Beiträge von Anna Lisa

    Mich wundert das auch. Ich bin schon mit einer 50 % Stelle regulär nach Stundenplan 15, 5 Stunden wöchentlich in der Schule. Da ist noch kein einziges Gespräch mit meinem Co, kein einziges Elterngespräch und - vor allem - keine einzige schulische Pflichtveranstaltung bei. Die finden zur Zeit etwa wöchentlich statt: FKs, pädagogische Halbtage (Plural!), Dienstbesprechungen, LKs, Kommunikationsprüfungen, etc. Dann kommen da noch mal etwa 1,5 Stunden zu, also 17 Stunden.

    Diese Woche ist heftig: Dienstag LK bis 16.30 Uhr, DO und FR mündliche Prüfungen bis jeweils 15.30 Uhr. Wie gesagt, ich bin nur Teilzeitkraft.

    Aber selbst ohne diese Veranstaltungen blieben mir ja nur 4,5 Stunden am heimischen Arbeitsplatz. Mit Klassenleitung, 2 Korrekturfächern und der normalen Unterrichtsvorbereitung komme ich da nicht hin.

    Irgendwie scheint die Arbeit bei Lehrern sehr ungleich verteilt zu sein.

    Bei uns ersetzt die LSE definitiv eine Arbeit, eigentlich schreiben die Achtklässler (wie alle Mittelstufenklassen) 3 Arbeiten pro Halbjahr, in der 8/2 aber nur 2, da die LSE eine ersetzt. Natürlich darf das Ergebnis nicht gewertet werden (wie soll man das auch werten!?), aber damit die SuS nicht noch mehr Arbeit haben wird eben eine der drei regulären Arbeiten gestrichen.

    Genau so ist es bei uns auch. Ich sehe das entspannt. Kein Aufsatz zu korrigieren, yeah!

    India, du kommst doch auch aus NRW. Eigentlich sind Fachberater diejenigen, die für Fragen aller Art zur Verfügung stehen, in der Regel kontaktiert man diese von sich aus. Des weiteren führen sie Dienstbesprechungen für Fachlehrkräfte durch, d.h. jede Schule entsendet dann einen Fachkollegen. Z.B. zur Implementierung des Kernlehrplans etc. In meiner Aufgabe als FK-Vorsitzende bin ich da regelmäßig.

    Das die Fachaufsicht von sich aus unangekündigte (oder auch angekündigte) Besuche macht, davon habe ich noch nie gehört. Das ist an unserer Schule mit 120 Kollegen in den 12 Jahren, die ich nun da bin, noch NIE passiert.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da irgendein Elternteil sofort und ohne Umwege eine Beschwerde an die Fachaufsicht schreibt und diese dann sofort kommt. Die haben doch auch besseres zu tun und bitten erst mal um Klärung. Normalerweise läuft das doch erst mal über die Schulleitung. Was hat die denn dazu gesagt?????

    Wenn du doch eh schon anwaltlich vertreten wirst, wieso fordert denn dein Anwalt denn nicht Einsicht in die Beschwerde, dazu hast du doch ein Recht?

    Was meinst du mit unterschiedlich qualifiziert? Du bist viel besser als er / sie? Echt? Und der schafft es dann zum Fachberater?

    Was stand denn in den Schreiben vom Schulleiter so drin? Wieso kommuniziert er nicht mündlich mit dir?

    Was versteht man denn unter Zusatzaufgaben vom Fachberater? Was musstest du denn da machen?

    Für mich fehlen da noch sehr viele Infos, es gibt noch einige Lücken zu füllen, so kann ich das nicht nachvollziehen und dir auch keinen Ratschlag erteilen.

    Schreib doch noch mal ein bisschen ausführlicher, wie es dazu gekommen ist.

    Das wäre je nach Konstellation theoretisch denkbar, jedoch fehlen einem dann diese Tage, wenn die Kinder oder der Partner wirklich mal krank sind.
    Man ist letztlich auf den guten Willen seiner SL angewiesen. Wenn man alle Lehrer mit kleinen Kindern per se von der Teilnahme an Klassenfahrten befreien würde, träfe es die anderen Kollegen - die würden sich sicher freuen...

