Beiträge von Anna Lisa

    Das widerspricht der Arbeitszeiterfassung gar nicht.

    Es zeigt aber auf, dass auch das Instrument der Arbeitszeiterfassung Lücken hat, weil es unterschiedlich verdichtete Arbeitsphasen nicht adäquat abbildet. Insofern wird die Arbeitszeiterfassung kein Allheilmittel gegen Überlastung sein.

    Die Frage ist doch immer: würde ich in meiner Freizeit auch genau an diesem Ort sitzen und auf die Konferenz warten oder auf genug Ruhe, um mich auf die Korrektur/ Vorbereitung konzentrieren zu können etc.?

    Wenn die Antwort Nein lautet, ist es keine Freizeit, also Arbeitszeit. In meiner Freizeit bestimme ICH, wo ich mich aufhalte, was ich tue etc.

    Ja, auch weniger dichte Arbeitsphasen sind Arbeitszeit.!!!

    Ausgeglichen durch die superdichten Arbeitsphasen.

    Der bleibt dann liegen bis auf Einkaufen und Blumengießen (meine Frau) und Koche und Wäsche (ich). Kurzsichtigkeit wirke da sehr entlastend, wenn man die Brille abnimmt.

    Du gehst dann um 21 Uhr noch Wäsche waschen? Oder kochst um 21 Uhr?

    Oder meinst du, du machst das alles zwischendurch? Dann relativiert sich die Arbeitszeit ja deutlich, wenn man zwischendurch auch andere, private Sachen macht. Hört sich gleich schon ganz anders an.

    Also ich arbeite ganz, ganz oft bis 21 Uhr, habe dann aber natürlich nachmittags auch viele private Sachen gemacht.

    Also ich habe eine halbe Stelle und bin 15.40 Stunden in der Schule wöchentlich anwesend. Das ist auch meine Arbeitszeit. Pausen mache ich nicht.

    Ich habe 3 Freistunden, in dieser Zeit korrigiere ich Vokabeltests, treffe Absprachen mit Kollegen, erledige Orgakram, bereite was vor etc......

    5 Minuten Pausen sind selbstverständlich Arbeitszeit, die brauche ich ja, um den Klassenraum zu wechseln.

    15 Minuten Pausen sind auch Arbeitszeit. 5 Minuten, bis alle aus dem Klassenraum sind, und ich abschließen kann, die Wegezeit bis zum LZ und dann kann ich fast schon wieder losgehen, weil es ja 5 Minuten vor Stundenbeginn schon wieder schellt.

    25 Minuten Pausen (unsere große Pause) sind auch keine Pausenzeiten. Denn Pausen müssen mindestens 15 Minuten lang sein, um als Pause zu zählen. Aber wie gesagt, 5 Minuten um abzuschließen (Notizen zur Mitarbeit etc. müssen ja auch noch gemacht werden), Schülergespräche etc., dann Weg zum LZ, dann sind 8 Minuten um. Dann wird man von 1000 Kollegen angesprochen, die einem dies und das mitteilen müssen, viele Dinge müssen abgeklärt werden, man guckt noch mal ans Brett etc. Nach 20 Minuten schellt es ja schon wieder und man muss los. Da hat man definitiv keine 15 Minuten Pause. Man schafft es ja gerade mal so aufs Klo.

    Bleiben noch 4.50 übrig für Vorbereitungen, Korrekturen, Konferenzen, Dienstbesprechungen, Elternsprechtag, Schilfs etc. etc etc.

    Das das nicht hinhaut, ist ja klar. Ich mache also IMMER Überstunden. Die ich aber konsequent in den Ferien abfeiere.

    Kann gut sein, dass Moodle in deinem Anwendungsfall schlechter ist.

    Der Produktvergleich mit Teams legt aber nahe, dass du die Kernfunktionen von Moodle (automatisierte und differenzierte E-Lerning-Kurse) gar nicht genutzt hast. Von einem Teilfeature auf die grundsätzliche Qualität einer Software zu schließen, ist etwas schräg.

    Das ist in etwa so als ob du dein Auto grundsätzlich als mies bezeichnet, weil du deine Kleidung im Kofferraum aufbewahrst und es dafür schlechter geeignet ist als ein Kleiderschrank. ;)

    Aber wenn ich doch einen Kleiderschrank brauche und suche und mein Dienstherr mir dafür nur ein Auto zur Verfügung stellt - was soll ich dann machen? Wenn ich z.B. gar nicht Auto fahren will und muss.

    Du meinst, wenn sie selbstständig sind und sowieso alles finanzieren? Für Krankenhäuser möchte ich das sehr bezweifeln. Vielleicht freiwillig. Aber grundsätzlich ist das rechtlich eindeutig.

