Beiträge von Brick in the wall

    Die Grundsatzfrage ist aber auch, ob man an der Uni wirklich Studenten da abholen muss, wo sie stehen. Das sehe ich nicht so, ein Basisniveau sollte vorhanden sein.


    Das sehe ich auch so, durch das Abi ist das Basisniveau ja immerhin bescheinigt.

    Ich muss aber auch ehrlich sagen...Basiswissen hin oder her - ich frage mich heute noch, was ich als Grundschullehrerin mit Graphentheorie & Co am Hut habe...bißchen mehr Didaktik wär gut gewesen.


    Wäre mir auch nicht klar...


    Insgesamt ist die Durchfallquote natürlich extrem hoch, aber ohne weitere Infos kann sich da wohl keienr ein Urteil drüber erlauben. Man müsste die Aufgaben kennen, die Art der Korrektur und den Bewertungsmaßstab (mir fallen da spontan die LSE in M in NRW ein, wo es nur (komplett) richtig oder falsch gibt).

    Wenn Lehrer in einer Sache spitze sind, dann darin sich selber Zusatzaufgaben zu verschaffen. Sei es beschlossen durch eine Fachschaftssitzung um etwas qualitativ zu verbessern, oder aus moralischem Empfinden.

    Das Bestreben nach qualitativer Verbesserung hat nichts damit zu tun, dass man sich selber Zusatzaufgaben verschafft, sondern ist ein Zeichen von Proessionalität im Berufsleben, in diesem Zusammenhang von Moral zu reden, ist in keiner Weise angebracht.
    Was Inklusion etc. angeht, ist Schule keine Institution, die irgendwo im luftleeren Raum herumwabert. Schulen kriegen Vorgaben von übergeordneten Stellen - damit meine ich nicht die örtlichen Schulämter, sondern die Ministerien bzw. die Länderparlamente, die Gesetze verabschieden, in denen Dinge verbindlich geregelt sind (z.B. auch, dass Schulen einen Erzeihungsauftrag haben). Wenn Schulen diese Dinge umsetzen, hat das nichts mit freiwilligen Zusatzaufgaben zu tun. Ich kenne keinen Kollegen, der hinter Zusatzaufgaben hinterherlechzt. Wer eine übernimmt, sieht da entweder eine Notwendigkeit oder möchte sich profilieren oder beides oder die Aufgabe wird einfach verteilt.

    Ich bin übrigens Praktiker, Realist und erfahren genug, um gegen Inklusion aus dem Stand (siehe Zahnarztbeispiel) und gegen Schule als reine Belehrungsanstalt zu sein.

    Wie genau die Entscheidungsfindung in Schleswig-Holstein läuft, weiß ich nicht.
    Für mich hört sich das aber so an, als wenn die SL sich die Sache sehr einfach machen und sich aus der Affäre ziehen will.
    Wenn ihr drei euch einig seid, dass ihr euch alle bewerben wollt und das auch ohne persönliche Kränkungen geht, wenn man nicht befördert wird, würde ich keinen Grund sehen, weswegen irgendwer zurückziehen soll.

    Dazu etwas zu sagen, ist natürlich schwer, wenn man die Klausur nicht gelesen hat.
    Wenn die Beurteilung nur aus 2 Sätzen besteht, macht das erstmal keinen professionellen Eindruck.
    ABER könnte es nicht sein, dass es außerdem ein ausführliches Bewertungsraster gibt, was dir nicht vorliegt? Das ist in meinen Klausuren der Fall, dafür gibt es dann oft gar keinen Kommentar.
    Oder vielleicht gab es eine ausführliche individuelle Nachbesprechung?

    "in Religion gebe man eh nur Noten 1 - 3"

    Aus dem Grund hat man dann in Reli und anderen Fächern aus diesem Bereich Leute, die meinen, dass es eine 2 gibt, wenn man einmal im Quartal etwas sagt.
    Spontan würde mir höchstens noch die Möglichkeit einfallen, den Jungen nicht bewerten zu können, weil er kaum da war. Ohne nachzugucken, weiß ich aber nicht, wie das geregelt ist.

    Ist es bei Euch auch so dämlich???


    Ja.
    Dass die QA ein Auslaufmodell sein könnte, hat der Chef der Truppe bei uns vor versammelter Mannschaft gesagt.
    Mir scheint das kein großer Verlust zu sein, manches ist nämlich wirklich lächerlich, auch wenn eine Überprüfung und Reflexion der eigenen Tätigkeit ja nicht verkehrt ist.

    Sehe ich auch so. Ich habe als Schulvertreter schon einige PEGs mitgemacht. Manchmal bringen die Refs Karteikarten mit, um für sich selbst eine Gedankenstütze zu haben, worüber sie reden wollen. Mehr nicht.
    Man sollte sich vorher überlegen, was man bisher in der Schule gemacht hat, wo man Stärken und Schwächen sieht, der Rest sieht im Gespräch.

    Kann mit jemand erklären warum bei der Variante 1 (mit den beiden Einzelnoten) was anderes rauskommt als bei Variante 2 (mit dem Schnitt der KA gerechnet)?


    Variante 1 kann man auch so schreiben: (6+6+6+8+8+8 +9) / 7. Somit entfallen 6 von 7 Teilnoten auf die Schriftlichkeit, also 6/7.
    Variante 2 kann man auch so schreiben: (7+7+7 +9) / 4. Somit entfallen 3 von 4 Teilnoten auf die Schriftlichkeit, also 3/4.

