Beiträge von Anna Lisa

    Ich habe mich heute über meine Schulleitung geärgert:


    Ich bin zur Zeit beim Orthopäden in Behandlung. Jetzt sollte ich zum MRT, um einen Bandscheibenvorfall auszuschließen. Gottseidank habe ich gestern kurzfristig noch einen Termin für heute bekommen. Das war sehr schwierig, da alle angebotenen Termine während meiner Unterrichtszeit lagen. Ansonsten hätte das diesen Monat nicht mehr geklappt. Heute sollte ich eigentlich um 10 kommen, aber das hätte ich nicht geschafft, ich konnte sie dann noch auf 10.30 Raufhandeln.

    Ich habe laut Stundenplan nur 2 Stunden Unterricht in den ersten beiden und in der 3. eine Vertretungsbereitschaft. Da habe ich mir gedacht, dass das die beste Lösung für meine Schule ist: Es fällt kein Unterricht von mir aus, ich kann halt nur nicht heute kranke Kollegen vertreten, aber immerhin muss ich nicht selbst vertreten werden, ich war ja da und habe meinen regulären Unterricht gehalten.

    Heute morgen vor dem Vertretungsplan habe ich dies der Verantwortlichen so mitgeteilt. Jetzt wurde ich in der 5-Minuten-Pause von meinem Stellvertreter im Unterricht aufgesucht. Er wollte, dass ich da bleibe und Vertretung mache. Wenn ich mich weigern würde, müsste ich zur Schulleiterin. Er hat mich vor die Wahl gestellt, das klang aber schon sehr drohend. Ich habe mich trotzdem dafür entschieden, zu gehen, weil ich sonst bis ins neue Jahr auf einen Termin warten müsste.

    Ich bin mal gespannt auf das Gespräch morgen, ich habe da echt Bammel. Vorsichtshalber habe ich mir für heute eine Krankschreibung geben lassen und ich habe mich vor dem Gehen auch offiziell im Sekretariat krank gemeldet.

    Mich ärgert das, weil ich mich wirklich IMMER in die Schule schleppe, auch wenn ich mich krank fühle und dieses Schuljahr -im Gegensatz zu den meisten Kollegen - noch keinen Tag gefehlt habe. Und da veranstalten die so etwas wegen einer nicht gehaltenen Vertretung! Und die Kollegin sitzt wahrscheinlich vor dem Fernseher und kuriert ihren Schnupfen aus [Blockierte Grafik: https://paralleluniversum.iphpbb3.com/forum/images/smilies/icon_evil.gif]


    Was ich dann beim nächsten Mal mache, ist ja wohl klar!

    Wie seht ihr das: hat die Schulleitung das Recht, mir einen wichtigen Arzttermin zu verbieten, damit ich andere Kollegen vertreten kann, damit diese möglicherweise ihren Arzttermin wahrnehmen können?

    Boris der Maurer und Mandy die Sekretärin und Chantalle die Verkäuferin können aber problemlos kündigen und 4 Monate später in einer anderen Firma wieder anfangen. Überall in D. Sie haben dann 4 Monate nicht in die RV eingezahlt.

    Für die Threaderstellerin gibt es nur diese eine Firma, sie muss höchstwahrscheinlich umschulen bzw. Kann njcht mehr in ihrem eigentlichen Beruf arbeiten u d verliert ALLE Pensionsansprüche.

    Ich hätte gar keine Zeit, mich so viel mehr zu engagieren, sprich noch in zig Arbeitsgruppen mitzumachen, zig Projekte zu leiten etc.

    Ich arbeite als Teilzeitkraft mit 2 Korrekturfächern und vielen Oberstufenkursen, als Fachschaftsvorsitzende und Klassenleitung in Sek I IMMER über meinen Soll-Stunden von 20,5 Stunden.

    Es ist ja auch so, dass ich sämtliche Konferenzen, Teamsitzungen, Projektwochen etc. in vollem Umfang mitmachen muss.
    Mein Co z.B. hatte in der Projektwoche exakt die gleiche Arbeitszeit wie ich (etwa 20 Stunden). Während er dann noch 20 Stunden "übrig" hat, um sich zu engagieren, und die auch voll nutzen kann, weil er KEINE Korrekturen hat, musste ich jeden Tag noch unbezahlte Überstunden leisten, um zu korrigieren.

    Wenn er dann die tolle Prämie bekäme, weil er einfach VIEL mehr Zeit zur Verfügung hat, um Sonderleistungen zu erbringen, fände ich das höchst ungerecht.
    Ich finde, dann sollte JEGLICHER Zeitaufwand mal adäquat berechnet werden!!!
    Ein Kollege ohne Klassenleitung hat ja auch mehr Zeit für so ein Gedöns.

    Ehrlich gesagt, bereite ich lieber meinen Unterricht vernünftig vor, korrigiere gewissenhaft und erledige die anfallende Orga, als dass ich Medienwirksames produziere, dafür aber ständig krank bin.

    Da bin ich ja froh, dass das bei uns geregelt ist. Ich habe nur 1 VB pro Woche und muss folglich auch maximal 1x vertreten.

