Hier kann man sich doch nur an den Kopf fassen ... den homosexuellen Menschen in meinem Bekanntenkreis würde ich weder eine höhere Neigung zum Selbstmord, als einen höheren Alkoholkonsum zuschreiben (eher im Gegenteil, die sind vielleicht noch gefestigter, weil sie sich mit den ganzen Diskriminierungen auseinandersetzen mussten ... dass junge Menschen daran zerbrechen können, ist klar, liegt aber nicht an der sexuellen Orientierung, sondern eben an der Diskriminierung).
Ich hab mir vor einigen Tagen gedacht, wie traurig es ist, dass es Mut braucht, sich als Fußballer zu outen. Was geht mich / den Fan denn die sexuelle Orientierung eines Sportlers (oder auch jedes anderen Menschen) an?
Spielt jemand schlechter oder besser, wenn er schwul ist?
Die kritisierte Thematisierung im Unterricht ist eine geeignete Möglichkeit, solche Diskriminierung (und die damit verbundene Angst) verschwinden zu lassen.
Ein Freund von mir (Amerikaner aus dem tiefsten Süden, deshalb hat sich das bei mir so eingeprägt) hat vor Jahren zu diesem Thema einmal gesagt: What goes on between two consenting adults is nobody's business but theirs (um vorzubeugen: er hat damit weder gemeint, dass zwei Erwachsene auf offener Straße tun können, was sie wollen, noch, dass man sich mit allem im Schlafzimmer verstecken muss).