    Nein, im Krankenhaus. Weiß ich definitiv. Es gibt im Krankenhaus zwar Stethoskope, aber die sind von so minderwertiger Qualität, dass man da quasi nicht mit arbeiten kann. Es sei denn, du willst gar keine Diagnose stellen. Oder machst das Alles nur so zum Schein. Außerdem will ja jeder Arzt sein eigenes haben, dass nur von ihm benutzt wird und nicht immer jeden Tag sich eins suchen müssen, das er dann wieder zurücklegt am Ende des Tages.

    Das Leben erleichtert es mir nicht. Ob’s die Arbeit erleichtert? Statt Arbeitsblätter am privaten Rechner vorzubereiten, könnte ich auf das Buch verweisen.

    Da sind leider keine Arbeitsblätter drin. Pro Thema höchstens eine Übung. Und irgendwas muss ich ja anbieten. Nein, es ist keine Erleichterung für mich, wenn ich eine Unterrichtsstunde quasi ohne Material bestreiten muss.

    Da wir aber auch nicht mehr kopieren dürfen, bereite ich auch keine Arbeitsblätter an meinem Laptop vor. Hingegen bereite ich digitales Material vor.

    Also ein Maurer, der zuhause eine Kelle hat, bringt diese mit zur Arbeit weil sie eh schon vorhanden ist? Diesen Hang zur Selbstausbeutung gibt es echt nur im Lehrerberuf.

    Mich zwingt ja keiner das zu tun bzw. zu benutzen. ABER: es erleichtert mir das Leben und spart Zeit. Es ist ja nicht verpfllichtend.

    Übrigens: Nutze ich mein Dienst-IPad in der Schule ;)

    Aktuell sitze ich aber an meinem privaten Laptop in meiner Freizeit und schreibe diese Zeilen.

    Dann ist der Einsatz digitaler Medien offenbar politisch nicht gewollt. Das ist aber doch kein Grund aus privaten Mitteln derartige Ausstattung zu kaufen.

    Extra kaufen würde ich definitiv nichts. Aber man kann ja eh schon vorhandene Mittel einsetzen.

    Wenn man das nicht tut, wird doch genauso abgewunken. So wie in den vergangenen 20 Jahren auch.

    Unser Schulträger hat GAR kein Problem damit, dass wir mit Kreidetafel, OHP und ohne Laptop arbeiten.

    Das haben wir vergangenes Schuljahr noch tun müssen.

    Verstehe. Wobei, nein. Verstehe nicht. Wenn es grundsätzlich darum geht, Beamten bei der Problematik Betreuung von kranken Kindern entgegen zu kommen, dann sieht man ja offensichtlich von Seiten der Dienstherren die Notwendigkeit dafür. Imwiefern diese Notwendigkeit in ihrer Quantität mit steigendem Entgelt abnehmen sollte, kann ich mir nicht erklären.

    Wenn du als Nicht-Lehrer über der Versicherungspflichtgrenze verdienst und privat versichert sind, bekommen ja auch keine Kind-krank-Tage. Aber wenn du darunter verdienst, würdest du sie ja als Nicht Beamter automatisch bekommen und Beamte dürfen gegenüber den Pflichtversicherten nicht schlechter gestellt werden.

    Das ist doch alles völlig normal. Und das ist der Arbeitsalltag von vielen von uns (mich eingeschlossen).

    Ich verstehe deine Beschwerden wirklich nicht. Gar nicht.

    Fun fact am Rande - viele Menschen, mit denen ich damals, als es mich betraf, über das Thema gesprochen habe, waren bass erstaunt, dass ich nicht nur den Höchstsatz bekommen, sondern mich damit sogar erheblich verschlechtern würde.

    Das wollte ich gerade sagen. In Vollzeit bekommt man doch normalerweise eh keine 65 %, da durch den Höchstsatz gedeckelt. So war es bei mir damals. Da braucht man gar nicht so viel rumrechnen vorher.

    Solange die Unternehmen AUs der Teleklinik akzeptieren müssen wir das auch.

    In manchen Fällen ist das gut und sinnvoll in anderen nicht. Aber seien wir ehrlich, die finden auch ohne Teleklinik nen Arzt für die AU, halt nur mit mehr Aufwand

    Logisch: Wenn ich dem Arzt gegenüber sitze und erzähle, dass ich Durchfall habe, wird der wohl kaum eine Stuhlprobe verlangen. Dann gibt der mir noch ein paar Tipps mit auf den Weg - wenn ich möchte - und schwupps bin ich draußen mit einer AU in der Hand.

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