Wer Deutschlehrer ist oder werden will, MUSS die deutsche Sprache sicher beherrschen, da gibt es gar nichts dran zu deuteln. Das muss aus meiner Sicht dem Ref gegenüber angesprochen werden, ich habe das bei Entwürfen auch schon immer mal wieder kritisiert.
Einem Mathelehrer würde man eine Rechenschwäche auch nicht durchgehen lassen.
Ohne jetzt auf die alte Leier, dass früher alles besser gewesen sei, reinfallen zu wollen: Bei uns nimmt die formal sichere Sprachbeherrschung in der Bewertung einen dermaßen geringen Stellenwert ein, dass es immer mal wieder erfolgreiche Abiturienten gibt, die die Rechtschreibung schlicht und einfach nur mangelhaft beherrschen. Sie geben dann an, "nicht drauf geachtet" zu haben. Und damit meine ich nicht de Konkunktiv II von selten benutzten Verben. Dass die Fähigkeit nicht irgendwann automatisch kommt, nur weil man diesen oder jenen Abschluss hat, ist klar. Leider.
ich habe vor 20 Jahren mit dem Studium begonnen, die Rechtschreibung war Thema eines Seminars, allerdings unter dem Blickwinkel der Rechtschreibreform.
Mir fällt ein: Wir hatten mal eine Referendarin, der ein längerer Auslandsaufenthalt nahegelegt wurde, um ihre Sprachkompetenz in einem ihrer Fächer zu verbessern. Wie gravierend die Probleme waren, kann ich nicht beurteilen.