    Ich wiederhole mich: Für gewöhnlich weiß ich ja, wann eine solche Fahrt ansteht. Dann muss ich die Betreuung organisieren - das ist Teil meiner Dienstpflichten. Würdet Ihr im Gegenzug von Eurem Partner in der freien Wirtschaft auch verlangen, dass er sich weigert, auf Dienstreise zu gehen oder dass er sich ein Attest erschleicht? Über DIE Konsequenzen mag ich nicht spekulieren...

    Trapito hat das aber doch gerade erst erfahren. Bei meinem Mann wird der gesamte Jahresurlaub verbindlich im Herbst eines jeden Vorjahres festgelegt, da besteht dann keine Möglichkeit, spontan Urlaub zu nehmen.
    Was anderes ist aber, wenn das eine Fahrt des Schulprogramms ist und man Klassenlehrer ist. Dann weiß man das lange vorher.

    Trapito, arbeitet denn deine Frau schon wieder, wenn euer Kind gerade erst 1 geworden ist?

    Die einzig logische Konsequenz ist, gar keine Gelder mehr einzusammeln. Die Schüler bringen dann das für einen Ausflug notwendige Geld am Tag des Ausflugs mit. Falls auch nur ein einziger Schüler das Geld vergessen hat, muss konsequent der Ausflug abgesagt werden, denn auch der nicht-teilnehmen könnende Schüler muss schließlich beaufsichtigt werden. Dass Lehrer keine Kredite an Schüler vergeben, versteht sich von selbst.
    Warum machen Lehrer das aber in der Regel nicht und bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone?

    Weil sie Lehrer sind..., denn "die Schüler können doch nichts dafür".

    Hoffnungslos.

    Mikael, ziehst DU das denn so gnadenlos durch? Oder wie handhabst DU das Ganze???

    Na also, Anna Lisa, du übertreibst, sorry. Aber jeden Monat 500 Euro weniger zu verdienen ist schon ein bisschen was anderes als bei Klassenfahrten mal den Kürzeren zu ziehen. Also, manchmal kann man echt nur den Kopf schütteln.

    Noch mal: Es geht mir nicht um das Thema Angestellte vs. Beamte!!! Ich gönne allen Angestellten ihre Extra Bezahlung! Dafür würde ich sogar streiken gehen, wenn ich dürfte!

    Mein Anliegen ist die unterschiedliche Bezahlung von VollzeitBEAMTEN vs. TeilzeitBEAMTEN während der Klassenfahrt.

    Und mal ganz ehrlich: Jetzt zu argumentieren, dass ist vollkommen in Ordnung, dass Teilzeitkräfte die Hälfte während der Klassenfahrt verdienen, nur weil Angestellte schließlich immer weniger bekommen, unabhängig davon, ob sie jemals auf Klassenfahrt fahren oder nicht, ist echt absurd.

    Eine Ungerechtigkeit bleibt eine Ungerechtigkeit, auch wenn es noch andere Ungerechtigkeiten gibt. Die anderen heben die erste nicht auf.

    @Anna Lisa, dir ist aber schon bewusst, dass du in Vollzeit als Beamtin pro Monat ein Mehr von über 300€ brutto hast. Netto sind es sogar wesentlich mehr: nämlich fast 800 Tacken. Interessanterweise arbeiten angestellte Lehrkräfte weder weniger noch mit geringerer Verantwortung und auch nicht mit minderer Qualität als die verbeamteten Kolleginnen und Kollegen.
    Dazu haben diese die Sicherheit der Arbeitsstelle und eine gesicherte Pension.

    Ich denke, unter diesen Umständen kann man ganz entspannt mal seinem angestellten Kollegen 500€ netto von einer Klassenfahrt gönnen.

    Die macht man ja schließlich ein bis zwei Mal im Jahr und ein Jahr hat 12 Monate, in denen man bezahlt wird, wenn ich mich nicht täusche.

    Hier liegt ein Missverständnis vor: Mein VERBEAMTETER Kollege bekommt die 500 € mehr als ich!!! Da geht es gar nicht um Angestellte oder Beamte.

    Im Übrigen finde ich es vollkommen richtig, dass die Angestellten, die Stunden dann aufgestockt bekommen für die Woche. Aber ich möchte das bitte schön auch!!!

    Nein, natürlich sollst du deswegen nicht freiwillig verzichten, aber du hast doch die Entscheidung Beamter oder Angestellter selber getroffen ;)
    Aber es sind eben beides Ungerechtigkeiten!