    Wenn die Gewichtung 3:1 sein soll, bedeutet das ja, dass die schriftlichen Noten dreifach zählen. Bi Nr.2 wäre das der Fall, es bleibt 1/4 für die mündliche Note, bei Nr.1 wäre das dagegen nur 1/7.

    Wir (NRW) haben letzte Woche mitgeteilt bekommen, dass bei uns eine Vertretungsbereitschaft eingerichtet werden soll.
    Jeden Tag muss jemand, der nicht zur 1. Stunde hat, trotzdem kommen, für den Fall, dass es spontane Ausfälle gibt.
    Bezahlt werden soll das nur, wenn die magische Grenze der 4 V-Stunden im Monat erreicht ist, eine Aufrechnung mit z.B. Pausenaufsicht soll nicht stattfinden. Wenn niemand ausfällt, ist man im doppelten Sinne umsonst gekommen.

    Gibt es Erfahrungen mit solchen Modellen? Bitte keine gut gemeinten Ratschläge, dass wir die Zeit zur Vorbereitung nutzen können ;)

    Wie gesagt: Die Liste gibt es an an der Schule länger als mich. Das genaue Verfahren kenne ich nicht.
    Was ich weiß, ist dass die Sammlungsbetreuer zugunsten der Korrekturfachlehrer auf Bepunktung verzichtet haben, da sonst fast alle irgendwelche Punkte bekommen hätten, die dafür fast keine Auswirkungen gehabt hätten. Allerdings wurden die Sammlungsbetreuungen dafür (in allen Fächern??) zu Beförderungsstellen gemacht.

    Ja, deshalb fände ich es ungerecht, wenn nur bestimmte Arbeit bepunktet würde. Denn ein Nicht-Klassenlehrer, der Teilzeit arbeitet und immer wieder unliebsame Aufgaben übernimmt, kann keine Punkte sammeln.


    Teilzeit ist kein Problem, die geleistete Arbeit wird in Relation zur Stundenzahl gesetzt. Also bekommen auch Teilzeitkollegen gelegentlich Entlastung.
    Die, die immer bei 0% landen, sind die, die NIE korrigieren müssen - z.B. nur Sport in der SI, ob da Tests geschrieben werden, weiß ich gar nicht. Sie haben, vielleicht auch altersbedingt, kaum oder keine Zusatzaufgaben, sie unterrichten eben "nur". Nur zu unterrichten, heißt für mich schon, nicht faul zu sein, wenn man ordentlich unterrichtet,

    Wie geht ihr an eurer Schule mit dem Thema um? Gibt es bei euch an der Schule eine Art Punktesystem für "Zusatz"arbeit und wie funktioniert das?


    Bei uns gibt es Punkte für Korrekturen (Anzahl, GK/LK), Experimentalunterricht, Lehrerrat, Klassenleitung und Klassenfahren. Außerdem für das Abi.
    Wie die Liste entstanden ist, weiß ich nicht genau, war aber irgendwann Konferenzbeschluss. Die Punkte werden addiert. Das, was über 100% hinausgeht, sammelt sich an, bis es irgendwann eine Entlastungsstunde dafür gibt - was unter 100% liegt wird abgezogen.
    Unser System führt dazu, dass es einige wenige Kollegen gibt, die immer 0% landen, obwohl sie nicht faul der Haut liegen, aber sie werden nie eine Entlastung bekommen.
    Wenn die Weerte veröffentlicht werden, guckt natürlich jeder sehr interessiert, aber das ist danach dann kein Diskussionsthema mehr.

    Naja, lasst uns den Punkt einfach weglassen, ja?

    Klar, der Deutschlehrer hat keine Experimente.

    Ich bin seit Jahren aus schulorganisatorischen Gründen nicht mehr in Deutsch eingesetzt und zugegebenermaßen kein Lehrer mit einem Experimentalfach.
    In allen Kollegien, die ich kenne, ist es unstrittig, dass die Lehrer mit Experimentalfach natürlich Zeit für die Experimente brauchen. Genauso unstrittig ist es, dass die Sprachenlehrer - vor allem in der Oberstufe - diejenigen sind, die am meisten korrigieren. Fremdsprachler mehr als die Deutschkollegen. Zumindest ist das nach meiner Wahrnehmung Mehrheitsmeinung - Kollegen mögen mich gerne berichtigen.
    Natürlich wird niemand zu seiner Berufs- oder Fächerwahl gezwungen, aber den Punkt der unterschiedlichen Belastungen weglassen - das geht nicht.
    Bevor ich Lehrer wurde, habe ich das, was zeitlich neben dem Unterricht noch so alles passiert, nicht einschätzen können. Und wenn, dann hätte ich es sicher unterschätzt.
    An der Stelle steige ich aus der Diskussion aus, denn über zeitl. Belastungen im Schulalltag können nur Leute diskutieren, die im Schulalltag drin sind. Anders macht ein Austausch keinen Sinn.

    Wenn ich mich richtig erinnere, gab es dazu ja mal einen Thread, aber mir war es ein Bedürfnis das hier loszuwerden - als derzeit und auf absehbare Zeit nicht mehr aktiver Deutschlehrer.

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