja83

    ...dann doch eine Frau. Da finde ich die Frage dann schon ungewöhnlich.

    Wieso eigentlich? Und wie ist es dann mit schwulen Lehrern/Erziehern? Muss man die kleinen Jungs vor ihnen schützen? Und Transgender? Da wird's kompliziert.

    Die Lösung für den Lehrermangel ist da!

    Demnächst dann ein Angebot, dass man nicht ausschlagen kann...

    Ach deshalb kam mir der Vorschlag gar nicht so bahnbrechend neu vor, Jens "Grün"spahn war es...

    Eine Stunde mehr und dann auf A13? Wäre mir eine Überlegung wert....

    Und genau das weicht die berechtigte Forderung nach A13 sofort auf. Auch wenn es verständlich ist, dass man darüber nachdenkt. Der grüne Vorschlag ist genauso Murks, wie die Forderung an die Pflegekräfte.
    "Eine bodenlose Frechheit"

    -> Anscheinend ernst gemeint... Ist das hier im Forum noch nicht aufgetaucht?

    Ziemlich an der Situation der Grundschulen vorbei gedacht: "Alle Grundschullehrkräfte, die ihren Vertrag um mindestens eine Stunde pro Woche aufstocken, steigen rückwirkend zum 1. August 2018 in die Besoldungsgruppe A13 auf."
    So heißt es in einem neuen Konzept der Grünen in NRW... Außer Acht gelassen wird die derzeitige Belastung der Kolleginnen und Kollegen durch jetzt schon 28 Stunden bei Vollzeit. Die ständig wachsenden Aufgabenbereiche über den Unterricht hinaus (hier im Forum an den verschiedensten Ecken benannt und diskutiert) lassen eine Erhöhung des Stundendeputats nicht mehr zu. Sigrid Beer, die grüne Sprecherin für Bildung, hat anscheinend nicht so ganz den Durchblick, wie es an vielen Grundschulen aussieht. Sie will mit einer Milchmädchenrechnung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Widersprüchlich, wie es im Artikel weitergeht: "... (Grundschullehrkräfte) verdienen die bessere Einstufung. Angesichts der Notsituation in vielen Schulen müssen wir davon ausgehen, dass sich viele Lehrkräfte über die Maße engagieren und die viele Arbeit auf sehr wenige Schultern verteilt wird. Ihnen muss deshalb so schnell wie möglich die notwendige Wertschätzung zuteilwerden.
    Wichtig ist: Die von uns vorgeschlagene Maßnahme ist kein Zwang zu Mehrarbeit, sondern ein Angebot. Auch die Lehrkräfte, die aus persönlichen Gründen keine zusätzlichen Unterrichtsstunden anbieten können, müssen verlässlich und absehbar in die Höhergruppierung kommen."

    Ja, wie denn nun? Absehbar? Absehbar ist nur, dass wieder halbgare Konzepte verkauft werden sollen.

    Liebe Grundschulkollegen, wo seid ihr in diesem Thread?

    Und wo ist eigentlich FlowerTree, die die Ausgangsfrage gestellt hat? Kurzantwort auf das Thema Grundschullehramt - Wirklich so ein Burnout-Job? - Nein! Liebe Krabappel, wenn ich im Forum ständig so viele Postings ablassen würde, wie du, dann wäre ich bestimmt ein Burnout-Kandidat... ;)
    Der Frosch hat Recht: Es sind noch Ferien, ich habe bisher sehr wenig für das neue Schuljahr vorbereitet und interessiere mich bei dem Wetter (seit Wochen!) eher wenig für eine aktive Beteiligung im Forum. Aber mir hat es in diesem Thread bei der hier überflüssigen Diskussion ums liebe Geld schon in den Fingern gejuckt. Geld hat mit einem "Burnout" doch nur insofern was zu tun, wenn man durch Mehrarbeit bzw. intensivere Arbeit lebensnotwendige Provisionen bekommt, beruflich aufsteigen will oder reich werden möchte - an die Möglichkeiten glaubt im Grundschulbereich eh keiner.

    Und was die eigentliche Arbeit angeht, wurde doch schon viel Richtiges zur Vermeidung von Burnout gesagt:
    Spaß am Beruf haben,
    nur das zusätzlich machen, was nötig ist oder/und einem selbst etwas bringt,
    Abschalten können,
    Freundschaften und Hobbys pflegen,
    den richtigen Weg für den Umgang mit (schwierigen) Eltern finden,
    mit den Kolleg*innen klar kommen,
    eine gute Schulleitung haben, die z.B. unsinnige Erlasse u.ä. schon mal aussitzen kann,
    überflüssige Arbeit vermeiden ("Jahrespläne"... immer wieder neu, am besten differenziert für 12 Leistungsgruppen),
    es nicht allen recht machen wollen,
    Nervereien der lieben Kleinen nicht persönlich nehmen,
    die Arbeit zu Hause zeitlich auf das Erforderliche begrenzen...
    ...
    Alles und mehr steht auch hier irgendwo: Anti-Burnout