    Habe ich das??? Bei unserem Einstellungsverfahren gab es gar keine Wahlmöglichkeit. Entweder man hat sich auf die Planstelle beworben, dann wurde man automatisch verbeamtet oder man war halt arbeitslos. Okay, ich hätte auch dauerhaft als Vertretungslehrerin arbeiten können, dann wäre ich jetzt angestellt. Aber wer geht schon dieses Risiko ein???
    Zum damaligen Zeitpunkt in meinem Bundesland konnte man sich nicht aussuchen, ob man Beamter oder Angestellter sein wollte. Mich hat jedenfalls niemand gefragt. Oder habe ich da was verpasst???

    Ja, aber was hat das mit dem Thema Klassenfahrten und Teilzeitkräfte zu tun? Weil die Angestellten zu wenig verdienen, soll ich also freiwillig auf Geld verzichten??? Warum???

    Und mein verbeamteter Vollzeitkollege lacht sich ins Fäustchen..... Na danke aber auch.

    Ich werde weiterhin dafür kämpfen, dass es zumindest irgendeine Art von Ausgleich für uns Teilzeitkräfte gibt. So wie die Angestellten weiter dafür kämpfen, durch Streiks z.B., dass sie endlich mehr Geld bekommen.

    so wie es ungerecht ist, dass du als Beamte jeden Monat für dieselbe Arbeit deutlich mehr Geld bekommst als ein angestellter Kollege *kopfschüttel*

    Wieso kopfschüttel??? Findest du es normal und gerecht, dass der Kollege in der Zeit doppelt so viel verdient und dabei nachweislich keine Minute länger als ich arbeitet? Oder darf ich dann tatsächlich früher ins Bett als er ???

    Das mit den Angestellten ist doch eine völlig andere Sache. Auch vollkommen ungerecht, aber so ein bisschen mehr als die Hälfte von uns Beamten verdienen sie doch schon, oder? ;)

    Da würde ich auch am Krückstock gehen, wenn ich mehrere Nächte hintereinander derart wenig geschlafen habe. Vielleicht einfach früher ins Bett gehen? Den Schülern ist es eh recht, wenn sie ab einer gewissen Uhrzeit "unter sich" sind.
    Je nach Klasse sollte man sich überlegen, Unterkünfte mit oder ohne Ausgangssperre zu buchen. Bei Ü18-Jährigen buche ich nur Hostels etc. ohne Ausgangssperre, dann verlagert sich das Ganze eher nach auswärts. Bei U18 schaue ich, dass es eine Ausgangssperre und eine Nachtruhe gibt.

    Ich hatte das Problem ehrlich gesagt noch nie, dass ich zu wenig geschlafen hätte...

    Warum?! :ohh:

    Hahaha. Lustig. Einfach früher ins Bett gehen. Und wer übernimmt dann die Aufsichtspflicht??? Wer sorgt dafür, dass alles Mädels in Mädchenzimmern schlafen und alle Jungs in Jungenzimmern? Wer sorgt dafür, dass keiner raucht, Alkohol trinkt, die Einrichtung beschädigt, laut gröhlend Parties feiert und die anderen Gäste belästigt???

    Nee, so bis 1/2 Uhr müssen wir schon Aufsicht führen.

    Die Kollegen, die teilweise gar nicht geschlafen haben, hatten die Polizei im Haus, die eine Drogenrazzia durchgeführt hat. Sie hatten netterweise einen Dealer mit.

    Es kommt ja immer darauf an, wie viel Schlaf man bekommt. Auf meiner letzten Fahrt waren es nicht mehr als 4 Stunden pro Nacht. Da gehe ich nach 3 Tagen am Krückstock. Es geht mir halt einfach gesundheitlich besch......, wenn ich nicht genügend schlafe. Und ich brauche normalerweise mindestens 8 Stunden.
    Auf einer anderen Fahrt mit Übernachtung im Bus, wo ich gar nicht schlafen konnte, bin ich prompt krank geworden mit Fieber und allem. Bin also auch ausgefallen als Betreuung. Konnte aber auch nicht nach Hause fahren.
    Andere Kollegen haben nächteweise GAR NICHT geschlafen!!!

    Dass man darauf nicht scharf ist, ist doch irgendwie klar.

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