    Aber was macht ihr denn mit Klassen, die 9 Stunden Unterricht haben und wo der Lehrer aus der 7. Std. krank ist??
    Die können ja dann nicht unbeaufsichtigt rumlaufen. Da muss ja schon vertreten werden.

    Klar, die 9. kann abgehängt werden, wenn die 8./9. eine Doppelstunde ist, auch beide. Ansonsten muss leider doch vertreten werden.

    wir SIND eine ganztagsschule :pfeif:

    Na ja, dann musst du ja irgendwelche Freistunden haben, in denen du Vertretung machen KÖNNTEST. Wenn von Stunde 1-9 Unterricht ist, sind das ja 45 Stunden in der Woche. Du musst aber nur 25,5 unterrichten. Also bleiben ja mindestens 19 übrig.

    Selbst, wenn dein Stundenplanmacher so extrem gut ist, dass du keine einzige Springstunde hast, bedeutet das im Umkehrschluss, dass du entweder später anfängst, oder früher aufhörst, dann könntest du ja dann vertreten. Also wenn du z.B. erst zur 3. Stunde kommst, könntest du ja schon in der 2. vertreten.
    Wenn du hingegen nach der 5. schon Schluss hast, kannst du ja in der 6. vertreten. Du hast ja nicht jeden Tag von der 1.-9. Stunde durchgängig Unterricht.

    Möchtest du wirklich so viele Vertretungsstunden machen? Also ich unterrichte lieber in meinen eigenen Kursen und Klassen. So viel Vertretung ist doch nervig und stressig.

    Und: 8-9 Vertretungsstunden pro Woche (!) machst du dann, bist aber trotzdem erst bei deinem vorherigen Gehalt.
    Um mehr zu verdienen, müsstest du auch erheblich mehr machen.
    Aber: Setzt eure Schulleitung euch wirklich für 15 Vertretungsstunden pro Woche ein???

    Bei uns gilt auch der Grundsatz: Zuerst die, bei denen was ausfällt, dann die VZler, die noch keine 3 haben.

    Aber was ist denn, wenn der besagte Kollege Tennistraining hat, Mrs Pace aber einen Italienisch-Kurs in der VHS? Was zählt denn da mehr?

    Wenn sie jetzt auch sagt: Sorry, da kann ich nicht, ich habe Italienisch, dann muss wohl der Kollege ran, der ursprünglich gewählt wurde und nicht nur als Vertretung, oder?

    Ööööööhm. Nein. Ich habe meine Kinder definitiv nicht aus gesellschaftlichen Gründen bekommen. Du meinst, damit genug Leute in 30 Jahren die Rente zahlen? Nö, so altruistisch bin ich nicht. Sorry.

    Aus wirtschaftlichen Gründen??? Das Geld hätte ich mal lieber gespart, dann besäße ich jetzt ein schickes Eigenheim. Abbezahlt.
    Stattdessen habe ich mir 2 Kinder geleistet. Jeder so wie er mag.

    Du konstruierst dir echt etwas zusammen.

    Als ich eine Stelle suchte und zunächst eine Vertretungsstelle annahm, war ich auch kinderlos. Die Schulleiter bei denen ich mich vorstellte, wussten nicht, ob das so war, weil ich lesbisch bin oder weil ich unfruchtbar bin, oder weil ich keine Lust auf Kinder hatte, oder weil ich meinen Traummann noch nicht gefunden hatte etc. etc. etc. Wir haben darüber nicht gesprochen. Wieso auch???

    90 % unserer Bewerber sind kinderlos, fast alle bekommen ihre Kinder erst, nachdem sie eine Planstelle angetreten haben und die meisten sogar erst nach der Lebenszeitverbeamtung.
    Da wird keiner gefragt, ob er / sie homosexuell ist.

    Aber wenn da einer wäre, wäre das bei einer Vertretungsstelle doch durchaus ein Grund, bei gleicher Eignung demjenigen den Vortritt zu lassen. Als Elternteil ist man wesentlich unflexibler und als als kinderloser Single. Man hat auch finanziell wesentlich mehr zu stemmen.

    Ich weiß übrigens von mindestens 3 meiner Kollegen, dass sie homosexuell sind. 2 davon sind verheiratet (2 Frauen), einer nicht. 2 haben bei uns sogar Karriere gemacht, der eine als Beratungslehrer Oberstufe, die andere ist im Orga-Team der Schulleitung. Die dritte ist unsere Sozialpädagogin.
    Nix mit Diskriminierung.

    Du suchst echt einen Grund, was? Vielleicht hat sie auch einfach nicht überzeugen können??? So etwas soll es ja geben!

    Wollsocken, das liegt aber dann an deinen Fächern. In NW mag das so gehen, in den Fremdsprachen ganz sicher nicht, weil ja ein wesentlicher Teil aus Kommunikation besteht und auch aus einer Diskussionskultur.

    Ja, vielleicht mag jeder Chemielehrer spontan eine Unterrichtsstunde zu Ionenverbindungen durchführen können. Das ist ja in der Tat immer dasselbe.