    Wenn die Arbeitsbelastung dauerhaft zu hoch ist, wenn ein Burnout droht, muss man einzelne Parameter seiner Arbeit verändern, bis es wieder passt. Das gilt für alle Berufe. Der Beruf Grundschullehrer ist kein Burnout-Job. Meine Frau ist in der "freien" Wirtschaft, wirklich "frei" ist da natürlich auch niemand. Burnouts gibt es da nicht zu knapp, oft gepaart mit Existenzängsten. Hat man zumindest als Beamter nicht unbedingt. Seit jetzt 6 Jahren arbeite ich im Brennpunkt mit allem, was man sich darunter vorstellen kann. Vorher war ich über zwei Jahrzehnte in einer relativ ruhigen Vorortschule (bis die SL wechselte...). Beides ist o.k. Wenn es nach meiner Versetzung (übrigens an den Wohnort, Großstadt, keine 15 Minuten zu Fuß zur Schule) nicht geklappt hätte, dann wäre ich wieder gegangen. Burnout-Fälle kenne ich sowohl aus dem engeren Kollegenkreis wie auch aus anderen Berufen, auch von Eltern meiner Schüler. Es kann halt jede*n treffen.

    Ich habe meine Frau kennengelernt, noch bevor ich wusste, dass ich mal Lehrer werden will. :victory: Sie hat einen kaufmännischen Beruf und verdient etwa so viel wie ich. Ich bin froh, dass wir aus zwei völlig verschiedenen Welten erzählen können, wenn uns danach ist. Aber: Macht mir hier die Kolleginnen nicht schlecht! :pfui: Es gibt auch Grundschullehrerinnen mit Niveau! :doc:

    Also liebe Kolleginnen und Kollegen... Wenn eure ausziehenden Kinder mit (mindestens) 18 Jahren die bisher genannten Dinge nicht schon können (gut - bügeln wird eh überbewertet... ), dann habt ihr vorher etwas falsch gemacht!

    Weil bisher nur "die anderen" hier was schreiben und die Diskussion meist darum geht, ob Inklusionskinder besser im Gymnasium bei "zivilisierten" Mitschülern aufgehoben sind oder in Gesamtschulen/Gemeinschaftsschulen. Dazu habe ich auch schon andere Artikel verfolgt. Um die Grundschulen ging es da meist nicht, da ist es "normal."


    Also ich habe nur ein "Inklusionskind" (haha, Ironie!), das ist das einzige Kind ohne "Migrationshintergrund" in meiner internationalen bunten ersten Klasse... Der Rest - und das ist eben im Brennpunkt fast "normal" - hat individuell sehr unterschiedliche Lernstörungen, kann kaum Deutsch, zappelt unentwegt, hat selten eigene Materialien dabei, ist übermüdet, ungefrühstückt, hat Eltern, die mit einfachsten Unterstützungen überfordert sind... Alle werden inkludiert, was das Zeug hält. In der Parallelklasse fliegen schon einmal Stühle und Tische kippen um, nach 10 Monaten zähem Ringen und Papierbergen wurde von höherer Stelle zögerlich zugegeben, dass das betreffende Kind (Erstklässler!) wohl doch nicht inklusionsfähig ist. Aber die Eltern müssen ja einverstanden sein, dass ihr Sprössling auf einer Förderschule vielleicht besser aufgehoben ist. Wir werden sehen...

    Wir arbeiten täglich daran, dass unsere Unterrichtsbedingungen sich nicht noch weiter verschlimmern, aber eben "vor Ort". Hier im Forum kann ich so manche Darstellungen der "Weiterführenden Kollegen" abnicken, aber an Grundschulen haben wir eben alle Kinder. Und nicht nur ausgewählte Rollifahrer oder Vorzeige-Hörgeschädigte (sorry!). Da kann man noch so viel jammern oder sich ärgern, das wird sich nicht mehr ändern.

    Aber: Die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, vor allem dürfen den Grundschulen nicht so viele Steine in den Weg gelegt werden, zu entscheiden, ob ein Kind inklusionsfähig ist oder nicht.
    So wie es läuft, bin ich Inklusionsgegner.
    Siehe auch hier: Ein politisches Missverständnis

    Es lief in Deutschland ja eigentlich recht gut, bevor da etwas übers Knie gebrochen werden "musste".

    Zur mäßigen Beteiligung auch meinerseits: Diese Sommertage verführen doch nicht dazu, sich auch noch in der Freizeit in diversen Foren aufzuregen... Vielleicht brauchen die Grundschulkollegen einfach mehr Entspannung in der Sonne, nach 28 Stunden inklusivem Unterricht in der Woche... 8)

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