Da fallen mir verschiedene Aspekte ein. Zunächst einmal ging es wohl den meisten von uns so, dass die ersten Jahre Vollzeit sehr stressig waren. Denn man hatte im Referendariat einfach nicht alle Jahrgangsstufen über alle Fächer unterrichtet ... und musste jetzt plötzlich für x verschiedene Jahrgangsstufen den Unterricht erstellen (übrigens gibt es so umfangreiche Verlagshilfen noch gar nicht so lange / oder die Qualität war/ist nicht so toll ... immerhin hat man jetzt die Wahl zwischen "viel Zeit reinhängen" oder "viel Geld ausgeben") .
Und selbst wenn man einen Jahrgang schon in einem Fach hatte, konnte es sein, dass die Schule, an der man die Stelle bekommen hatte, andere Schulbücher verwendetet (das störte in Geschichte nicht sonderlich, in Englisch bedeutete das, dass man den Unterricht halt noch einmal neu erstellen musste).
Schlimmer wird es - wie von mir in einem anderen Thread kritisiert - wenn nicht einmal die Materialien, die für das Unterrichten mit einem bestimmten Buch unbedingt nötig sind, (Audio-CDs für Englisch z.B.) zur Verfügung gestellt werden.
"Derzeit verbringe ich meine kompletten Wochenenden mit dem eigenhändigen Erstellen von Materialien am PC. Ich sehe es auch nicht ein, hunderte Euro aus der privaten Tasche für Materialien zu zahlen."
Ich weiß nicht, wie es den anderen hier ging, aber das war genau meine Erfahrung und meine Einstellung. War sehr, sehr anstrengend und auch meine Bekannten konnte damals kaum glauben, wie viel Zeit dafür drauf ging. Man kann sich nur damit trösten, dass - gerade bei neuen Lehrplänen - man von der Arbeit, die man jetzt leistet, auch einige Jahre zehren kann.