    Aber wenn ich z.B. gerade das Thema "Australien" mache und zuletzt über "School of the Air" gesprochen habe, kann man dazu ungefähr eine Million verschiedener Stunden machen, je nachdem ob ich einen Methodenstunde mache, Textarbeit, Hörverstehen, eine argumentative Stunde, eine Stunde mit Sprechanlässen etc. etc. etc.

    Es nützt einem Vertretungslehrer auch nix, wenn ich die Rede des Königs als HV mitgebe und einen passenden Lückentext. Der ist dann nach 20 Minuten fertig. Ich mache aus dem Material eine Doppelstunde mit Wiederholungsschleifen etc. Das geht auch ohne Material.

    Bei euch hört sich das so an, dass euer Unterricht nur aus Arbeitsblättern besteht, die der Reihe nach bearbeitet werden, oder eben Lehrbuchtexten, die der Reihe nach gelesen werden.

    Ist das echt so? Ich unterrichte ja Fremdsprachen und ja, da gibt es AB UND ZU mal ein AB, aber nicht jede Stunde. Ich habe auch gar nicht so viele Vorlagen und selber erstellen schaffe ich ja zeitlich gar nicht, dass ich die Schüler jeweils 45 Minuten mit ABs beschäftige.

    Ganz viele Sachen sind nur in meinem Kopf geplant, mit ein paar Notizen. Z.B. Kommunikationsübungen, Schreibübungen, Rollenspiele, aber auch Übungen zu einem Text, den wir schon längst gelesen haben (Analyse etc.).
    Damit könnte jetzt ein anderer Lehrer gar nichts anfangen, ohne ewig lange Erklärungen und ein fachfremder schon mal gar nichts.

    Also mein Unterricht sieht irgendwie ganz anders aus als "Danebenstehen und Aufpassen".

    Ist Unterrichtsausfall - so lange nicht über Wochen ein bestimmtes Fach ausfällt - wirklich das große Problem, zu dem er gemacht wird? In meiner Schulzeit fiel Unterricht aus - manchmal sogar viel. Dann haben wir uns - Akademikerhaushalt oder nicht - über mehr freie Zeit gefreut. Die Schulaufgaben und das Abi hat das jetzt aus der Erinnerung heraus nicht negative beeinflusst.
    Ich hatte vor zwei oder drei Jahren mal gesundheitlich einen ziemlichen Durchhänger und bin einige Stunden ausgefallen - sogar in meinem Abiturkurs. Am Schuljahresende war ich dennoch mit allen Klassen fertig und der Kurs hat das (Zentral)Abitur auch gut gemeistert ...

    Etwas ketzerisch: Wenn irgend etwas nicht passt, wird es auf Unterrichtsausfall "geschoben", andere Gründe, die z.T. für Eltern oder Schüler unangenehmer sind, weil sie mehr in ihrer Eigenverantwortung liegen, fallen unter den Tisch.

    Ich kenne es aber von meiner Schule auch nur so, dass Vertretungen nach folgendem Prinzip eingeteilt werden:
    - an erster Stelle ein Lehrer, der die Klasse in einem anderen Fach unterrichtet. Fehlt der Mathe-Lehrer, gibt es halt eine Stunde mehr Deutsch oder Englisch
    - an zweiter Stelle ein Lehrer, der das Fach der abwesenden Lehrkraft unterrichtet - und es wird, anders als in dem Interview, Unterricht gehalten
    - nur im Notfall kommt ein Lehrer, der weder Fach noch Klasse hat ... die Erwartung (die meist auch erfüllt wird) ist, dass dennoch Unterricht statt findet (Grundlagen in Mathe wiederholen, Englisch Grammatik

    Nö. Bei uns ist das anders:

    1. Lehrer, bei denen irgendetwas ausfällt, weil die Klasse auf Exkursion ist etc....
    2. Vollzeitlehrer, die im laufenden Monat weniger als 3 Vertretungsstunden hatten.
    3. Wenn das nicht geht, Teilzeitlehrer, die werden sowieso bezahlt, aber man verhindert, dass man die ersten 3 gehaltenen Stunden der Vollzeitlehrer mitbezahlen muss

    Es geht nicht um Sinnhaftigkeit, sondern um Kosteneffizienz.

    Den Sinn, den es hat, wenn ich als Spanischlehrerin Mathe in Klasse 9 unterrichten soll, habe ich noch nie verstanden. Bei mittleren Stunden verstehe ich das ja, da gibt es eine Aufsichtspflicht, aber bei Randstunden ist das vollkommen sinnbefreit.

    Zumal wir ja auch erst morgens, ein paar Minuten vor dem eigenen Unterricht erfahren, dass wir vertreten müssen, da kann man eh nichts mehr vorbereiten, erst recht nichts fachfremd.

    Habe ich auch nicht gesagt.

    Wenn aber die VZler nur 3 Stunden im Monat vertreten müssen, warum beschweren sie sich dann? Ich dachte, die bösen chronisch Kranken und Teilzeit- Mamis sorgen dafür, dass sie so überproportional vertreten müssen??? Aber 3 Stunden ist doch lächerlich. Da braucht man kein Fass aufmachen.

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